Wie die Karnickel
Kürzlich wurde bekanntlich das neue Fräulein Erde Schweiz 2012 gewählt. Diese Veranstaltung ist noch bedeutungsloser, als die Miss-Schweiz-Wahl (das will schon was heissen!) und dazu auch noch bizarr. Unter dem Deckmantel ‘Nachhaltigkeit’ findet die Fleischbeschau so wie jede andere statt, nur dass dabei noch bedeutungsschwangere Transparente hoch gehalten werden.
Das ist etwa gleich glaubwürdig, wie die Aussage, Mann lese den «Playboy» nur wegen den guten Artikeln.
Wie auch immer, die neue heisst Lea Sara Wittwer und gehört einer Freikirche an.
Es scheint sich einzubürgern, dass ‘Stündeler’ die Miss und Mister-Wahlen unterwandern. Was genau die Mission ist, ist noch nicht klar. Vielleicht könnte Blick mal bei der amtierenden Freundin vom Mister Schweiz nachfragen.
Und die medienunerfahrene LSW (frei nach ihrem Vorbild LAK) verkündete, die Bibel sei ihr Lieblingsbuch, welches ihr in jeder Lebenslage helfe. Was die Presse unterschiedlich deutete. Für die Berner Zeitung war dieser Umstand klares Indiz dafür, dass die Voraussetzungen gegeben seien, um den Spendenbetrag ihrer Vorgägngerin zu toppen. Hä?
Andere Zeitungen sollen geschrieben haben, LSW lebe keusch, so schreibt es jedenfalls SI Online. Ihr Freund war darob alles andere als erbaut: «Wir sind ein ganz normales Paar. Dass in der Tageszeitung steht, Lea würde sich für den Richtigen aufbehalten, hat mich schon ziemlich geärgert.»
Und nun kommt’s. Marco, so heisst der Bengel, hat voll krass gut reagiert auf diese infame Unterstellung: «Persönlich habe ich die Leute, die mir wichtig sind, über das Gegenteil informiert.» Wir wären zu gerne dabei gewesen! «Ey Chef, wir treiben es im Fall wie die Karnickel!» oder «Ob ich der Richtige bin, weiss ich nicht, aber wir machen’s richtig». Woher dieses Mitteilungsbedürfnis wohl kommt? Mangelndes Selbstvertrauen?
Es ist doch immer wieder dasselbe Theater. Man will unbedingt im Rampenlicht stehen, «berühmt» werden, und kann dann mit der gewonnenen Popularität nicht umgehen. Obwohl, im Fall der Miss Earth würden wir nicht von Popularität reden. Wenn man es nicht einmal in den Blick schafft, hat man noch einen steinigen Cervelat-Weg vor sich.
Andrew Dantes
13. Juni 2012, 07:28
Gewisse Menschen sollten einfach nicht sprechen, zumindest nicht öffentlich. “Beati pauperes spiritu”, wie wir Blick am Abend-Leser scherzhaft zu sagen pflegen.
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Jessica Bennett
13. Juni 2012, 07:50
Supi… schon wieder so einer der Kategorie “nach einem Blowjob: Na Baby, wie war ich?”
Darling, wenn du dich noch fragst ob der Typ der Richtige ist… you’re a dead loss!
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stämpf
13. Juni 2012, 09:40
Die Bemerkung der Berner Zeitung macht doch Sinn: Je leichtgläubiger das Zielpublikum, desto profitabler die Klingelbeutel-Abzocke. Es sollen sogar schon Menschen Matratzen an Kaffeefahrten gekauft haben. Wobei ich jetzt mit Matratze nicht auf die neue Würdenträgerin angespielt haben möchte.
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Maggie
13. Juni 2012, 10:45
Wie war das mit den 15 Minuten Berühmtheit? Die meisten ertragen wir schon seit Ewigkeiten – Ausweichen manchmal leider unnötig.
Für Aufheiterung gibt es zum Glück Klatschheftli ;-)
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Frau Mok
13. Juni 2012, 13:39
Das mit den Transparenten ist ja todschick! Mein Lieblingsspruch:
LIEBE
RESPEKT
SORGE
UND SPENDE
für das Klima
finde ich prima!
Hat jemand denen gesagt, dass Bäume für diese Plakate sterben mussten? Deshalb hat ja auch die Freikirchlerin gewonnen, Jesus musste schliesslich auch sterben.
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Frau Mok
13. Juni 2012, 13:41
Sorry, es kommt noch besser:
Jung, gesund, hübsch und umweltfreundlich
Die Erde dankt!
Logische Schlussfolgerung: Hässliche Menschen sind schädlich für die Umwelt!
http://ch.tilllate.com/en/photoalbum/overview/10570554#174431630
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Andrew Dantes
13. Juni 2012, 13:56
Die Bilder sind leider sehr klein, hast du das Kleingedruckte nicht gelesen, Frau Mok?
Ich LIEBE es,
euch allen RESPEKT aufzuzwingen,
aber ich SORGE mich um das geringe Einkommen bei diesem Job. Also:
SPENDEt alle, dass ich es wenigstens ins Himmelreich der Serwelas schaffe!!
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Andrew Dantes
13. Juni 2012, 13:59
Aaaaahahaha, das ist übrigens bestimmt ein Kompliment, das jede Frau gerne bekommt: “Wow, du bist aber umweltfreundlich…”
:-D
Da merkt man wieder… wir sind einfach nicht nicht intellektuell genug!
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oje mine
13. Juni 2012, 14:39
Noch schöner als die Mitteilung an den Chef ist diejenige an den Schwieger-Papi, der bestimmt Prediger ist in der Freikirche… so à la: “Du, ich vögle im Fall deine herzallerliebste Tochter, und nein, wir denken nicht, dass ich der Richtige bin, somit werde ich sie sicher nicht heiraten. Aber gäll, das macht nüüüüt!”
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Mirjam
13. Juni 2012, 15:12
Der arme Marco hat schon um seinen Cervelat gefürchtet..
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Mephisto
13. Juni 2012, 16:17
Wer ein Cervelat werden will, muss zuerst durch den Fleischwolf. Danke Klatschheftli, dass Du so raffiniert an diesem Wolf drehst. Ich amüsiere mich bestens!
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Linda
13. Juni 2012, 18:07
Was sie auch noch gesagt hat im 20minuten; dass sie schon sexuelle Erfahrungen gemacht hat, nur aufsparen wird sie sich (??!!!) Naja sorry, aber eine Lesbe ist ja theoretisch auch eine Jungfrau… Ich meine was sexuell ist, ist ja Sex… (sorry für meine Wortwahl) Mich nerven einfach diese Geldgeilen, die immer rumlügen und sich im bestenfall noch christlich und öko hingeben!!
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Andrew Dantes
14. Juni 2012, 07:13
*glucks* Hahaha, erst auf den zweiten Blick erkannt: Die Bon Prix-Miss-Schleife!! Heute ein König, morgen und für den Rest des Lebens der Hofnarr.
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Facepalm
14. Juni 2012, 12:48
Faith no More: King for a day – fool for a lifetime ;-)
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Faun
14. Juni 2012, 21:41
Sehr schön auch die Bildlegende von 20 Minuten: «Das Motto für das Jahr 2012 lautet: «Beauty for a Cause» – Schönheit für einen Grund.» Aua. Aber macht nüüt, Maiteli sowieso zu beschäftiget mit ihre lustige Plakatli.
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Vera
21. Juni 2012, 19:31
Wozu die Ex-Vize-Fast-Missen auf einmal Zeit haben …
http://missearthschweiz.blogspot.ch/
kommentator
15. Juli 2012, 15:03
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kommentator
15. Juli 2012, 15:06
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Major Gowen
15. Juli 2012, 23:58
Aua, das ist natuerlich schoen bloed, wenn die Unschuldigen, Naiven an dieser tollen Wahl mitmachen und auf einmal den boesen, boesen Medien ausgesetzt sind. Zwischenfrage: Wer hat da mitmachen wollen? Ist wie velofahren und sich ueber den Gegenwind beklagen… Lieber K., welcome to the World! Wenn Du Besseres zu tun hast, wie du sagst, waers jetzt ein guter Zeitpunkt, das zu tun. Dein sense-of-humour failure ist niedlich. En Gruess a’d LSW, gaell…
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