Neues aus Xengland
Neulich hatte der Blick wieder mal eine sehr originelle Headline zu X.T. aus L.
Blick bezeichnet Xenia in seinem Beitrag als Ex-Bankerin. Da müsste der Ex-Vize-Miss und Ex-Praktikantin doch eigentlich das Herz aufgehen. Denkste!
Zwar teilte sie den Link zum Artikel wie üblich umgehend auf Facebook, aber richtig wutentbrannt.
In astreinem Deutsch beschwert sie sich über die ihr angeblich in den Mund gelegten Zitate. Ob diese nicht von ihr stammen, entzieht sich unserer Kenntnis, aber sie könnten durchaus von ihr stammen. Im Gegensatz zu ihrer Anschuldigung ist nämlich nicht etwa der Blick arrogant, sondern sie ist es. Am nächsten Tag dann aber die grosse Überraschung:
Was war vorgefallen? Ob ihr wohl jemand erklärt hat, dass es keine gute Idee ist, am Ast zu sägen, auf dem man sitzt? Die Luft scheint sowieso immer dünner zu werden für unsere Ticino-Barbie. Ihre neuste Kolumne im «Schweizer Monat» ist nämlich ein reines Selbstverteidigungs-Pamphlet!
Schon der Titel kündigt es an: «Halten Sie sich für überdurchschnittlich?» – was natürlich soviel heisst, wie «also ich mich schon». Im Text redet sie denn auch in erster Linie von sich, wenn auch nicht in der Ich-Form. «Nicht auf die Ausreisser nach oben, sondern auf den Durchschnitt sind heute alle fixiert.» Will heissen, wir alle sind viel zu wenig auf sie fixiert!
«Die Welt braucht jene, die bereit sind, ihren Weg zu gehen, querzudenken, gemeinsam mit anderen neue Ideen zu entwickeln.» Da mag sie ja durchaus recht haben, nur gehört sie eben genau nicht zu denen. Oder glaubt sie ernsthaft, etwas Modeln, ein paar TV-Ansagen und etwas Platten auflegen hätten etwas mit querdenken zu tun? Ja, sie glaubt es.
Dass sie dann wieder mal Richard Branson erwähnt, erstaunt nicht mehr. Sie sieht sich ja in einer ähnlichen Liga. Das müsste erstaunen, erstaunt aber nicht wirklich.
Zum Schluss ihres geistigen Ergusses kommt es dann noch zu einer klaren Abmahnung bzw. Aufforderung an unsere Adresse: «Vielleicht sollten wir gerade in der Schweiz also damit aufhören, überdurchschnittlicher Leistung und aussergewöhnlichem Erfolg mit Missgunst zu begegnen.» Zu unserer Verteidigung, so was machen wir doch nicht, wir verteilen zuweilen auch Komplimente. Aber eben nur für überdurchschnittliche Leistung und aussergewöhnlichen Erfolg.
Und dann die Aufforderung, gefälligst stolz auf sie zu sein: «Und vielleicht fangen wir schon an dieser Stelle selbst mit dem Querdenken an: indem wir stolz sind auf jene Mitmenschen, die in ihrer Disziplin über das Mittelmass hinausragen – und von denen wir alle profitieren.»
Dann fangen wir mal mit dem Stolzsein an, Xenia kann nämlich Xenglisch, wie wir seit Kurzem wissen. Und das ist schon aussergewöhnlich, weil einmalig. Das Profil auf ihrer Webseite bezeichnet sie nämlich als «multi facetted threat»
Schöner könnten wir es nicht sagen.





