Die Gurkenliga hat wieder zugeschlagen
Während Alex Frei für Basel sogar mit einem Stock im Arsch ab und zu ein Tor schiesst, ist die Liga «Bulgarien, Malta & co» eine Nummer zu gross für Schweizer Fussballer. Die Nati-Spieler versuchen zwar alles: Sie stehen mit Platitüden ihren deutschen oder italienischen Kollegen in nichts nach, sie wechseln in benachbarte grosse Ligen, wo sie dann auf der Bank auf ihren Einsatz warten, sie kaufen sich grosse Kopfhörer und sie erhalten vom SFV einen Trainer mit Weltklasseformat. Alles vergebens.
Denn wer sich schon in den ersten 15 Minuten das Knie selber verstaucht, den Ball nur ausnahmsweise wunschgemäss trifft, und ansonsten apathisch in Sofias Nachthimmel träumt, sollte vielleicht seine Fussball-Karriere nochmals überdenken – und nicht nur das letzte Spiel, wie Alex frei es gemacht hat: «Im Nachhinein denke ich aber, dass dieses Spiel keinen Sieger verdient hatte.» Was! Keinen Sieger verdient? Dieses Gurken-Liga-Gefasel erinnert mich stark an eine andere Misst-Liga: «Ich finde alle Miss-Kandidatinnen schön. Ich finde, alle hätten den Sieg verdient.» Alex Freis Analyse zum Bulgarien-Spiel kommt aber noch besser: «Wir haben vorne das nötige Tor nicht erzielt.» Was! Dann versucht’s doch mal hinten…
Was aber momentan am meisten zu bedauern ist, ist nicht, dass sich die Schweizer Nati dauernd selber im Wege steht, sondern auch Jungtalenten: Weil Mario Gavranovic gegen die Bulgaren zum Einsatz kam, kann er nun nie mehr für die motivierteren Kroaten spielen. Wir leiden mit ihm.















