Rot gewinnt!
Unsere Leser/innen haben abgestimmt und jetzt wissen wir es: The Unsexiest Cervelat Alive 2010 heisst Nicolas Blancho. Unser unsäglicher König Drosselbart der geistig Verwirrten ist mit 19.5% der Stimmen da angelangt, wo er sich zu sein wohl immer gewünscht hat. Er hat es geschafft, seine äussere Erscheinung mit seiner geistigen Haltung zu einer Symbiose geradezu biblischen Ausmasses zu vereinen. Oder war das jetzt politisch nicht korrekt, Frau Illi? Wie auch immer, diesen Titel macht ihm keiner mehr streitig.
Rang 2 teilen sich mit je 16.02% die zwei anderen Rotkäppchen im Feld, Patrick Liotard-Vogt und Ulrich Schlüer. Ob so viel roter Farbe dürfte das Herz unseres Jungsozialisten Cédric Wehrmut wohl wahre Freudensprünge aufführen. Über 50% haben für rot gestimmt! Das ist und bleibt für Herrn Wermuth natürlich reines Wunschdenken, aber er sollte sich trotzdem ernsthaft Gedanken darüber machen, ob er nicht mal zu einer Flasche Henna greifen sollte, ganz nach dem Motto “im Kopf ist auf dem Kopf” (nicht wahr, Herr Schlüer?). In Sachen geistiger Verwirrung steht er schliesslich unserem glorreichen Sieger in rein gar nichts nach.
Die lederne Medaille holt sich mit 13.13% Mr. Da-Nos. Für mehr waren die Haare einfach zu wenig rot, aber vielleicht reicht’s ja im nächsten Jahr zu einem Podesplatz. Auf Rang 5 folgt mit 8.69% Mauro Tuena. Mehr gibt es zu diesem Herrn wirklich nicht zu sagen.
Dass Jörg Kachelmann mit 5.98% bloss Rang 6 belegt, liegt wohl in erster Linie daran, dass wir das deutsche weibliche Publikum überhaupt nicht mobilisieren konnten. Welche Deutschen interessieren sich schon für die eidgenössische Cervelatliga. Die schauen lieber Bundesliga.
Auf Rang 7 finden wir ex aequo mit 5.6% Carl Hirschmann und Sepp Blatter. Kleiner Mann, kleine Punktzahl. Aber weshalb sind die beiden gleichauf? Ist es, weil sie die gleichen Vorstellungen zu Moral und Ethik haben?
Dass Stefan Tobler mit gerade mal 3.86% bloss auf Rang 9 zu finden ist, erstaunt, legt aber die Vermutung nahe, dass ein gut schweizerisches Biedermann-Image ohne Ecken und Kanten bei uns nach wie vor honoriert wird.
Ganz am Schluss des Feldes finden wir Roger Schawinski mit lediglich 2.12% der Stimmen. Nicht für ihn zu stimmen war seine Erfindung.
Wir bedanken uns für die Teilnahme an dieser gesellschaftlich bedeutenden Umfrage. Weitere werden folgen, denn es muss doch einfach mal gesagt werden.


