Must have: Markenbotschafterin
Ein beängstigender Trend macht sich in der Werbeszene breit: irgendwelche «No-Brands» peppen ihre eh katastrophal schlecht gemachte Werbung mit einer katastrophal schlechten Markenbotschafterin auf. Zwei aktuelle Bespiele verdeutlichen dies anschaulich.
Irgend so ein Billigmöbelhaus mit dem nichtssagenden Namen JYSK hat sich die vermutlich dümmste Miss aller Zeiten an Bord geholt. Zusammen vermittelt das «Dream Team» eine starke Werbebotschaft, die unter die Haut geht.

Wäre das nicht auch für Ihre Marke ein Segen, wenn Ihnen eine Ex Miss zu irgend etwas Belanglosem gratulieren würde? Und dieselbe Ex Miss würde dann ganz natürlich in Ihrem ansprechend gemachten, hochwertigen Prospekt posieren…
Doch nun folgt das werbliche Highlight des Jahres:
Ist das nicht «Fähnomenal»? Einen goldenen Löwen für den Verantwortlichen, aber subito! Die Alte ist sich schon für nichts zu schade…
Und nun zu einer Perle aus der Lokalsender-TV-Werbung. Zur Vorgeschichte: in Wallisellen wird irgend so eine hässliche Hütte hingestellt, die sich ambitioniert «Glatt Designer Center» nennt. An der Eröffnung trällert die Ex-DSDS-Teilnehmerin Zazou Mall.
Bis jetzt passt eigentlich alles ganz gut – provinzielle Veranstaltung mit provinziellem Programm. Auch ein Blick auf die Webseite des «Designer Center» vermittelt ein konsequentes Festhalten am Provinziellen.
Allerdings fängt man sich bei diesem Anblick an zu fragen, was genau die Zazou mit «the design» zu tun hat? Und nun kommt’s ganz dicke!
Auch der Spot ist an provinzieller Stümperhaftigkeit kaum zu überbieten. Da hilft auch der französische Akzent der Sprecherin nicht drüber hinweg. Aber kann uns jemand erklären, was Zazou mit diesem Schuppen zu tun hat, wo der Bezug besteht? Wir kapieren es einfach nicht. Wie gesagt, der einzige gemeinsame Nenner, den wir ausmachen können, ist Provinzialität. Obwohl, da hebt sich Zazou schon deutlich ab, schliesslich hat sie mal an an einer deutschen Casting Shown teilgenommen. Sie kennt also nicht nur Wallisellen. Viel passender wären da beispielsweise Cleo Heuss oder Tabea Schulthess gewesen.
Also liebe Werber des schlechten Geschmacks, fragt in Zukunft uns, wir wissen, mit welcher Ex-Irgend-Was man die schlechte Werbebotschaft am besten rüber bringt.










