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Sven Melig

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Brunftzeit beim Cervelatwild

Brunftzeit beim Rotwild ist im Herbst. Nicht so beim Cervelatwild – der Frühling sorgt für Testotsteronschübe. Wie hinlänglich bekannt ist, ereignete sich vergangenes Wochenende einmal mehr Unsägliches in der Lobby des exklusiven Dolder Grand. Ein wüstes Gerangel soll es gegeben haben, ja eine Schlägerei. Die Protagonisten: Ex-Mister Schweiz Sven Melig und – man kann es fast nicht glauben – Carl Hirschmann. Und als Komparsen, wie immer, ein paar Vertreterinnen des zarten Geschlechts.

Wie immer in solchen Fällen ist der Sachverhalt völlig umstritten. Aussage gegen Aussage. Er hat angefangen. Nein er. Nein sie. Und dann er. You Schlampe. Dich zeig ich an. Ich überlege mir rechtliche Schritte einzuleiten. Und so weiter, und so fort. Same procedure as last year.

Aber wir haben da so unsere eigene Theorie. Carl H. kann es unmöglich gewesen sein. Carl H. fängt nie an. Er ist so friedfertig, so sanftmütig, so bescheiden. Und das Pech haftet ihm buchstäblich an den Fersen. Immer wieder findet er sich zur falschen Zeit am falschen Ort ein. Und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Irgend ein wildgewordener Berserker (meist weiblichen Geschlechts) schlägt auf ihn ein. Ohne Vorwarnung und völlig grundlos. Wir leiden mit. Ganz fest.

Wenn es also nicht Carl H. war, dann muss es Sven M. gewesen sein. Der hat auch allen Grund. An den Sven M. erinnert sich kein Schwein. Schon während seinem Amtsjahr nahm man kaum Notiz von ihm. Bis zu seiner sagenhaften Aussage, dass er nicht immer Kondome verwende. “Wenn’s zur Sache geht, schaltet man eben den Kopf aus.” Wir wissen jetzt nicht genau, wie das mit dem Kopf ausschalten im Falle von Sven M. gemeint ist, aber er ist ja nicht alleine.

Danach wurde es ruhig um den ausgeschalteten Mister. Im Folgejahr ein kurzes Aufflackern, weil er sich der Traumjob-Ego-Zicke gegenüber angeblich ganz fies verhalten haben soll. Doch dann war der Ofen wirklich aus.

Und wann immer Sven M. auf seinen Nachfolger Renzo B. schielte, der ihm punkto Intellekt in rein gar nichts nachsteht, sich aber omnipräsent im Cervelat-Olymp zeigt und ordentlich Kohle scheffelt, dann musste sich der Sven gesagt haben, dass es so nicht weitergehen könne. Etwas mediale Präsenz musste her. Eine Schlägerei ist in der Situation immer gut. Noch besser ist, einem wie Carl H. an die Gurgel zu gehen. Das bringt richtig Publicity. Any PR is good PR.

Wir sind gespannt, wie die Geschichte ausgehen wird. Und wüssten zu gerne, was sich am frühen Sonntag Morgen im Dolder Grand wirklich abgespielt hat. À propos Publicity, das Dolder Grand stellt sich solche vermutlich etwas anders vor.


Donnerstag, 25. März 2010, 08:47

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