Swiss C-Ward
Das neue Jahr ist noch kaum zwei Wochen alt, da wird hierzulande schon wieder gefeiert. Und zwar da, wo es eigentlich gar nichts zu feiern gibt, nämlich in der hiesigen Promi- und Cervelats-Szene. Was uns jedoch daran noch einigermassen (oder besser gesagt, als einziges) gefällt, ist natürlich der dazugehörige rote Teppich und der peinlich-komisch-skurrile Einmarsch (oder darf man Einlauf sagen?) der Protagonisten und Beigemüse über denselben.
Swiss Award heisst dieser alljährliche Anlass. Swiss C-ward wäre aufgrund der Klassifizierung der Mehrzahl der gesichteten Cervelats jedoch zutreffender.
Es fängt schon nicht gut an. Kann es ja nicht, wenn einem dieser Herr hier bereits an der Teppichkante auflauert. Sven Epilady, hier sogar mit Bodyguard oder ähnlich. Vermutlich aber nicht mit der Aufgabe ihn vor Belästigungen durch die Leute, sondern die Leute vor allzu grosser Belästigung durch ihn zu schützen.
Wie auch immer, was so anfängt kann nicht gut enden:
Und wenn wir dieses Paar hier sehen, wissen wir definitiv, wir sind am richtigen Ort. Promis Abteilung C wie Charcuterie, C wie Cervelat, C wie Christa:
Ebenfalls den Weg in die Charcuterieabteilung gefunden haben der Migros Chef Bolliger und seine Frau Beatrice. So eine Art die M-Budget Ausführung der Bellers. Auch hier macht Vati die Kohle und Mutti kümmert sich ums fit- und jungbleiben, mit mässigem Erfolg:
Und schon steigt die nächste attraktive Frau aus der Limousine. Wer ist es? Michelle Hunziker, Melanie Winiger? Oder wenigstens Xenia oder Rachele? Nein, bloss die hier… na gut, immerhin isch’s e Gschidi:
Attraktive Männer? Da hätten wir dieses Pärchen zu bieten. Wie aufmerksame Klatschheftlileser ja wissen, beide miteinander verwandt, aus der Neandertalerzeit. Ein bisschen sogar zu sehen am selben Bulldoggenlächeln…
…was mir eine schöne und nahtlose Überleitung zu den nächsten Gästen ermöglicht. Ohne Schlips und Kragen, dafür mit Kopftuch und Ledejäckchen: Chris von Rohr und die Dezibel-Delegation aus Solothurn namens Krokus, die auch so langsam aber sicher der eigenen Versteinerung entgegenrockt. Mit eigenem vierbeinigem Bodyguard, respektive lebendem Albumcover.
Und wo CVR weilt, ist auch Freund und Musikerkollege Büne Huber nicht weit. “Bob Dylan der Schweiz” hat ihn Chris kürzlich in der Musiksendung Domino auf DRS1 (wir sagen noch lange so) genannt. Wenn man ihn so anschaut, wäre allerdings die Bezeichnung “Meat Loaf der Schweiz” treffender.
So ziemlich das pure Gegenteil von Büne Huber ist diese Dame hier. Nadja “ZFF Chef-Bleistift” Schildknecht, hier zu voller Länge ausgefahren im Bild. Das Bildformat deshalb ausnahmsweise hoch statt quer.
Und was die Frau Schildknecht zu wenig auf den Rippen hat, hat dafür der Pressephotograph im Hintergrund zuviel. So kommt man wieder auf die durchschnittlichen 70kg/Person, nach denen die Tragfähigkeit von Aufzügen und wahrscheinlich auch von roten Teppichen bemessen wird.
Das Rezept für The Voice of Switzerland zeigte sich auch noch mehr oder weniger in corpore auf dem Teppich. Man nehme vier Pappnasen, dekoriere sie mit Sven Epilady (Hintergrund), drücke auf die Copy-Taste und fertig ist das neue SRF “Sendegefäss”. Ich liebe diesen Ausdruck, denn er nimmt schon vorweg, dass es sich um etwas flüssiges wie zum Beispiel “en Seich” handelt.
Der Schlatter ist zwar auch ein Cervelat, aber irgendwie einer den man gerne sieht. Bei ihm hat man noch echt das Gefühl, der rote Teppich und der Überfall der Epilady sei ihm etwas peinlich und er hätte am liebsten nur eine Bratwurst und ein Bier und seine Ruhe.
Und zum Schluss noch eine Rarität. Ein echter A-Promi auf dem Teppich. A wie Adolf, obwohl er sich ja eigentlich lieber Dölf nennt, aber das hat andere, historische Gründe. Selbst der schreckliche Sven ist tief beeindruckt ab so viel gestandener Männlichkeit. Ob es hingegen bei SRF Kurse gibt, wie man ein Mikrophon möglichst schwul in den Fingern hält, entzieht sich unserer Kenntnis.
See you next year, same carpet and (zu befürchten) same sausages.






















