Über die Busenratsratskandidatur mit grossartigem Klatschpotential hatten wir ja schon berichtet.
Die Chancen stehen allerdings schlechter denn je. Die Sünneli-Partei bzw. deren Hauptstadt-Häuptling Peter Bernasconi (hiesse der bei uns Züriasconi oder in Ascona Asconaasconi?) findet das überhaupt nicht lustig. “Die SVP distanziert sich in aller Form von dieser profilierungs-, genusssüchtigen, exzessiven und ordinären Aktion die dem Image der Stadt-Partei nur Schaden zufügt” (Kommafehler ist original, imfall). Und weiter: “Aktionen dieser Art untergraben grundsätzlich das politische Ansehen!” Verständlich auch, die SVP ist schliesslich bekannt als Hort des politischen Anstands.
Und zu allem Übel kommt jetzt noch richtig heisse Konkurrenz aus Mostindien: Gabi Coray aus dem Thurgau will’s wissen (richten). Nix da Killertitten, Killerblicke!
Also Gabi, nicht vergessen, bei der Vereidigung den Blick immer schön nach vorne gerichtet. Das gilt übrigens auch für alle künftigen Auftritte in der Session. Das kommt gut. Das kommt saugut. Das kommt Susi Gut.
PS: hey…soo schööön, die Tierfinkli!
Am 7. März ist bekanntlich Abstimmungswochenende. Die grösste Stadt der Schweiz wählt auch ihre Regierung, den Zürcher Stadtrat. Zur Wiederwahl an tritt auch der Welt unsichtbarste Stadtpräsidentin, Corinne Mauch. Eigentlich sollte es ein Leichtes sein, dieses Amt angesichts des ‘Leistungsausweises’ der Amtsinhaberin zu ergattern. Wenn es denn eine/n vernüftige/n Gegenkandidatin/en geben würde. Doch genau da liegt das Problem: zur Auswahl steht nebst Corinne-mich-gibt-es-eigentlich-nicht-wirklich-Mauch the one and only ‘Susi für Züri‘. Hey…soo schööön, dieser Slogan.
Susi Gut, ehemaliges Mitglied der Schweizer Demokraten und der SVP und nunmehr mit der eigenen Partei PFZ (Partei für Zürich) mit geschätzten 7.23 Mitgliedern unterwegs, kandidiert für das Präsidium. Wohlverstanden, wir reden hier lediglich über das höchste Amt in der grössten Schweizer Stadt.
Aber als pflichtbewusste, mündige Bürger wollten wir uns etwas schlau machen, wer diese Susi Gut überhaupt ist. Wie es sich gehört, hat natürlich auch Susi ihre eigene Homepage, eine nützliche Informationsquelle also.
Als erstes fallen das trendige Design der Webseite und der Besucheransturm auf.
Und auch punkto Informationsgehalt lässt die Seite kaum Wünsche offen. So erfahren wir z.B., dass Susi ein Politologie Studium absolviert hat. Ihren eigenen Aussagen zufolge handelt es sich dabei allerdings um einen einjährigen AKAD-Kurs (auf der AKAD-Seite sind wir zwar nicht fündig geworden…). Weiter erfahren wir, dass Susi Kosmopolitin ist. Es gab Sprachaufenthalte in Italien, Frankreich, Teneriffa und Kanada. Im Fall von Kanada gehen wir davon aus, dass der Aufenthalt in Québec, also im französischsprachigen Teil Kanadas stattgefunden hat.
Anders können wir uns die Rubrik ‘Speak’s’ auf Susis Homepage nicht erklären.
Das muss wohl Québecois für ‘Speeches’ sein.