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Steve Lee

Vermarktung eines Todes – reloaded

Nachdem wir alle den Opfern von Japan und Libyen gedenken, ist eine Person seit letztem Oktober damit beschäftigt, öffentlich ihr Leid zu verkünden. Nicht, dass es schon genug gewesen wäre, dass sie sich bei ihrer Trauerreise an den Unfallort ihres Gattens (was ja völlig plausibel ist) noch von der Schweizer Illustrierten begleiten lassen musste (was nicht mehr so plausibel ist). Nein, nun folgt noch ein Buch.

Die Brigitte mag Photoshop

Am 25. März erscheint der heisserwartete Bestseller mit dem relevanten Material. Für alle, die nicht mehr warten können, erschien ein Vorabdruck im Blick.

Wenn man das so durchliest, kann man sich auf ein äusserst spannendes Buch einstellen. Die Texte sind wirklich ein Meisterwerk. Man hat das Gefühl, dass es ein Drittklässler höchstpersönlich geschrieben hat.

Als dann Steve kurz vor Weihnachten 2002, wie man mir mitteilte, vom Tessin zum Flughafen fuhr, um nach Amerika zu fliegen, schrieb ich ihm einen lieben Brief, in dem ich ihm viel Kraft wünschte und dass er ganz tief in meinem Herzen sei. Diesen Brief wollte ich ihm persönlich am Flughafen übergeben und ihm dabei nochmals einen guten Flug wünschen. Doch leider hatte ich ihn damals verpasst und nach einer Weile des Wartens ging ich wieder zurück nach Hergiswil, mitsamt dem Brief.”

Also ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber nur schon beim Lesen dieses dramatischen Abschnitts bekomme ich Lust auf mehr. Ich will wissen, wie ihr Leben mit Steve aussah, wie gut es die Beiden hatten. Was ist mit dem Brief passiert? Haben sie sich jemals wieder getroffen?

Brigitte Voss-Balzarini freut sich zurzeit auf Facebook für die ganze Publicity, die sie für ihr Buch erhält. In einem Status dankt sie den Medien, die beim Lesen «gespürt» haben, wie sie damit die «traurigen und hoffnungslosen Menschen unterstützt». Auch mache sie mit diesem Buch ihren Steve Lee unsterblich.

Eine gute Sache. Mit dem Buch über Kaffekränzchen mit Steve kann sie tatsächlich allen armen Seelen Mut machen und nebenbei noch Kohle verdienen. Mike Shiva, nimm dich in Acht!


Samstag, 19. März 2011, 09:07
Von

So ein Miss(t) Gen…

Nach dem tragischen Unfalltod von Steve Lee Anfang Oktober mussten wir uns kräftig fremdschämen, als diverse Wurst-Vertreter(innen) ihren Schmerz und ihre angeblich tiefe Trauer wie immer öffentlichkeitsgeil in den Medien zur Schau trugen. Wir fanden das v.a. den Familienangehörigen und engsten Freunden gegenüber respektlos.

Doch jetzt erreicht fremdschämen eine neue Dimension. Die Lebensgefährtin von Steve Lee, Brigitte Balzarini-Voss, reiste über die Feiertage zurück an den Unfallort. Das ist an sich ein nachvollziehbarer Schritt im Trauerprozess. Nicht nachvollziehbar hingegen ist der Umstand, dass die Trauernde sich von der Schweizer Illustrierten begleiten lässt.

Öffentlich zelebriertes Trauern kommt einfach nicht so wahnsinnig glaubwürdig rüber. Aber wir haben trotzdem eine Erklärung dafür. Frau Balzarini-Voss war mal Miss Schweiz. Vor Urzeiten und damals noch als Brigitte Voss. Einmal Miss, immer Miss. Wir glauben, dass es sich bei dieser krankhaften Geltungssucht um einen Gendefekt handelt.


Samstag, 08. Januar 2011, 09:52

Tittenalarm auf dem Googlethron

Die Schweizer Illustrierte veröffentlichte in ihrer Onlineausgabe das Top-Ten Ranking der meistgegoogelten Personen im Jahr 2010 in der Schweiz.

Aus traurigem Anlass ist der tödlich verunfallte Steve Lee auf Platz Eins gelandet. Dicht gefolgt von der Schummel-Kerstin und Laura Kämpf. Kerstin wurde die tolle Nachricht sogar im fernen Ausland überbracht (nein, nicht in Oxford, Frau Cook weilt derzeit nämlich in Südafrika zum Fötele). “Cool, dass sich die Leute für mich interessieren und Artikel über mich lesen oder Bilder anschauen. Das heisst doch, ich bin sicher nicht langweilig!” Stimmt Kerstin, langweilig bist du nicht – jedenfalls nicht für uns Klatschtanten. Aber vielleicht solltest du mal beginnen für den Weltfrieden zu kämpfen, wie das andere Missen tun, und nicht mehr dein CV mit nicht vorhandenen Lorbeeren schmücken.

Frau Kämpf zeigte sich über ihren dritten Platz natürlich auch hocherfreut und doch etwas erstaunt. “Ich bin sehr überrascht und freue mich mega! Es ist doch sehr erstaunlich, da ich ja bei der Wahl bereits in der ersten Runde herausgeflogen bin.” Ja warum wohl, liebe Laura, wirst du gegoogelt?

PS: Beim nächsten Mal wären wir auch gerne auf dem Siegertreppchen. Darum liebe Leute, googelt nach uns was das Zeugs hält.


klatschheftli.ch-Promimeter Oktober 2010

1. (-) Steve Lee [1]*

2. (+1) Mona Vetsch [9]

3. (-2) Kerstin Cook [2]

4. (re) Urs Linsi [7]
5. (+2) Nadine Strittmatter [2]

6. (-) Nicole Müller [8]

7. (-) Bligg [1]

8. (re) Carl Hirschmann [21]

9. (re) Xenia Tchoumitcheva [15]

10. (re) Jan Bühlmann [2]

Aus den Top Ten gefallen:

13. (-4) André Reithebuch
14. (-10) Silvan Büchli
16. (-14) Laura Kämpf
17. (-9) Denise Biellmann

ferner liefen: Jennifer Hurschler, Linda Fäh

[n]* = Zum n. Mal in den Top 10 des klatschheftli.ch-Promimeters klassiert.

Posthume Ehre für Steve Lee. Sein frühzeitiges Ableben katapultierte ihn nicht nur an die Spitze des Oktober-Promimeters 2010, sondern es macht ihn auch zum Michael Jackson der Schweiz, zum King of CH-Rock. Plötzlich ist Steve Lee ein gefragter Mann. Weshalb? Ich weiss es nicht. Aber das hätte euch auch früher in den Sinn kommen können, Leute!

Mona Vetsch…

Kerstin Crook ist bereits wieder auf dem absteigenden Ast. Ob man in Distanz-Bio auch lernt, wie lange Beine Lügen haben? Ihren Freund ereilte übrigens das gleiche Schicksal; er ist bereits aus den Top 10 gefallen.
Urs Linsi (4.) profitierte wohl von den aufgeflammten Korruptionsgeschichten um die FIFA. Ach nein, das wäre ja das Sepp.
Nadine Strittplatte hielt ihre Platte im vergangenen Monat gekonnt in die Kameras und wird dafür mit Rang 5 belohnt (+2). Nicole Müller (WhoTF is she) taucht auch immer in den Top 10 auf. Auf Platz 7 begrüssen wir einen Neueinsteiger, den alle kennen: Bliggli, einziger relevanter Mundart Rapper in der Schweiz (Stress stresst französisch).

Auf Platz 8 ist auch Carli zurück im Promimeter. Aber wie Steve Lee schaffte auch er es nur mit Hilfe einer traurigen Nachricht: Er schliesst Ende Jahr das Saint Germain.
Xenia befindet sich gerade auf den Spuren von Bill Clinton – Platz 9. Und Jan Bühlmann ist so straight, dass er es gerade noch auf den letzten Top Ten Platz geschafft hat, da er ja sonst nirgends erwähnt wird.

Weitere schillernde Figuren wie Denise Biellmann, Linda Fäh oder Jennifer Hurscher sind im Oktober Promimeter-2010 grad «mega out».


Dienstag, 09. November 2010, 14:23
Kategorie: Promimeter
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