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Steve Lee

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Wer nochmals mit Steve Lee Karaoke singen will, sollte sich sputen. Denn Brigitte Voss-Baldrian hat dem Ex-Gotthard-Sänger endlich erlaubt, „ins Licht zu gehen“. Gemäss Elektroblick „seien die Tränen getrocknet, die Trauer verarbeitet“. Steve erscheine ihr nur noch selten, sagt Balzarini. Und er spreche auch kaum mehr mit ihr.

Kaum mehr? Warum spricht Steve überhaupt noch mit ihr?! Nach seinem Tod verpflichtet ihn nichts mehr dazu. Man spricht ja auch von Erlösung oder ewiger Ruhe. Ausserdem gibt es im Jenseits doch bestimmt genug Jungfrauen, mit denen er sich unterhalten kann.

Bild: Sabine Wunderlin via blick.ch

Jedenfalls ist Brigitte total happy über die Fortschritte der Trauerverarbeitung und strahlt wie ein Fisch vor der Küste Fukushimas. Denn so tragisch der Abgang Steve Lees war, so hat er doch dazu geführt, dass Brigitte ihre spirituelle Seite entdeckte. Sie kann durch ihre Tätigkeit als Medium trauernden Menschen helfen. Brigitte, das Medium. Also ich halte sie mittlerweile eher für „gut durch“.

Im Januar letzten Jahres wollte Brigitte übrigens noch nach Amerika auswandern. Vielleicht schafft sie das ja endlich, wenn Steve im Licht angekommen ist.

Bis dahin bitte keine Ferngespräche ins Jenseits mehr. Danke.


Freitag, 05. Oktober 2012, 17:01
Kategorie: Esoterik, Frauen

Vermarktung eines Todes – reloaded

Nachdem wir alle den Opfern von Japan und Libyen gedenken, ist eine Person seit letztem Oktober damit beschäftigt, öffentlich ihr Leid zu verkünden. Nicht, dass es schon genug gewesen wäre, dass sie sich bei ihrer Trauerreise an den Unfallort ihres Gattens (was ja völlig plausibel ist) noch von der Schweizer Illustrierten begleiten lassen musste (was nicht mehr so plausibel ist). Nein, nun folgt noch ein Buch.

Die Brigitte mag Photoshop

Am 25. März erscheint der heisserwartete Bestseller mit dem relevanten Material. Für alle, die nicht mehr warten können, erschien ein Vorabdruck im Blick.

Wenn man das so durchliest, kann man sich auf ein äusserst spannendes Buch einstellen. Die Texte sind wirklich ein Meisterwerk. Man hat das Gefühl, dass es ein Drittklässler höchstpersönlich geschrieben hat.

Als dann Steve kurz vor Weihnachten 2002, wie man mir mitteilte, vom Tessin zum Flughafen fuhr, um nach Amerika zu fliegen, schrieb ich ihm einen lieben Brief, in dem ich ihm viel Kraft wünschte und dass er ganz tief in meinem Herzen sei. Diesen Brief wollte ich ihm persönlich am Flughafen übergeben und ihm dabei nochmals einen guten Flug wünschen. Doch leider hatte ich ihn damals verpasst und nach einer Weile des Wartens ging ich wieder zurück nach Hergiswil, mitsamt dem Brief.”

Also ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber nur schon beim Lesen dieses dramatischen Abschnitts bekomme ich Lust auf mehr. Ich will wissen, wie ihr Leben mit Steve aussah, wie gut es die Beiden hatten. Was ist mit dem Brief passiert? Haben sie sich jemals wieder getroffen?

Brigitte Voss-Balzarini freut sich zurzeit auf Facebook für die ganze Publicity, die sie für ihr Buch erhält. In einem Status dankt sie den Medien, die beim Lesen «gespürt» haben, wie sie damit die «traurigen und hoffnungslosen Menschen unterstützt». Auch mache sie mit diesem Buch ihren Steve Lee unsterblich.

Eine gute Sache. Mit dem Buch über Kaffekränzchen mit Steve kann sie tatsächlich allen armen Seelen Mut machen und nebenbei noch Kohle verdienen. Mike Shiva, nimm dich in Acht!


Samstag, 19. März 2011, 09:07
Von

So ein Miss(t) Gen…

Nach dem tragischen Unfalltod von Steve Lee Anfang Oktober mussten wir uns kräftig fremdschämen, als diverse Wurst-Vertreter(innen) ihren Schmerz und ihre angeblich tiefe Trauer wie immer öffentlichkeitsgeil in den Medien zur Schau trugen. Wir fanden das v.a. den Familienangehörigen und engsten Freunden gegenüber respektlos.

Doch jetzt erreicht fremdschämen eine neue Dimension. Die Lebensgefährtin von Steve Lee, Brigitte Balzarini-Voss, reiste über die Feiertage zurück an den Unfallort. Das ist an sich ein nachvollziehbarer Schritt im Trauerprozess. Nicht nachvollziehbar hingegen ist der Umstand, dass die Trauernde sich von der Schweizer Illustrierten begleiten lässt.

Öffentlich zelebriertes Trauern kommt einfach nicht so wahnsinnig glaubwürdig rüber. Aber wir haben trotzdem eine Erklärung dafür. Frau Balzarini-Voss war mal Miss Schweiz. Vor Urzeiten und damals noch als Brigitte Voss. Einmal Miss, immer Miss. Wir glauben, dass es sich bei dieser krankhaften Geltungssucht um einen Gendefekt handelt.


Samstag, 08. Januar 2011, 09:52

Tittenalarm auf dem Googlethron

Die Schweizer Illustrierte veröffentlichte in ihrer Onlineausgabe das Top-Ten Ranking der meistgegoogelten Personen im Jahr 2010 in der Schweiz.

Aus traurigem Anlass ist der tödlich verunfallte Steve Lee auf Platz Eins gelandet. Dicht gefolgt von der Schummel-Kerstin und Laura Kämpf. Kerstin wurde die tolle Nachricht sogar im fernen Ausland überbracht (nein, nicht in Oxford, Frau Cook weilt derzeit nämlich in Südafrika zum Fötele). “Cool, dass sich die Leute für mich interessieren und Artikel über mich lesen oder Bilder anschauen. Das heisst doch, ich bin sicher nicht langweilig!” Stimmt Kerstin, langweilig bist du nicht – jedenfalls nicht für uns Klatschtanten. Aber vielleicht solltest du mal beginnen für den Weltfrieden zu kämpfen, wie das andere Missen tun, und nicht mehr dein CV mit nicht vorhandenen Lorbeeren schmücken.

Frau Kämpf zeigte sich über ihren dritten Platz natürlich auch hocherfreut und doch etwas erstaunt. “Ich bin sehr überrascht und freue mich mega! Es ist doch sehr erstaunlich, da ich ja bei der Wahl bereits in der ersten Runde herausgeflogen bin.” Ja warum wohl, liebe Laura, wirst du gegoogelt?

PS: Beim nächsten Mal wären wir auch gerne auf dem Siegertreppchen. Darum liebe Leute, googelt nach uns was das Zeugs hält.


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