Guess what
Bevor wir vergangenen Mittwoch auf der Familienfete von Radiomann Stefan Büsser vorbei schauten, wandelten wir noch kurz über einen roten Teppich im Zürcher Niederdorf. Ein Konfektionsgeschäft im gehobenen Preissegment hatte zur feierlichen Eröffnung seiner Pforten geladen. So was ähnliches hatten wir schon letzten Herbst mitgemacht. Also etwa zwei mal pro Jahr können wir uns das geben, mehr liegt aus gesundheitlichen Gründen einfach nicht drin.
Und jetzt raten Sie mal, wen wir an diesem Abend so antrafen. Sicher haben Sie richtig geraten – roter Teppich, VIP Apéro und so, da können sie nicht weit sein. Genau, ein amtierenden Mister, eine amtierende Miss – also nicht unsere, die widmet sich dem Studium – ein Ex-Mister und diverse Ex-Missen.

Wir versuchen immer noch zu ergründen, was genau Misters, Ex-Missen und dergleichen mit Glamour zu tun haben. So sehr wir uns anstrengen, wir kommen einfach nicht dahinter. Genau so wenig, wie wir die Kriterien durchschauen, um diese sog. Schönheitswettbewerbe zu gewinnen. Gestern haben wir allerdings wieder etwas dazugelernt.
Ähnlichkeit mit dem besten vierbeinigen Freund des Menschen schadet offenbar nicht. Im Gegenteil.

Und Doppelkinn war auch in der Rennaissance schon mal ein Schönheitsideal.

Doch wir wissen ja, in der jüngeren Missen-Vergangenheit ging es vermehrt um innere Schönheit: Intellekt, Bildung, Aufrichtigkeit. Dieser Wertewandel scheint auch für die Mister Wahl Einzug gehalten zu haben – wenn wir uns das Kandidatenfeld für die kommende Mister Schweiz Wahl so ansehen.



