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Shawne Fielding

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Miss Highly Educated

Das ist heute wirklich einer für Insider, aber ich kann nicht umhin, diesen los zu werden. Sie kennen ja meine Affinität für blonde «Intellektuelle». «Rookie of the Year» in dieser Kategorie war, wie wir alle wissen, Xenia Tchoumitcheva, die auch im neuen Jahr Vollgas gibt. Aber ihr grosses Vorbild, die Übermutter der IBF (Intellectual Blondie Fraction) ist natürlich unser aller Uber-Creator:

Frau F. aus B. kann ja nicht oft genug darauf hinweisen, wie intelligent und gut gebildet sie sei. Also die Bildung kennen wir ja von ihrer eigenwilligen Schreibweise, insbesondere von Namen:

Nicht nur Herr Strass Kahn bzw. Strausse-Kahn…oder war es doch Strasse-Kran…wie auch immer, nicht nur DSK würde sich wohl die Augen reiben. Nein, dasselbe gilt auch für Uto Kulm…äähhh…Heidi Klum…

Doch kommen wir zur Intelligenz. Und wie gesagt, das ist jetzt wirklich einer für Insider. Es geht um Creative Commons, ein innovatives Lizenzsystem für den Umgang mit Urheberrechten im Netz. Es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen, aber das nur nebenbei.

Also, irgendwie hat auch Shawne davon Wind gekriegt und wollte sich wohl einmal mehr als Vorreiterin in Szene setzen. Wollte. Nur hat sie scheinbar nicht begriffen, worum es geht und wie es geht. Oder sie ist so grosszügig. Oder so blöd. Als Lizenz hat sie die Version «Attribution 3.0 Unported» gewählt. Carte Blanche für alle, ihre Inhalte zu nehmen, zu verändern und erst noch zu kommerzialisieren. Also nicht, dass irgend jemand ein Interesse hätte, ihr Blog-Gelaber für irgendwas zu verwenden. Ausser wir natürlich. Aber es geht ums Prinzip, und das hat sie definitiv nicht kapiert.

Und so sieht der Verweis auf ihre CC-Lizenz auf ihrem Blog aus:

Abgesehen von der Tatsache, dass ausser dem Link zu Creative Commons kein einziger funktioniert…kann uns jemand erklären, was die Tante uns mitzuteilen versucht? «Based on a work at google.com»….my ass…

Und um ganz sicher zu gehen, dass auch ja jeder begreift, wie gut sie Creative Commons verstanden hat und damit umzugehen weiss, hat sie den Code auch noch hier gepostet:

Noch Fragen?


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A small brain

Unsere Hauspostille Blick.ch hat ja schon ausführlich berichtet über den unsäglichen Auftritt von Bianca Bauer und Liza Andrea Kuster im RTL-Hartz-IV-Format «Explosiv». Das war wirklich zum Fremdschämen der ganz groben Sorte. Was der Blick nicht lieferte, liefern wir gerne nach – ein Medley der schönsten Szenen:

Was Sie in diesem Zusammenschnitt nicht sehen bzw. hören können: der Anlass sei derart exklusiv, dass es nur dem grossen RTL exklusiv gelang, mit der Kamera dabei zu sein. Nebst allen Lokalsendern und natürlich unseren Freunden von tillate.com. Denn organisiert wurde die Sause vom mediengeilen König Drosselbart.

Das Ganze fand im Zusammenhang mit seinem serbelnden Netzwerk «A Small World» statt. Da tummeln sich angeblich die ganz Wichtigen und Reichen. Also wir sind dort zwar auch Mitglied und viele unserer Freunde auch, aber genutzt haben wir das Netzwerk noch nie. Es kommt irgendwie nicht so richtig Freude auf.

Doch verlieren wir noch ein paar Worte zur Exklusivität dieser Veranstaltung. Eine Casting-Show-Gewinnerin, eine ehemalige Miss Earth, eine amtierende Freundin vom Mister Schweiz und eine vor Dummheit strotzende Ex-Frau eines vor Dummheit strotzenden Ex-Fussballers – das war der ganze Glitz & Glam an diesem Erbschaftstreffen. Komisch nur, das X.T. aus L. nicht dabei war, zumal ihr “guter” Freund Adrien Brody – wohl gegen eine fette Gage – eingeflogen worden ist. Vermutlich war sie da gerade auf einem Unternehmerkongress in Piönjang.

Und nun zu den beiden reichen und erfolgreichen Darstellerinnen aus der RTL-Posse. Jene, die sich das Kleid für 6’500 Stutz leisten kann, ist so erfolgreich, dass sie es schon ins Langenthaler Tagblatt geschafft hat, sich mit Anita Buri zusammen für deren Plemplem-Taschen ablichten lassen durfte, oder am Perosa-Weihnachtsapéro in Luzern den sabernden Rentnern Unterwäsche vorführen durfte.

Wie wahsinnig gut sie in der internationalen Szene vernetzt ist, zeigt auch ein Blick auf ihr LinkedIn-Profil:

Boaahhh…3 Verbindungen! Und so bescheiden – es müsste doch noch Schauspielerin und Sängerin heissen. Mindestens. Aber da kann Shawne sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die andere war mal Fräulein Erde. Was genau das sein soll, ist uns immer noch nicht klar. Ausser, dass sie gerne etwas von Nachhaltigkeit labern. Da passt Kusters grosskotziges Statement auf RTL nahtlos rein. Auch sie hat ein bemerkenswertes Palmares. Zum Beispiel in Unterwäsche an einer Geschäftseröffnung rumlungern oder sich selbst auf ein Auto kleben. Und genau wie X.T. aus L, möchte sich auch Fräulein Erde als Marke positionieren:

Sie stellt auch eine raffinierte Assoziation her: LAK steht für «luck», Glück. Das ist doch mal laterales Denken vom Feinsten. Uns fällt im Zusammenhang mit LAK aber noch eine andere Assoziation ein – das Wort endet auch mit «uck».


Das Jahr des Untergangs

Liebe Freunde der gehobenen Unterhaltung, willkommen im Jahr des Untergangs! Wie wir alle wissen, ist am 21.12.2012 Schluss – bye bye Welt. Wir wünschen Euch trotz diesen düsteren Aussichten auch im neuen Jahr viel Spass und Amusement mit unseren Selbstdarstellern. Aber weil es so kurz vor dem Ende ist, hauen wir gelegentlich noch mehr auf die Pauke. Will heissen, wir sind dann nicht einmal mehr in der Lage, die Fäh oder die Crook nieder zu machen. Während Ihr diese Zeilen lest, befinden wir uns beispielsweise immer noch im Delirium tremens.

Aber so viel Neues ist ja eh nicht zu erwarten. Der «Shooting Star» des vergangenen Jahres war ganz klar Xenia Tchoumitcheva, die offenbar noch viel mehr kann, als Shawne Fielding. Wir erwarten, dass dieser Trend auch im neuen Jahr anhält. Obwohl, von Shawne erhoffen wir uns dann schon wieder etwas mehr Dadaismus, v.a. in der Sauregurkenzeit, wenn sie überall als Notnagel herhalten muss. Ausserdem erwarten wir schlechte Werbung mit Fäh, schlechtes Englisch mit Vinzens, schlechte Sendungen mit Epilady, schlechte Musik mit Piero und schlechte Stimmung mit Sepp. Also alles wie gehabt.

Und wenn wir mal nicht für Euch da sein können, gibt’s ja immer noch das endgültige Stairemagazin «Schweizer Illustrierte», um Euch die Zeit zu vertreiben.

Prost!


Von

Ernsthafte Konkurrenz

Die Zeitschrift «Schweizer Monat» will sich offenbar wieder mal einem breiteren Publikum in Erinnerung rufen. Anders können wir uns die Titelgeschichte der Dezember Ausgabe einfach nicht erklären: ein langes Interview mit Xenia Tchoumitcheva.

Unsere Überväter und -mütter der masslosen Selbstüberschätzung – Roger Schawinski, Frank A. Meyer und Shawne Fielding – müssen sich ganz warm anziehen, denn Xenia räumt das Feld von hinten in einem Tempo auf, dass den älteren Herren und der besoffenen Dame bald schwindlig werden dürfte.

Was sie da von sich gibt, übertrifft alles Bisherige, alles! Wir wollen hier nur eine kleine Auswahl an absoluten Leckerbissen dartun. Wer das ganze Interview lesen möchte (und wir empfehlen dies wärmstens), kann das hier tun.

Allein schon der Auftakt ist ein Paukenschlag der Sonderklasse. Auf die Einstiegsfrage, weshalb sie jeden Monat eine Kolumne für den «Schweizer Monat» schreibe, antwortet das junge Ding:
«Ganz einfach: in Ihrem Magazin treffe ich auf ein breites Zielpublikum, das sich von meiner gewöhnlichen Fanbasis unterscheidet. Es gibt da Professoren, Politiker, Kreative, die sich für das interessieren, was ich denke. Unternehmer und Leute aus der Finanzindustrie, die meinen Track Record kennen.»
Also wir kennen schon ein paar Professoren, auch Politiker und Kreative erst recht. Es ist uns aber noch gar nie aufgefallen, dass die sich für irgend etwas im Zusammenhang mit Xenia interessieren würden. Die meisten wissen nicht einmal, wer das ist. Wozu auch. Und welchen Track Record?

Als sie dann viel weiter unten darauf angesprochen wird, dass der von ihr gelesene Nietzsche auch nicht eben vor Lebensfreude strotzte, meint sie dazu selbstsicher:
«Aber er hat sich einen zynischen Blick auf die Welt antrainiert, in dem ich mich zuweilen wiedererkenne. Wenn ich seine Texte lese, höre ich mich oft zu mir selber sagen: mein Gott, dieser Mann bringt das, was ich immer schon dachte, perfekt auf den Punkt! Dasselbe Lektüreerlebnis habe ich zuweilen auch bei Schopenhauer. Diese Klarheit des Denkens, die beeindruckt mich.»
Verstehen Sie die Tragweite dieser Aussage? Eine Ex-Vize-Miss und Serienpraktikantin setzt sich selbst auf die Stufe von zwei ganz grossen deutschen Denkern und Philosophen. Das löst geradezu eine Welle der Sympathie aus, finden Sie nicht auch?

Und nun kommen wir zu ihrem familiären Hintergrund. Einer Unternehmerfamilie würde sie entstammen. Da denkt man doch gleich an ihre russischen Vorfahren, welche zu Zeiten der russischen Zaren erfolgreiche Geschäfte tätigten. Weit gefehlt!
«Meine Grossmutter väterlicherseits war eine eiserne Frau, stark, bestimmt, von grosser Willenskraft. Sie hat in Magnitogorsk im Südural zu Zeiten der Sowjetunion eine grosse Fabrik geleitet.»
Unternehmer in der Sowjetunion? Nö, sorry. Im Gegensatz zu Xenia haben wir den eisernen Vorhang hautnah miterlebt. Da gab es keine Unternehmer. Da gab es nur Bürokraten und Technokraten. Und ein gepeinigtes Volk, welches die realitätsfremden Wirtschaftspläne der dogmatischen Parteibonzen in die Tat umsetzen musste.

Aber damit nicht genug, sie setzt noch einen oben drauf:
«Ihr Sohn, also mein Vater, war ebenfalls Unternehmer in der Stahlbranche, zuerst in der Sowjetunion, später, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, in der Schweiz.»
Noch einmal zum Mitschreiben: Unternehmer gründen und führen privatwirtschaftliche Unternehmen. Die Sowjetunion kannte keine Privatwirtschaft, es wurde alles verstaatlicht, als die Bolschewisten an die Macht kamen.

Und dann kommen wir wieder zu unserem Lieblingsthema, ihre Karriere als Investmentbankerin. Dieses Mal erklärt sie uns, weshalb sie den Dienst bei JP Morgan quittiert hat:
«Dieses Dasein ist nicht für mich gemacht, und deshalb habe ich meinen Dienst quittiert. Ich arbeitete hart, und ein Grossteil dessen, was ich in der kurzen Zeit meiner Anstellung an Mehrwert generieren konnte, ging in die Kasse der Bank. Das widerspricht meinem Leistungsdenken. Wenn ich Mehrwert schaffe, dann will ich auch, dass dieser Mehrwert mir zukommt. Das Jahr bei JP Morgan hat mich dennoch weitergebracht.»
Sie war zwei, höchstens drei Monate bei JP Morgan, nicht ein Jahr. Das ist schlicht und einfach gelogen. Das widerspricht meinem Leistungsdenken…doch kommen wir zum Mehrwert – Mehrwert für ein globales Finanzinstitut in zwei Monaten? Mädel, Praktikanten kosten Firmen Geld, das ist eine Investition in die Zukunft, in der Hoffnung, dass Sie mal Mehrwert generieren werden, aber doch nicht in zwei Monaten…also bitte, strapaziere doch unsere Geduld nicht ungebührlich!

Wenden wir uns noch Hollywood zu:
«ich habe schon Filme gemacht, und ich kenne da mittlerweile einige interessante Leute. Aber ich bin keine geborene Schauspielerin und habe bisher auch nicht ein halbes Leben in diesen Beruf investiert. Meine schauspielerischen Möglichkeiten sind beschränkt.»
Dem stimmen wir unumwunden zu. Aber beschränkt bezieht sich doch nicht bloss auf die schauspielerischen Möglichkeiten? Mädchen, Mädchen, wo bleibt dein klares Denken à la Schopenhauer?

So, das kann nur noch mit dieser Aussage abgerundet werden:
«Ich bin nicht nur das Showgirl, sondern habe auch eine intellektuelle Seite.»
Wer die ganze Zeit von seiner intellektuellen Seite schwafelt, hat genau diese eben nicht. Oder kennen Sie eine(n) Intellektuelle(n), die/der dieses Attribut immer wieder hervorheben muss? Ausser natürlich Roger Schawinski, Frank A. Meyer oder Shawne Fielding. Eben.


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