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Roger Schawinski

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Die Stellvertreter

Was haben wir nicht schon Aufregendes durchgemacht in diesem noch jungen Jahr. Das Jahr begann mit einem Paukenschlag: dem Rücktritt des SNB-Präsidenten. Danach folgte die aufregende, von Xenia in Auftrag gegebene und bezahlte Bildstrecke von Xenias Liebesurlaub mit Alonso in Rom. Wir lachen heute noch Tränen, wenn wir uns die Bilder anschauen. Und nun bewegt unser Land – nebst der Kälte – die Babypause der g&g-Moderatorin Nicole Berchtold. Lange, traurige Wochen stehen uns bevor bis dieses SRF-Aushängeschild endlich wieder am Bildschirm zu sehen sein wird.

Damit sich die verbleibenden Moderatorinnen Sara Hildebrand und Annina Frey – letztere ist ja v.a. damit beschäftigt, sich überall selbst in Szene zu setzen – nicht überarbeiten, musste also für Ersatz gesorgt werden. Und da ist man doch gleich in dem Teich fündig geworden, in dem man selbst fischt. Eine Hand wäscht die andere, sozusagen.

Wir werden also in den kommenden Monaten das Vergnügen haben, uns von prominenten Ersatzmoderatorinnen und -moderatoren durch die vorabendliche Welt der Belanglosigkeit führen zu lassen. Und das sind die «Glücklichen»:

Quelle: SI Online

Sonderbare Auswahl. Sehr sonderbar. Ob die alle knapp bei Kasse sind?

Wie auch immer, das Problem hätte man viel einfacher lösen können. Und v.a. viel kosteneffizienter. Aber sparen war bekanntlich noch nie eine Leutschenbach-Tugend. Aus unserer Sicht hätte man die sechs Wochen getrost auf zwei bestehende Mitarbeiter verteilen können: Roger Schawinski und Steffi Buchli.

Von Schawi weiss man ja, dass er seine Gegenüber nie ausreden lässt, regelmässig unter der Gürtellinie austeilt und dann fürchterlich eingeschnappt ist, wenn seine Opfer kontern. Und da er ja am liebsten über sich selbst spricht, ist das Sendekonzept sehr einfach. Als Eröffnungs- und als Schlussbeitrag gibt es in jeder Sendung ein Interview von Schawinski mit Schawinski. Da kann er seine grossen Errungenschaften und Erfindungen ausgiebig beschönigen. Dazwischen gibt es jeweils ein Interview mit einer Ex-Miss-Kandidatin, welche in Form eines lebensgrossen Pappkartons ins Studio gestellt wird. Die brauchen ja nicht zu reden, denn sie haben eh nichts zu sagen. Und Schawinski würde dem, was sie nicht zu sagen haben, auch gar nicht zuhören.

Mit Steffi Buchli würde sich das sehr ähnlich verhalten. Die liefert sich mit Annina Frey bekanntlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wer sich öfter in sehr speziellen Outfits auf roten Teppichen ablichten lässt. Doch in einer Disziplin hat sie Nase definitv vorn: sie lässt sich dann auch immer noch interviewen, vorzugsweise von den Kollegen von g&g. Trifft sich doch gut! Steffi Buchli tingelt mit Steffi Buchli von Cupli-Event zu Cupli-Event und führt Interviews mit Steffi Buchli. Dabei führt sie uns ihre gesamte Garderobe des Grauens vor und zeigt uns auch immer wieder das grässliche Tattoo auf ihrem Rücken.

So macht man das, liebes SRF.


Donnerstag, 09. Februar 2012, 07:00
Kategorie: Frauen, Männer, TV

Krippenspiel des Grauens


Auch ganz wichtig beim Krippenspiel: die Engel, die die frohe Kunde heraus gesungen haben. Ob dem so war, wissen wir zwar nicht, aber es passt irgendwie zu unseren Darstellern. Fangen wir mit Erzengel Gabriel an, verkörpert von Scherzbengel Roger.

Gabriel heisst zu deutsch «Mann/Kraft/Held Gottes». Noch Fragen, weshalb für diese Rolle wirklich nur Roger Schawinski in Frage kommt? Unser Held, der nicht genügend oft und laut betonen kann, wie toll er sich findet. Ob er allerdings der Held von Sepp Blatter ist, wagen wir zu bezweifeln.


Dienstag, 20. Dezember 2011, 07:00
Kategorie: Adventskalender
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Ernsthafte Konkurrenz

Die Zeitschrift «Schweizer Monat» will sich offenbar wieder mal einem breiteren Publikum in Erinnerung rufen. Anders können wir uns die Titelgeschichte der Dezember Ausgabe einfach nicht erklären: ein langes Interview mit Xenia Tchoumitcheva.

Unsere Überväter und -mütter der masslosen Selbstüberschätzung – Roger Schawinski, Frank A. Meyer und Shawne Fielding – müssen sich ganz warm anziehen, denn Xenia räumt das Feld von hinten in einem Tempo auf, dass den älteren Herren und der besoffenen Dame bald schwindlig werden dürfte.

Was sie da von sich gibt, übertrifft alles Bisherige, alles! Wir wollen hier nur eine kleine Auswahl an absoluten Leckerbissen dartun. Wer das ganze Interview lesen möchte (und wir empfehlen dies wärmstens), kann das hier tun.

Allein schon der Auftakt ist ein Paukenschlag der Sonderklasse. Auf die Einstiegsfrage, weshalb sie jeden Monat eine Kolumne für den «Schweizer Monat» schreibe, antwortet das junge Ding:
«Ganz einfach: in Ihrem Magazin treffe ich auf ein breites Zielpublikum, das sich von meiner gewöhnlichen Fanbasis unterscheidet. Es gibt da Professoren, Politiker, Kreative, die sich für das interessieren, was ich denke. Unternehmer und Leute aus der Finanzindustrie, die meinen Track Record kennen.»
Also wir kennen schon ein paar Professoren, auch Politiker und Kreative erst recht. Es ist uns aber noch gar nie aufgefallen, dass die sich für irgend etwas im Zusammenhang mit Xenia interessieren würden. Die meisten wissen nicht einmal, wer das ist. Wozu auch. Und welchen Track Record?

Als sie dann viel weiter unten darauf angesprochen wird, dass der von ihr gelesene Nietzsche auch nicht eben vor Lebensfreude strotzte, meint sie dazu selbstsicher:
«Aber er hat sich einen zynischen Blick auf die Welt antrainiert, in dem ich mich zuweilen wiedererkenne. Wenn ich seine Texte lese, höre ich mich oft zu mir selber sagen: mein Gott, dieser Mann bringt das, was ich immer schon dachte, perfekt auf den Punkt! Dasselbe Lektüreerlebnis habe ich zuweilen auch bei Schopenhauer. Diese Klarheit des Denkens, die beeindruckt mich.»
Verstehen Sie die Tragweite dieser Aussage? Eine Ex-Vize-Miss und Serienpraktikantin setzt sich selbst auf die Stufe von zwei ganz grossen deutschen Denkern und Philosophen. Das löst geradezu eine Welle der Sympathie aus, finden Sie nicht auch?

Und nun kommen wir zu ihrem familiären Hintergrund. Einer Unternehmerfamilie würde sie entstammen. Da denkt man doch gleich an ihre russischen Vorfahren, welche zu Zeiten der russischen Zaren erfolgreiche Geschäfte tätigten. Weit gefehlt!
«Meine Grossmutter väterlicherseits war eine eiserne Frau, stark, bestimmt, von grosser Willenskraft. Sie hat in Magnitogorsk im Südural zu Zeiten der Sowjetunion eine grosse Fabrik geleitet.»
Unternehmer in der Sowjetunion? Nö, sorry. Im Gegensatz zu Xenia haben wir den eisernen Vorhang hautnah miterlebt. Da gab es keine Unternehmer. Da gab es nur Bürokraten und Technokraten. Und ein gepeinigtes Volk, welches die realitätsfremden Wirtschaftspläne der dogmatischen Parteibonzen in die Tat umsetzen musste.

Aber damit nicht genug, sie setzt noch einen oben drauf:
«Ihr Sohn, also mein Vater, war ebenfalls Unternehmer in der Stahlbranche, zuerst in der Sowjetunion, später, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, in der Schweiz.»
Noch einmal zum Mitschreiben: Unternehmer gründen und führen privatwirtschaftliche Unternehmen. Die Sowjetunion kannte keine Privatwirtschaft, es wurde alles verstaatlicht, als die Bolschewisten an die Macht kamen.

Und dann kommen wir wieder zu unserem Lieblingsthema, ihre Karriere als Investmentbankerin. Dieses Mal erklärt sie uns, weshalb sie den Dienst bei JP Morgan quittiert hat:
«Dieses Dasein ist nicht für mich gemacht, und deshalb habe ich meinen Dienst quittiert. Ich arbeitete hart, und ein Grossteil dessen, was ich in der kurzen Zeit meiner Anstellung an Mehrwert generieren konnte, ging in die Kasse der Bank. Das widerspricht meinem Leistungsdenken. Wenn ich Mehrwert schaffe, dann will ich auch, dass dieser Mehrwert mir zukommt. Das Jahr bei JP Morgan hat mich dennoch weitergebracht.»
Sie war zwei, höchstens drei Monate bei JP Morgan, nicht ein Jahr. Das ist schlicht und einfach gelogen. Das widerspricht meinem Leistungsdenken…doch kommen wir zum Mehrwert – Mehrwert für ein globales Finanzinstitut in zwei Monaten? Mädel, Praktikanten kosten Firmen Geld, das ist eine Investition in die Zukunft, in der Hoffnung, dass Sie mal Mehrwert generieren werden, aber doch nicht in zwei Monaten…also bitte, strapaziere doch unsere Geduld nicht ungebührlich!

Wenden wir uns noch Hollywood zu:
«ich habe schon Filme gemacht, und ich kenne da mittlerweile einige interessante Leute. Aber ich bin keine geborene Schauspielerin und habe bisher auch nicht ein halbes Leben in diesen Beruf investiert. Meine schauspielerischen Möglichkeiten sind beschränkt.»
Dem stimmen wir unumwunden zu. Aber beschränkt bezieht sich doch nicht bloss auf die schauspielerischen Möglichkeiten? Mädchen, Mädchen, wo bleibt dein klares Denken à la Schopenhauer?

So, das kann nur noch mit dieser Aussage abgerundet werden:
«Ich bin nicht nur das Showgirl, sondern habe auch eine intellektuelle Seite.»
Wer die ganze Zeit von seiner intellektuellen Seite schwafelt, hat genau diese eben nicht. Oder kennen Sie eine(n) Intellektuelle(n), die/der dieses Attribut immer wieder hervorheben muss? Ausser natürlich Roger Schawinski, Frank A. Meyer oder Shawne Fielding. Eben.


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Die amtierende Freundin macht weiter!

Das muss ein Gefühl wie vorzeitige Weihnachten sein: die amtierende Freundin vom Mister Schweiz, Symapathieträgerin Daniela Niederer mit dem einnehmenden Lächeln, darf ihr Amt bis August 2012 behalten.
Oops…right desert wrong tent!…das ist das amtierende Lächeln:

Und wem hat sie diese Amtszeitverlängerung zu verdanken? Unserem Staatssender SRF, der unsere Konzessionsgebühren nicht mehr mit Mister- und Miss-Wahlen vergeuden will. Womit künftig, ist noch nicht ganz klar. In die Mister-Bresche ist bekanntlich aber der Privatsender 3+ gesprungen, der beachtliche Erfolge feiert, obwohl oder vielleicht weil er nicht von Roger Schawinski erfunden worden ist.

Der Senderwechsel hat zur Folge, dass die Wahlen im nächsten Jahr erst im August stattfinden werden, wie uns blick.ch kürzlich verraten hat. ‘Warum August?’ werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Wir haben scharf nachgedacht und können die Erklärung selbstverständlich liefern.

3+ ist ein Privatsender, für den Quoten überlebenswichtig sind. Ohne Quoten keine Werbeeinnahmen, das verstehen ausser FAM eigentlich alle. Um gute Quoten zu erzielen, muss man die Programmhighlights so terminieren, dass ein möglichst grosses Publikum erreicht werden kann. Das ist in den Sommermonaten bekanntlich nicht der Fall, da ist Sauergurkenzeit. TeleZüri macht es jeweils vor: Sommerzeit = Ferienzeit = Shawne-Fielding-Zeit. Wenn kaum jemand zuschaut und kein halbwegs interessanter Talkgast zur Verfügung steht, bringt man halt die Alte. Und genau nach diesem Muster verschwindet die Mister-Wahl neu im Sommerloch. Die Miss-Wahl wird wohl bald folgen. Nächste Station wäre dann, dass die beiden Veranstaltungen im schwarzen Loch verschwinden. Puff und weg.


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