
Am kommenden Sonntag müssen wir die dritte Ausgabe von “Die grössten Schweizer Hits” über uns ergehen lassen. Und wieder stehen vier mehr oder weniger süffige Titel hiesigen Pop-Schaffens einem weiteren volkstümlichen Verbrechen auf Tonträger gegenüber. Letzteres hängt einmal mehr wie ein Damokles-Schwert über unseren Häuptern. Die erste Ausgabe der diesjährigen Schweizer-Hits-Staffel hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, welche Abgründe sich auftun, wenn das gemeine Volk zum Hörer greift.
Für vergangenen Sonntag schwante uns Böses, doch unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich – Heureka – nicht bewahrheitet. Warum nur, haben wir uns gefragt, warum nur? Ganz einfach, Gölä blieb der Gruselveranstaltung fern. Was von der Zweitplatzierten Sarah-Jane wiederum nicht sonderlich goutiert wurde. Wobei, was dieselbe sonst noch so zu sagen hatte, war eh an der Grenze der Zurechnungsfähigkeit.
Wie auch immer, die Gölä-Strategie scheint sich auszuzahlen. Deshalb unsere Bitte an die vier hörbaren Nominerten für kommenden Sonntag: Züri West, Myron, Phenomden, Ritschi – bleibt bitte zu Hause. Obwohl – wenn wir es uns genau überlegen – Ritschi kann doch auftreten.