Un peu du Schmalz de Quentin
Wer kennt Quentin Mosimann? Nein, das ist nicht der Spitzenkoch mit der Glatze. Quentin Mosimann ist sowas wie die Stefanie Heinzmann der Romandie. Der Genfer gewann die 7te (!) Staffel der französischen Star Academy, also sowas wie Musicstar und wie die Selbstzerfleischungssendungen der Talentfreien alle heissen, aber für die Franzosen. Die Belgier und die Romands tun sich die Sendung natürlich auch an.

Quentin scheint allerdings etwas mehr Talent als Carmen Fenk zu haben, jedenfalls ist er beliebter und deutlich erfolgreicher, jedoch fast ausschliesslich im frankophonen Raum. Sein 2008 erschienenes Doppelalbum belegte immerhin den zweiten Platz in den französischen Albumcharts und den ersten Platz in den wallonischen Charts (Belgien) und zwei Songs schafften es auch unter die französischen Top 5 der Single Charts. Natürlich, eine Chartpositionierung sagt noch nichts über die Qualität des Songs aus, aber er schlägt sich zweifellos besser als Piero und Roberto zusammen. Und vom ehemals sehr zwittrigen Teenie-Emo-Look ist er mittlerweile auch wieder abgekommen, wie man bei Tillate sieht.
Hier eine Kostprobe seines Top-Hits:
Ziemlich schmalzig also, aber so mögens die Franzosen halt. Wer jetzt trotzdem noch mehr von Quentin um die Ohren haben will, soll sich mal auf Youtube umschauen. Da gibts zum Beispiel auch so ein etwas weniger schmalztriefendes Swing-Stück von ihm.
Klatschheftli schlägt ihn schon jetzt als nächsten offiziellen Kandidaten der Schweiz für den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo vor. Mit seinem schwülstigen Gesang kann er vielleicht an den Erfolg von 1988 anknüpfen, als Celine Dion den ersten Platz für die Schweiz erjammerte.
