Improvisationstheater und Mr. Gay
Am letzten Samstag war es also soweit. Ich durfte aufs Land fahren, um die Mister-Gay-Wahl 2011 zu besuchen. Das Theater war sehr unscheinbar. Von aussen sah es eher nach einer Lagerhalle aus. Von Innen auch. Gleich zu Beginn: Der Titel ging an den Alten, der zweite Platz an Humpty-Dumpty und der dritte Platz ging an den Exhibitionisten, welcher erneut betonte, dass er sich soooo gerne zeige.
Der Abend war der Inbegriff von Improvisation: Schon der Backstagebereich war gleichzeitig das Fumoir, die Maske und die Garderobe der Kandidaten. Improvisiert wurde auch während der Show. Falsche Finalisten wurden bekanntgegeben, die Jury brauchte zwischenzeitlich etwas länger, Mikrofone brachten Tinnitus in die Menge. Gross angekündigt wurde eine spektakuläre Bourlesque-Show. Wo diese allerdings war, habe ich nicht herausgefunden. Okay, ziemlich früh war ich eh schon erblindet:
Auch Cervelats waren angekündigt: Anita Burri, Linda Fäh, Drag-Queen Marcy Darcy sowie Stefan Büsser. Keiner dieser Vier fand den Weg nach Luzern. Letzterer habe den Veranstaltern laut eigener Aussage abgesagt, war aber trotzdem auf den Anzeigen zu finden. Dafür war Königin Shawne in der Jury. So schööön.
Während der Show war ich in Gedanken an einem Teich und warf den Enten Brot zu. Das hätte ich nämlich gerne auf die Bühne geschmissen: Ein Kandidat sah ziemlich hungrig aus.
Das grösste Highlight war für mich Nubya. Sie hat gesungen. Interessiert hat mich das aber nicht: Ihre Frisur (oder ist es eine Perücke?) war um einiges besser.

- Wir wünschen Stephan Bitterlin jedenfalls viel Vergnügen an der Miss-Schweiz-Wahl, Mister-Schweiz-Wahl, am Swissaward und an sonstigen Promisausen. Vielleicht darf er ja sogar mal den neuen Mister Schweiz treffen.
- Insgesamt war der Abend aber trotzdem sehr lustig und unterhaltsam, ich freue mich schon auf nächstes Jahr. Mit neuen Kandidaten.
- P.S: Lieber Sascha, nun weiss es auch die ganze Schweiz. Man sah alles.




