Bankenshootings, Kastrations- und Röstifragen
Wer bei einer Bank arbeitet, darf keine Shootings machen. Das weiss ich dank Andrea Vetsch. Sie hat das letzte Jahr bei einer Bank verbracht, deshalb konnten wir auch keine Fotos von ihr sehen. Ich habe zwar in den Jahren davor auch keine Fotos von ihr gesehen, aber das mag daran liegen, dass ich den Playboy wirklich wegen den interessanten Interviews kaufe und bei den Fotos halt immer verschämt die Augen schliessen, meinen Finger benetze und mit einer zügigen Handbewegung weiterblättere.
Ich habe heute bei meiner Bank nachgefragt, ob die nette Frau hinter dem Schalter Lust auf ein Shooting hätte. Ich musste mich danach ziemlich lange erklären und meine Taschen durchsuchen lassen, bis sie den Witz endlich verstanden hat (aber sie fand es nicht lustig und der Herr vom Sicherheitsdienst mit seinem Schäferhund auch nicht).
Apropos Hunde: Wieso machen unsere Schweizer Models und Sternchen eigentlich so viele Fernstudiengänge? Andrea zum Beispiel hat ihr Jus-Studium abgebrochen und wird nun ein „eidgenössisch diplomiertes Studium der Hundewissenschaften“ in einem Fernstudium absolvieren. Das kommt mir ziemlich bekannt vor: kurvige Frau, Biologie, Fernstudium (ein Schelm, wer Böses denkt und dabei einen Orangen-Jus über die Hose kleckert).
Aber Andrea hat dank ihrem Schäferhund Sphinx schon Erfahrung: „Soll ich den Hund bestrafen wenn er aufs Sofa macht? Wie schütze ich mich vor Bissen? Soll ich ihn kastrieren lassen?“ Andrea weiss die Antwort: „ … ob der Hund im Bett schläft oder nicht ist nicht zentral. Wichtig ist: Einmal Nein ist immer Nein.“
Alles durchaus zentrale Fragen, welche sie in ihrem aktuellen Bestseller „Praxishandbuch für Ersthundehalter“ beantwortet. Ich denke, dass hier Potential vorhanden ist, vielleicht gerade auch für die Jury der anstehenden Mr. Schweiz Wahl: „Ob ein Hund im Bett schläft oder nicht ist nicht zentral, die Hauptsache ist, er lässt sich nach der Wahl nicht mit seinen Eltern in einem Whirlpool fotografieren.“
Dieses Problem kennen unsere welschen Miteidgenossen künftig nicht mehr. Sie kippen die Mr. Schweiz Wahl kurzerhand aus dem Programm. Es sei zuwenig Interesse vorhanden bei unseren Copains und Copines „ennet“ dem Röstigraben. Na ja, so „aus-tiefstem-Herzen“ wollen wir Deutschschweizer den Scheiss ja auch nicht, aber einmal einen anderen Mann als immer nur Sven Epilady auf dem Bildschirm, bringt halt schon ein bisschen Abwechslung in die gute Stube. Womit ich wieder bei der Ursprungsfrage gelandet bin: „Soll ich den Hund kastrieren lassen?“
