Land der Dichter und Denker
Ist Ihnen auch schon mal aufgefallen, dass es unter unseren narzisstischen Selbstdarstellern eine ganz spezielle Untergruppe gibt, jene der Denker? Unsere Cervelatdenker sind eine lustige Spezies, sie sind nämlich v.a. Dichter. Dass sie jedoch nicht allzu viel denken, das beweisen sie immer wieder. Trotzdem lieben sie es, sich in Denkerpose ablichten zu lassen.
Einer, der wahrscheinlich nicht einmal weiss, wie man denken buchstabiert, ist der ungekrönte König der Dichtung.

Aber das ist noch lange nichts verglichen mit Gott. Gott ist punkto Dichtung unerreicht, da kann auch Lokalmatador Mike Shiva nicht mithalten. Und wie wenig er denkt, bevor er spricht, beweist er uns praktisch wöchentlich, neulich mit der Aussage, es gebe keinen Rassismus im Fussball. Umso lieber zeigt er sich in Denkerpose.
Diese schöne Tradition wird nunmehr von der Newcomerin des Jahres in Sachen Dichtung fortgeführt.
Wie wir seit Kurzem wissen, denkt Xenia dasselbe, was vor ihr Nietzsche und Schopenhauer gedacht haben. Wie wir auch seit Kurzem wissen, interessieren sich Professoren, Politiker und Kreative dafür, was Xenia denkt. Also muss sie ja was denken, oder nicht?
Das Bild entstammt übrigens dem Xenia-Kalender für das Jahr 2012. Warum nicht? Der Bauernkalender verkauft sich aus uns unerfindlichen Gründen ja auch und das verdammt gut. Langsam dämmert es, was Xenia meinte, als sie ihr eigenes Business ankündigte. Klar, dass man Schauspiel- und Investmentbanking-Karriere an den Nagel hängt, wenn man einen eigenen Kalender machen darf. Schon nur die Vorstellung, künftig in schmuddeligen Büros von kleinen Vorstadt-Werkstätten zu hängen, muss das Denken unglaublich anregen. Also das der Mechaniker.













