Was wir nach der Minarett-Verbots-Abstimmung kolportiert hatten, scheint sich zu verdichten: Renzo Blumenthal hat Grosses vor auf dem Parkett der eidgenössischen Politik. Nachdem seine Aussagen zum Abstimmungsresultat doch eher gemischte Gefühle – um nicht zu sagen Kopfschütteln – ausgelöst hatten, hat er den Lapsus umgehend korrigiert und sein politisches Fingerspitzengefühl eindrücklich unter Beweis gestellt.
Und jetzt, jetzt wird Stufe zwei gezündet, wird sozusagen aussenpolitische Feldforschung betrieben. An der Seite von Nicolas Hayek, Bertrand Picard und insbesondere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey darf Renzo als offizieller Repräsentant der Schweiz an der Weltausstellung in China amten.
Wir sind etwas irritiert und gleichzeitig beeindruckt ob dieser fast schon symbiotischen Verbindung von grossem Leistungsausweis für unser Land und spassgesellschaftlichem Helvetismus. Wir kommen nicht umhin, daraus abzuleiten, dass Renzo für sein zukünftiges politisches Amt in der Landesregierung vorbereitet werden soll. Zumal die Tage des aktuellen Bündner Bundesratssitzes wohl gezählt sein dürften. 
Renzo meint übrigens, er sei gespannt, wie das internationale Expo Publikum auf seine Erklärungen in Rätoromanisch reagieren werde. Wir auch.

Bild: Keystone
Sieben kleine Ministerlein,
Die standen auf den Decks;
Einer flog nach Libyen,
Da waren’s nur noch sechs.
Sechs kleine Ministerlein,
Die redeten viel Se(ü)nf,
Einen machte Béglé platt,
Da waren’s nur noch fünf.
Fünf kleine Ministerlein,
die fühlten sich als Alphatier;
Eine hüllte sich ins Kopftuch ein,
Da waren’s nur noch vier.
Vier kleine Ministerlein,
die suhlten sich im Einheitsbrei;
Einer frass das Gras der Macht,
Da waren’s nur noch drei.
Drei kleine Ministerlein,
die dachten sich nun heieiei;
Eine lochte Roman ein,
da waren’s nur noch zwei.
Zwei kleine Ministerlein,
Die warn’ allein wie keins;
Eine wurd’ zum Bauernopfer,
da waren’s nur noch eins.
Ein kleines Ministerlein,
Das fühlte sich so scheu;
Alle waren abgehaun’,
Und es war doch noch so neu.
Sieben kleine Ministerlein,
die wussten weder ein noch aus,
Wohin des Weges Helvetia?
Es ist und bleibt ein Graus.
Der klatschheftli.ch-Adventskalender öffnet sein 16. Türchen: Heute mit dem Kantönlipromi aus dem Wallis. Nachtrag: Die schlaftrunkene Amber meinte natürlich Genf nicht Wallis. Das mit dem Copy/Pasten muss mir offenbar mal jemand erklären…

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Was die SVP mit ihren sagenhaften Abstimmungsplakaten kann, das kann ich noch lange – so oder ähnlich wird sich Daniel Jositsch gesagt haben, als er seinem Regierungsratswahlkampf flugs mit einem Einzug bei der rezyklierten Lebensabschnittspartnerin Chantal Galladé einen kräftigen PR-Schub verlieh. Der Sonntagsblick berichtete gestern und schon ist die Geschichte in aller Munde.

Bild: Keystone
So weit, so gut. Richtig spannend wird es aber, wenn man der erfahrenen Bundeshausjournalistin Eva Novak zuhört. Diese liess sich auf Radio1 vernehmen, die Liaison Jositsch/Galladé sei keinesfalls ein Einzelfall in Bundesbern. Da würde es unzählige andere Testosteron bzw. Östrogen gesteuerte Verbindungen geben. Als Beispiel nannte Frau Novak die Liaison einer Bundesrätin mit einem SP-Nationalrat. Volltreffer! Nur Namen wollte sie keine nennen, die integre Journalistin. Da bleibt uns nur eins – spekulieren, spekulieren, spekulieren. Zur Auswahl stehen derzeit drei mögliche Turteltauben: Micheline Calmy-Rey, Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard.
Erstere, denken wir, ist es nicht. Frau Calmy-Rey ist in erster Linie mit sich selbst liiert. Soviel Narzismus erfordert zu viel Energie, als dass noch Raum für einen Partner wäre. Finden wir. Auch Frau Widmer-Schlumpf können wir uns als Protagonistin einer ausserehelichen Liebschaft eher nicht vorstellen. Bleibt also nur noch Doris Leuthard übrig. Klar, sie ist die Augenweide unseres Komödiantenstadels. Aber wer ist er?
Liebe Frau Novak, ich wollte Sie doch schon lange mal zum Essen einladen. Jetzt wäre doch ein guter Zeitpunkt, meinen Sie nicht auch?
Anmerkung der Redaktion: Frau Novak legt wert darauf, dass wir ihre Aussage insofern korrekt widergeben, als sie ganz klar in der Vergangenheitsform gesprochen habe, weil besagte bundesrätliche Liaison schon Jahre zurückliege. Was wir hiermit machen. Und unsere kleine Spekulation ist natürlich – wie immer – nicht ganz ernst gemeint…

Bild: Keystone
Offenbar erlebt Micheline Calmy-Rey einen zweiten Frühling. Neuerdings zeigt sich die Bundesrätin mit zwei Uhren am Handgelenk und schwarz gefärbten Haaren.
Beide Indizien lassen Rückschlüsse zu, wer denn bei Frau Calmy-Rey neue Energien wachrüttelt.
Es könnte sich dabei um Nicolas Hayek handeln: Er überrascht seine Liebste immer wieder mit neuen Uhren und zum Dank trägt Micheline ihre Haare schwarz wie das in Beirut so üblich ist.
Für die diesjährige Bundesratsreise hat sich jede unserer Bundesrätinnen ein eigenes Motto ausgedacht.
Micheline Calmy-Rey kam topaktuell im R.I.P.M.J.-Look:

Eveline Widmer-Schlumpf entschied sich für das Thema «Jung». Sie bediente sich dazu in der Garderobe ihrer Enkel:

Doris Leuthard kam nach dem Motto «Schwanger». Ob sie wirklich schwanger ist, wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass Bliggs Ex-Freundin und Popsägnerin Emel schwanger ist. Ihr Bäuchlein können wir euch leider nicht zeigen, dafür den Vater des Kindes. Es ist Frank-Bodin-der-Werber.


Bild: Werbewoche
Bilder der Bundesrätinnen: SI
Im Januar haben wir uns schon einmal gefragt, welches Rätsel sich hinter einem doch eher unkonventionellen und auch geschmacklich grenzwertigen Aufrtitt unserer Bundesrätin Micheline Calmy-Rey verbergen könnte.
Und jetzt das: Calmy-Rey’s Rats- und Parteikollege präsentiert sich mit einem auffälligen roten Frauenring am linken Ringfinger.

Hat er irrtümlich in die Schmuckschatulle seiner Frau gegriffen, als er nach dem Ehering suchte? Oder ist er etwa doch dem ominösen Orden von ‘Dimitri’ Calmy-Rey beigetreten?
In etwa so kam es mir heute morgen vor, als ich mir den Tages-Anzeiger zu Gemüte führen wollte. War das ein Bild einer Sektenführerin, das mir da auf Seite 4 ins Auge sprang? Gekoppelt mit der als Titel aufgeführten Aussage “Ja, ich bin stur” war dieser Schluss naheliegend. Um so grösser war dann mein Erstaunen, als ich feststellte, dass es sich auf diesem Bild um niemanden anderen als unsere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey handelt.

In der Bildlegende wird Calmy-Rey übrigens mit den Worten zitiert “Sie werden doch nicht über meinen Mantel schreiben”. Der TA vielleicht nicht, wir schon. Wir sind es unseren Lesern schuldig. Immerhin wurde dieses Prachtsstück mit Steuergeldern finanziert. Lange habe ich mich mit der Frage beschäftigt, was einen zur Wahl eines solchen Kleidungsstücks bewegen könnte. Bis mir plötzlich die Erleuchtung kam: das Siegel auf der amerikanischen 1-Dollar-Note.

Womit der Beweis einmal mehr erbracht ist, dass sich unsere Aussenministerin als stilsichere Visionärin auf internationalem Parkett entpuppt. Oder glauben Sie nicht, dass ihre US Amtskollegin Hillary Clinton ob so viel Ehrerbietung zu Tränen gerührt sein wird?