In die Höhe sollst du fliegen, an die Spitze. Wünschen wir uns…haben wir uns wohl schon bald nur noch gewünscht. Red Bull brauchst du nicht, lieber Michi. Solche Ohren verleihen auch ohne Energy Drink Flügel. Quasi ein Fleisch gewordener ‘Wingsuit’. Wir befürchten allerdings, dass die Flugdestination mit diesem Titel Oslo-Zürich einfach heissen wird. Und dies nicht etwa, weil Zürich der Austragungsort vom Eurovision Song Contest 2011 sein wird.
Am Swiss Award wurde der Starchirurg René Prêtre zum Schweizer des Jahres gewählt. Starchirurg klingt und zieht doch saugut. Sobald er aus Mabuto zurück ist, wird ihm genau wie der Dekolleté-Francine ein Dauer-Abo beim SF auf sicher sein.
Bild: Noë Flum
Aber das SF feierte natürlich in erster Linie sich selbst. Alles war da, das einigermassen in ein Kleid oder einen Anzug passte. Sven Epiney half den Cervelats aus den Autos und stellte ihnen Fragen wie, von wem denn ihr Kleid sei und wie es sich anfühle, bei -5 Grad über den Roten Teppich zu gehen. Linda Fäh beantwortete letztere Frage beispielsweise mit: «Löcki.» (Ich tippe auf Drogen…)
Drinnen auf der Showbühne schien Sandra Studer ihre besten Tage gesehen zu haben. Sie holte sich Tipps bei Nena und fragte Jan Delay, weshalb er sich denn Jan Verzögerung nenne? Zum Glück war das keine Doppelmoderation mit dem anderen Haspli Beni Tiger. Dieser beschritt den Roten Teppich übrigens zusammen mit Christine Egerszegi. Sie habe ihn auf einem Sportplatz aufgegabelt.
Gebrabel hier, ein Gähnchen da… doch dann kam der grosse Auftritt von Amanda Nikolic. Wenn Sie im nachfolgenden Video genau hinsehen, erkennen Sie sie als eine der drei Background-Sängerinnen von Michael von der Heide. Dieser stellte im Rahmen des Swiss Award seine 0-Nummer bzw. ESC-Nummer vor.
TV-Kritik: Wer die grössten Schweizer Hits mag, dem gefällt auch der «Swiss Award» – der gleiche Chnorz, nur anders betitelt.
Wir freuen uns schon heute auf das grosse Samstagabend-Spektakel “SwissAward” 2009. Wozu und weshalb es diese jährliche Veranstaltung gibt, ist uns schleierhaft. Ausser natürlich, dass die happigen Konzessionsgebühren ja irgendwie verpulvert werden müssen. Aber diese Preisverleihungen haben Hochkonjunktur. Es grassiert ein Award-Fieber in unserem Land, das schon bald an die Missen-Manie grenzt.
Nun denn, am Samstag sollen wieder Schweizer Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft, Show und Politik ausgezeichnet werden. Und als Höhepunkt gibt es dann auch noch eine Schweizerin oder einen Schweizer des Jahres. An dieser Wahl dürfen sogar Vertreter des Sports teilnehmen. Diese wurden ja bereits anlässlich einer eigenen Gala gekürt. Alles etwas kompliziert, finden wir.
Wie auch immer, das sind die Nominierten:
Bild: sf.tv
Keine Ahnung, weshalb gerade diese Damen und Herren ausgewählt worden sind. Unsere Favoriten der jeweiligen Kategorie wären jedenfalls ganz andere:
Kultur: Piero Esteriore für sein unermüdliches Suchen nach seinem Platz in der Musikbranche. Mal lustige Schlager, mal rockige Clubbeats, tolle Videos, professionelle Videoinszenierungen, ein wahrer Kulturschaffender halt. Gesellschaft: Carl Hirschmann für seinen unermüdlichen Einsatz für Recht und Gerechtigkeit. Seine Faust kennt keine Berührungsängste, ob das Näschen weiblich oder männlich ist. Mutig stellt er sich den Widersachern in den Weg, notfalls mit Hilfe seiner Bodyguards. Wirtschaft: Shawne Fielding für ihren unermüdlichen Einsatz für den Aufbau einer Marke, einer Marke ohne Produkt, einer Marke, hinter der nichts steckt. Rein gar nichts. Show: Linda Fäh für ihr unermüdliches ‘umerocke’. Ob mit Gesang, Schlagzeug oder Gummigitarre. Linda sorgt für Stimmung. Ausserdem besitzt sie das Show-off Bett par excellence. Politik: Hans-Rudolf Merz für seinen unermüdlichen Einsatz im Bemühen um die Rückführung des Gepäcks der Libyen-Geiseln.
Freuen dürfen wir uns übrigens auch auf die Uraufführung der nächsten Eurovision-Song-Contest-Nullnummer: Michael von der Heide wird seinen Beitrag ‘Il pleut de l’or’ trällern. Goldene Nullen. Soo schööön!