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Michael von der Heide

Zurückziehen!

Alle Jahre wieder findet der Concours Eurovision de la Chanson (neu: Eurovision Song Contest) irgendwo in einem Land in Europa statt. Manchmal kann es sogar auch sein, dass er in Asien stattfindet. Nehmen doch auch Länder am Liederwettbewerb teil, die nicht mal in Europa sind. Wahrscheinlich um die Vielfalt zu verstärken. Und um mehr Geld einzutreiben. Am letzten Samstag hat sogar ein asiatisches Land den Song Contest gewonnen: Aserbaidschan.

Sie hat auch fast gewonnen: Anna Rossinelli belegte den letzten Platz.

Die Schweiz jubelte: Mit einem Punkt Vorsprung vor der Konkurrenz haben wir es ins Finale des ESC (wie man so unter Profis sagt) geschafft. «Jetzt ist alles möglich!» titelte beispielsweise «20 Minuten». Denkste: die Anna-Euphorie war nach dem Finale vorbei. Letzter Platz, aber satte 19 Punkte mehr als Gunvor und Piero zusammen. 10 Punkte kamen aus Grossbritanien und noch ein paar aus dem Balkan. Dafür waren die Übertragungen alle so schön, denn der Sven hat wieder kommentiert. Und zwar so, dass man die Moderatoren des eigentlichen Anlasses nie hören konnte. Gut gemacht Sven, stahsch au gern im Mittelpunkt, gäll! Zum Glück gab es Erlösung beim ersten Deutschen Fernsehen und Peter Urban.

Wie jedes Jahr wurde wieder getitelt:

Auch ich finde, dass wir uns wirklich wundern sollten, wieso wir mit dieser fesselnden Nummer der, vom SRF natürlich top-vermarkten, Anna nicht gewonnen haben? Ein Sieg wäre ja das mindeste! Schon nach DJ Bobo und Michael von der Heide habe ich mich schwer gewundert. Der Song-Contest hätte eigentlich ja jedes Jahr in der Schweiz stattfinden sollen, wenn es nur um die Musik ginge.

Deshalb fordere ich: Aufhören! Für was nehmen wir noch an diesem Wettbewerb teil? Was bringt es uns? Wir gewinnen sowieso nicht und ausserdem kostet uns die ganze Übertragung noch Geld. Nathalie Rickli kann ein Lied davon singen. Und wer übernimmt immer die Spesen? Natürlich auch der Staat und die Sponsoren! Nächstes Jahr, wenn diese Micky-Mouse-Veranstaltung in Polen und der Ukraine ist, werde ich selbstverständlich nicht einschalten! Vermutlich kommen wir ja eh nicht ins Finale, Othmar sei dank! Und wer soll in 3 Jahren den Zirkus in Brasilien bezahlen? Und das geht dann sogar noch vier Wochen! Also: Aussteigen aus diesen ganzen Veranstaltungen! Adios EM und WM!

P.S: Die wirkliche Ironie liegt ja darin, dass wir im Falle eines Gewinnes vom Eurovision Song Contest ein vielfaches des Geldes, welches wir nun bezahlen, ausgeben müssten.


Oh, mein Trara!

Man sollte ja nicht immer zurückschauen, und vom Eurovision Lenacontest hat man jetzt auch genug gelesen. Also richten wir unser Augenmerk nach vorne in Richtung 2011. Und da glimmt ein Lichtlein am Ende des Tunnels. Besser gesagt, es strahlt ein 86-jähriges Flutlicht namens Lyz Assia. Die olle Lenzburgerin (wie Lady Tom, autsch!) will ERNSTHAFT die Schweiz in Deutschland beim Eurowischen Schubidu vertreten.

Endlich eine Frau mit Eiern! Denn wenn es eine kann, dann die rotgetönte Ledertasche, schliesslich hat sie beim allersersten Concours schon geputzt! Okay, die Céline Dion hat auch schon bewiesen, dass sie für Eidgenossen den Sieg holen kann, aber die kann nicht, die hat grad ein Doppelbüürli im Ofen.

Um die Spannung und die Zuschauerzahlen des Schweizer Farbfernsehens zu erhöhen, sollte sich Lyssi (wie Leni, ist jetzt eben trendi, so ein “i” am Schluss) aber bei einer Vorausscheidung gegen andere Anwärter durchsetzen müssen. Wir hätten hier schon mal ein paar Vorschläge für die Mitbewerber, die Ihre Songs ganz der grossen alten Chansontrulla widmen werden:

Linda Fäh mit „You can win if you want“

Ritschi (der von Plüsch dänk) mit “You win again”

Renzo Blumenthal and the Mister Singers mit „The Winner takes it all“

Michi von der Heide (weil’s so schön war) mit “Hit me Baby one more time”

Und zu guter letzt Celtic Frost mit „Are you morbid?“ 

Über weitere Vorschläge freut sich klatschheftli.ch schampar.


Donnerstag, 03. Juni 2010, 12:59
Kategorie: TV

Dann wenigstens im Klatschheftli…

Wenn’s schon mit dem ersten Platz am Eurovision und mit weltweiter Aufmerksamkeit bis nach Belutschistan nicht geklappt hat, dann will man wenigstens im Klatschheftli Präsenz markieren. Wir tun den beiden Süssen den Gefallen und reihen sie in unsere Brillenschlangenalbum ein. Voila!

Brillenschlange Michi mit Gogomandy, dem Singvögelchen, das uns das kürzlich gezwitschert hat…


Freitag, 28. Mai 2010, 10:15
Kategorie: Musik, TV
Von

Il pleut des larmes

Bild: Keystone

Wir haben es ja vorhergesagt: nix mit Goldregen! Tränen werden heute Abend vergossen. Der Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest ist einmal mehr kläglich im Halbfinale gescheitert. Nach möglichen Erklärungen zu suchen, wird wieder einmal das Steckenpferd unserer Medien sein.

War es der falsche Song? Haben uns die bösen Oststaaten einmal mehr gemobbt? Was hat das restliche Europa bloss gegen unser Land? Man könnte daraus einen politischen Disput machen – die SP könnte der SVP vorwerfen, unser alljährliches Scheitern sei das Resultat ihrer europafeindlichen Haltung. Die SVP wiederum könnte dann kontern, wenn ihre Ausländerpolitik auch europaweit konsequent umgesetzt worden wäre, hätte dieses Pack aus dem Osten nie die Oberhand gewinnen können. Und die FDP und die CVP könnten wie immer nichts sagen – jedenfalls nichts Eigenständiges.

Wie auch immer, wir glauben, den wahren Grund für Michaels Scheitern zu kennen. Der Mann ist medienscheu, kamerascheu. Da trällert er sein Liedchen vergangenen Samstag Abend auf der Estland-Party (Auf Stimmenfang bei den Ostgoten?) und wird auf der sichtlich kleinen Bühnen von einem Kameramann während seines Auftritts gefilmt. Jeder Musiker ist dankbar für solche Aufmerksamkeit und kann nicht oft genug in die Kamera äugen. Nicht so unser Michel von Lönneberga. Der versucht doch tatsächlich, den Kameramann während seines Auftritts von der Bühne zu komplimentieren: “gang abää!!!!”

Den ganzen Auftritt kann man hier anschauen.


Donnerstag, 27. Mai 2010, 22:56
Kategorie: Männer, Musik, TV
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