Mit Vollgas in die Wand
Viel wurde gestern und heute schon getwittert, gebloggt, gepostet (ui, all diese Schandwörter…) über den verbalen Erguss des inFAMosen Blick-Chefpublizisten Frank A. Meyer im SontagsBlick. Wir können’s leider auch nicht lassen.
Eine kh-Leserin hat u.a. die Frage aufgeworfen, wer eigentlich FAMs Styleberater sei. Und meinte, das sei vielleicht ein Fall für klatschheftli.ch. Das meinten wir auch. Aber so schlechte Styleberater gibt es gar nicht. Es sei denn, es sind als Styleberater getarnte Medienberater. Denn irgendjemand muss dem Herrn Meyer doch diese ignorante Blindheit eingeflüstert haben.
Der Herr Ringier, jedenfalls, der weiss ja, dass im Internet bloss “Gewäsch von Dumpfbeuteln”, “Schwachsinn” und “Schrott” zu lesen ist (Anmerkung der Red.: die Kolumne von Herrn Meyer haben wir online gelesen…). Und das hat ihm wohl der Herr Meyer gesteckt, der wiederum vom “Styleberater” gecoacht worden sein dürfte.. und zusammen wollen sie scheint’s diese Büchse der Pandora schnellstens zuschweissen, um die Auflagen ihrer Printtitel in ungeahnte Höhen zu treiben. Viel Glück! Schon bestimmt, wer das Licht löschen darf?
Aber für den Herrn Meyer, für den haben wir was ganz Feines auf Lager, nachdem das Licht gelöscht worden ist. Wir Eidgenossen brauchen bekanntlich einen Nachfolger für Pascal Couchepin.
Und während die FDP, wie in der jüngeren Vergangenheit eigentlich üblich, ein heilloses (Kandidaten-)Durcheinander veranstaltet, die CVP in christlicher Nächstenliebe ihr JeKaMi betreibt und unsere “Sünneli”-Partei früher oder später mit einem Zweihänder auf zwei Beinen mit der Tür ins Haus fallen wird, portieren wir still und leise Frank A. Meyer als den einzig valablen Kandidaten für die Couchepin-Nachfolge. Ob linksliberal, rechtsliberal oder was auch immer, spielt in diesem Kaffee-Kränzchen-Kabinett überhaupt keine Rolle. Was zählt, sind ziemlich viel Selbstverliebtheit, eine grosse Portion Visionslosigkeit, Affinität zum Stillstand, sehr viel Verhinderungswut und noch viel mehr Regulierungswut, und alles schön gemixt zum Elfenbeinturm-Cocooning. Nun denn: Meyer for Bundesrat!


