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Matthias Aebischer

Durchfall

Eigentlich heisst er ja Skyfall, der neue Bond. Aber hier soll weniger vom Film selber die Rede sein, sondern von seiner unausweichlichen Begleiterscheinung, der Premiere. Nicht die Premiere in London, nein die hier bei uns in der Provinz, in Zürich. Und da ist dieser Anlass jeweils begleitet von allerlei Regional-Cervelats, welche nicht den Eindruck machen als wären sie vom Himmel gefallen, sondern eher aus einem … na eben, deshalb der Titel Durchfall.

Keine speziellen Cervelats übrigens, sondern die gleichen, die sich auch zeigen, wenn irgendwo ein Dosenbach eröffnet oder sonstwie ein Hund verlocht wird. Anders gesagt, der Anlass war eigentlich auch hier eher nebensächlich. Letzten Freitag war es wieder soweit. Premiere im Abaton in Zürich. Der Blick berichtete.

Und da kamen sie also alle wieder aus ihren Löchern gekrochen. Hochinteressante und überraschende Gäste wie zum Beispiel das Ex-Spengler-Katalog Model Christina, wie bisher mit Dauerwelle und Toyboy, aber neu mit Bäuchlein. Wir hoffen mal für Christina, dass der Film nicht auf englisch gezeigt wurde.

Patricia Boserwicht und ihr Kleid sahen aus als warteten sie schon monatelang auf diese Bond-Premiere, denn wo sonst hätte sie sich mit diesem albernen Einschusslöcher-Fummel zeigen können?

Das Tolle an Slim-Line Cervelat Nadja Schildknecht ist, dass man sie vor jede Werbetafel stellen kann, ohne das sie die Schriftzüge dahinter verdeckt.

Im Gegensatz zum Zürcher Dr. No und seiner Begleitung, die aussahen als hätten sie sich “Circus Conelli” statt “Bond-Premiere” in die Agenda geschrieben.

Äh-was-soll-i-sage-isch-bitz-schwierig-jo-i-tengg-emol my name is Yakin, Hakan Yakin.

Daniel Craig war nicht da, aber dafür wurde Matthias Aebischer als Pierce Brosnan Double engagiert.

„Bond ist ein Rebell, das verbindet uns irgendwie“ wusste Nik Hartmann auf die Frage nach seinem Verhältnis zu James Bond. Wir wissen zwar nicht so recht was an James Bond rebellisch sein soll, aber noch viel weniger wissen wir, was es an Nik Hartmann sein soll.

Und da offenbar niemand daran gedacht hat, an der Tür ein “Wir müssen draussen bleiben” Schild anzubringen, strapazierte auch dieses illustre Pärchen wieder mal die Kameralinsen. Es war ja auch Skyfall und nicht Casino Royale. Und dem Nerz von Irina der Schrecklichen sieht man geradezu an, wie glücklich er ist, mit ins Kino zu dürfen, statt draussen im Wald übernachten zu müssen.

Dieses Mal hatte übrigens auch niemand Angst, dass die Bellers zu dominant sein könnten, denn hier war eigentlich nur ein geladener Gast wirklich dominant und hatte Style: Martin, Aston Martin.

Und wer jetzt schon erstaunt denkt “Was, ein Anlass ohne Vera Dillier?”, den muss ich enttäuschen, respektive auf den Konsum (auf eigene Gefahr) des kurzen Filmchens auf Blick.ch verweisen, wo sie unter anderem ein Kurzreferat über die Waffen einer Frau hält.

Und ich brauch jetzt glaub ein Quantum Trost. Cheers.


Kandidaten entlarvt!

Seit einigen Wochen lächeln sie uns von den Plakatwänden herab, vom Bildschirm oder aus dem Abfall hinaus entgegen: Die Kandidatinnen und Kandidaten für die National- und Ständeratswahlen diesen Herbst.

Alle möchten ihren Namen in die Köpfe der Wähler bringen. Einige versuchen es mit absurden Parolen, andere mit absurden Frisuren und wieder andere mit Kampagnen am Rande des Erlaubten. Doch es gibt auch diejenigen, die es genau umgekehrt machen: Ihre Namen wären nämlich schon bekannt, aber weil der Nervenkitzel grösser ist, haben sie sich unter anderen Namen zur Wahl gemeldet. Wir haben uns die Mühe gemacht und die Farce für euch aufgedeckt.

Da wäre beispielsweise Jacqueline Badran (SP/ZH), sie ist im wirklichen Leben auch unter dem Namen Gérard Depardieu unterwegs.

Jacqueline Badran

Karl Zweifel (SVP/ZH) ist aus der Vergangenheit und heisst weder Karl, noch gibt es Zweifel, dass er eigentlich Prinz Eisenherz heisst.

Karl Zweifel

Hinter Ranjeet Guptara (EVP/ZH) steckt eigentlich Ritchie von Plüsch. Wenn ihm sein Manager schon verboten hat, indische Einflüsse in die Plüsch-Lieder zu bringen, so soll wenigstens sein Name mal richtig indisch klingen.

Ranjeet Guptara

Hinter Matthias Aebischer (SP/BE) steckt eigentlich Matthias Aebischer, der Mann, den wir aus dem TV kennen. Lustig aber auch.

Matthias Aebischer

Patrizio Fusco (SP/ZH) ist im richtigen Leben Italiener, interessiert sich für Autos und Models und heisst Flavio Briatore. Wieso mal nicht was ganz anderes, muss er sich gesagt haben.

Patrizio Fusco

Oft schon haben wir uns gefragt, was eigentlich aus Al Bundys Peggy geworden ist. Nun ist uns ein Licht aufgegangen: Sie kandidiert (nun natürlich etwas älter) unter dem Namen Carmen Walker Späh für die Zürcher FDP.

Carmen Walker Spaeh

Auch Thomas Vogel heisst im richtigen Leben natürlich nicht Thomas Vogel. Aber der Herr hat sich schon lange einen etwas uncooleren Namen als Bud Spencer gewünscht.

Thomas Vogel

Wir sind sicher, dass diese Strategie noch von viel mehr Kandidaten verfolgt wird. Hinweise sind willkommen.


Roger Köppels Osternest

‘Getting things done’ ist eine nicht nur bei Managern beliebte Methode, Aufgaben effizient zu erledigen. In der aktuellen Ausgabe der Weltwoche wurde dieser Begriff etwas überstrapaziert und der Schuss ging kräftig nach hinten los.

Bild: weltwoche.ch

Was unter dem Titel «Gratis-TV-Spot für 259’014 Franken» als Attacke gegen die SP geplant war wurde unerwartet zu einer grossartigen PR Aktion für Ex-TV-Moderator Matthias Aebischer. Der kurzfristige Rauswurf aus der Sendung hat Matthias auch einige neue Freunde auf Twitter gebracht, wo er die kurzfristige Terminabsage kommentiert und am Tag nach der Sendung noch folgenden «Tweet» in das Nirvana des Internet entsandte: «War der Club ohne mich spannend? Oder wie sagte mein Journalistenkollege: Das wenige was ich lesen mag, schreib ich grad selbst.»

Was lernen wir aus dieser Geschichte? Wer anderen eine Grube gräbt, fällt (oft) selbst hinein!!

Frohe Ostern


Donnerstag, 21. April 2011, 15:19
Kategorie: Männer, Politik

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