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Mark van Huisseling

Anthologie der Charcuterie Peinlichkeiten

Shawne Fielding hat’s uns letztes Jahr vorgemacht – Recycling heisst der neue Trend! Und da Shawne Fielding unser aller Vorbild ist, wollen wir natürlich in nichts nachstehen. Und so betreiben wir ab sofort ein monatlich wiederkehrendes klatschheftli.ch-Recycling.

Denn wir sind schlicht zu faul, uns immer wieder neue haarsträubende Cervelat-Grilladen auszudenken….Nein, natürlich nicht – unseren Posern und goldigen Sternlein kann man doch niemals überdrüssig werden.

Der wahre Grund für die Recycling-Idee ist folgender: immer wieder steigen wir in die Annalen der klatschheftli.ch-Geschichte, um ältere Artikel zu finden, welche verlinkt werden können. Und da ist uns ein ganz besonderes Phänomen aufgefallen. Wir verharren meist länger, als gewollt, und ergeben uns der Lektüre unseres eigenen Schaffens. Und amüsieren uns köstlich dabei. Irgendwie wirken die Beiträge mit einer gewissen zeitlichen Distanz noch viel amüsanter. Also uns jedenfalls geht es so. Und da wir per se nur für unser eigenes Amüsement schreiben, haben wir beschlossen, künftig unsere fünf Lieblingsartikel des jeweiligen Monats aus dem Vorjahr neu aufleben zu lassen – quasi eine Anthologie der Charcuterie Peinlichkeiten.

Heute also starten wir mit dieser Anthologie, die später auch in Buchform zum Vorzugspreis von CHF 57.50 (unsigniert) bzw. CHF 2’689.35 (signiert und nummeriert) bezogen werden kann. Vorbestellungen nehmen wir gerne entgegen (info@klatschheftli.ch), damit wir abschätzen können, welche Druckerei dem zu erwartenden riesigen Ansturm gewachsen sein könnte.

Wer hat uns vor einem Jahr am meisten Freude bereitet? Ganz klar the one and only Shawne Fielding mit Ihrem grossartig inszenierten Rosenkrieg, der uns im Lauf des Jahres noch ganz viel mehr Freude bereiten sollte. Wir kommen darauf zurück.

Ganz gross auch der vermutlich einzige öffentliche Auftritt der Zürcher Stadtpräsidentin – Präsenz markieren und das an den bedeutendsten Anlässen, das war schon immer Corinne Mauchs Stärke.

Auch ganz viel Freude bereitete uns vor Jahresfrist der damals noch amtierende Mister Schweiz André Reithebuch – heute bloss noch biederer Bergwanderer und Reiseleiter – beglückte er uns damals regelmässig mit seinen Schluck- und Grabscheskapaden.

Ein echte Entdeckung im Februar 2010 war die Königin von Mallorca, Silvia Kaufmann. Die kannten wir gar nicht, und das war auch gut so. Und ausser unseren Lesern Hans Grau und G. Rüfenacht aus Bern kennt sie vermutlich auch bis heute niemand. Aber die zwei haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Hans Grau hat uns ja angedroht, man würde demnächst noch viel von dieser talentierten Sängerin hören. Wir warten immer noch. Zum Glück.

Bleibt noch unser fünftes Februar 2010 Highlight – gezupfte Männerbrauen. Vom Schaufenster dekorierenden Berufsfreund, der letzten Sommer zum Berufsmann wurde, sind wir uns das schon lange gewohnt, auch dass seine Schaufenster im Manor Lugan immer tiptop bieder daher kommen:

Dass aber die Solidarität der schreibenden People-Zunft mit ihren Vorbildern so weit gehen würde, hätten wir nicht für möglich gehalten.


Eventuell wäre ja der Manor Zürich noch froh um Verstärkung.

Alle Archiv-Artikel aus dem Februar 2010 findet ihr hier.


Wir sind Journalisten

Kürzlich feierte sich die Szene wieder selbst. Es fand zum vierten Mal eine Talentshow im Zürcher Club Moods statt. Interessant daran war, dass nebst Ava Duena fast nur Journalisten mitmischten:

Cécile Bähler moderierte, MvH, Fabienne Heyne und Jennifer Hurschler jurierten und Stefan Büsser gab «erste Einblicke» in seine Show als Stand-up Comedian.

Sie fragen sich nun, was das mit Journalisten zu tun hat? Haben Sie sich das nicht schon bei Shawne Fielding («writer, commmentator») und Piero Esteriore («Verleger und Chefredaktor von iNews») gefragt? Die Antwort ist einfach: der neue Modeberuf im Cervelatolymp ist «Journalist»!

Moderatorin Cécile Bähler ist nicht nur Wetterfee, sondern auch Journalistin, wie es im SI-VIP-Steckbrief heisst: « Journalistin und Moderatorin […] Ihre journalistischen Kenntnisse vertieft sie Anfang 2010 mit einem dreimonatigen Praktikum bei der “Wissen”-Redaktion der SonntagsZeitung.»

Jurorin Fabienne Heyne wurde an der Talentshow von ihrer Berufskollegin als «Journalistin und angehende Lehrerin» eingeführt. Lehrerin wofür? Für «Die richtige Ernährung»? Sie sieht nämlich wieder deutlich gesünder aus. Vielleicht lag das aber auch an ihrer neuen Dauerwelle, die ihrem kleinen Kopf wieder etwas mehr Volumen gibt.

Jurorin Jennifer Hurschler ist ja bereits Wirtschaftsexpertin und Kommentatorin, da ist es natürlich nur ein Katzensprung zur Journalistin.

Juror MvH, der einzige Journalist, der sich lieber Stilkritiker nennt und von der SI mit dem einzigen Satz, mit dem man als People-Journalist in der Schweizer Illustrierten zitiert werden möchte, auch zitiert wird: «Ich bin der Einzige in der Schweiz, der intelligenten People-Journalismus macht».

Da wir klatschheftli.ch-Autoren keine Journalisten sind, hat seine Aussage sogar etwas Wahres. Obwohl er sich bald mal überlegen sollte, in sein Berufsportfolio auch «Comedian» aufzunehmen: zum einen wegen seiner Place-To-Be-Moderation, zum andern wegen seinen besseren Pointen, als denjenigen des eigentlichen Komödianten des Abends, Stefan Büsser.

Stefan Büsser, das «Ringier-Kind», wie ihn die Moderatorin und Journalistin Bähler nannte, startete einst beim Blick als Praktikant (also als Journalist), arbeitet nun als Ringier-Energy-Moderator und ist in der Szene heiss geliebt. Doch nun möchte er sich als Stand-Up-Comedian beweisen. Folgend ein kurzer Ausschnitt von seinem Talentshowauftritt:

Es ist erstaunlich, dass seine Premiere im Kaufleuten bereits ausverkauft ist. Aber wenn die ganze «Neo-Journalisten-Szene» kommt und die, über die er mal geschrieben hat und die, über die er auf Energy mal was erzählen soll, dann ist die Bude halt schnell voll. Schliesslich kam auch Mr. Da-Nos nur an die Talentnacht, um den Stefan zu sehen, wie er ihm selber nach der Show gesülzt hat.

Obwohl uns Stefan mit seinem Live-Auftritt nicht ganz überzeugen konnte, ist es vielleicht tatsächlich besser, wenn er Comedian wird und das Journalist sein bleiben lässt:

Seid wann schreibt man seit? Das hätte der Piero als Chefredaktor vom iNews also auch noch hingekriegt.


MvH profitiert von de Weck

Erinnert sich noch jemand an «MvH – The Place To Be»? Das ist diese Peoplesendung auf Pro7 mit (wie könnte es anders sein) MvH als Moderator.

Die Sendung war zwar kein Erfolg, trotzdem wird sie im nächsten Jahr weitergeführt. Dies teilte uns MvH höchstpersönlich in seiner letzten Weltwoche-Kolumne mit. Tja, wenn’s sonst niemand macht, verkündet man die frohe Botschaft halt selber.

Kein Erfolg und trotzdem eine Fortsetzung – das können wir uns nur damit erklären, dass dies ein strategischer Entscheid seitens Pro7 Schweiz ist. Angesichts des inhaltlichen und ideologischen Kurswechsels zurück zum Staatsfernsehen der 70er Jahre werden seichte Unterhaltungssendungen im Schweizer Fernsehen künftig einen schweren Stand haben. Da solche Sendungen beim Volk aber gut ankommen, erhofft sich Pro7 wohl, eine grosse Portion enttäuschter SF-Zuschauer als MvH-Zuschauer abzügeln zu können. Auch 3+ setzt ja bekanntlich seit kurzem auf Hartz-IV-TV.

Bei dieser Gelegenheit haben wir übrigens mal nachgeforscht, wofür MvH eigentlich steht und siehe da, was die zugehörige Website so alles ans Licht bringt: www.mvh.ch
Bislang dachten wir ja immer MvH stehe für «Ms Vüdlä Hinä»


Dienstag, 28. Dezember 2010, 13:22
Kategorie: Männer, TV

23. Kalenderwörtchen

Das heutige Unwörtchen heisst…

♥♥☆☆♥♥

Peoplesendung

☆☆♥♥☆☆


Donnerstag, 23. Dezember 2010, 07:00
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