The Voice of Gölä
Neulich hat uns Leutschenbach die Coaches für «The Voice of Switzerland» bekannt gegeben.
Dieses Format war bekanntlich in Deutschland ein grosser Erfolg, u.E. die mit Abstand beste Casting Show und die einzige, die wir uns auch regelmässig zu Gemüte geführt hatten. Als dann unser Relevanzsender SRF bekannt gab, das Format für die Schweiz zu adaptieren, war uns etwas Bange zumute. Daran hat sich nichts geändert. Wir sind es uns gewohnt, das unser Staatssender international bewährte Formate mit Vollgas an die Wand fährt.
Aber kommen wir zu den bekannt gegebenen Coaches – es sind dies Philipp Fankhauser, Marc Sway, Stefanie Heinzmann und Stress. Ehrlich gesagt, wir finden die Auswahl gar nicht so schlecht! Philipp Fankhauser ist ein international anerkannter und gefeierter Spitzen-Blues-Musiker, für uns der beste in diesem Quartett. Marc Sway ist gut und kann noch viel besser werden. Auch er hat internationales Potenzial. Stefanie Heinzmann, na ja, sicher gut für ein jüngeres Publikum. Zudem hat sie Casting Show Erfahrung und ging durch den Raabschen Fleischwolf. Und Stress ist erfolgreich, wir stehen nicht auf seine Musik, aber was er macht, das macht er ganz gut.
Anders sieht das der tägliche Newsletter von Gölä:
Welch ein Zufall, mit «grosser Star» meint der Blick Gölä aka Marco Pfeuti. Und der grosse Star hat keine Lust. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Büetzer-Rocker – auch bekannt unter den Namen Sex-Grüsel oder Terror-Grosi – gar nicht mitmachen darf, da Ringier bekanntlich die Partnerschaft mit Leutschenbach aufgekündigt hat. Wir fragen uns ernsthaft, wie lange es noch dauert, bis Ringier in Pfeutier umfirmiert wird.
Aber kommen wir zurück zu den «grossen Stars». Wie wir aus verlässlicher Quelle erfahren haben, sollen weitere ganz grosse Stars abgesagt haben:
- Nella Martinetti: sie wollte unbedingt dabei sein, aber die schlechten Verbindungen aus dem Paradies an den Leutschenbach lassen eine Teilnahme leider nicht zu.
- Flordi: sie gehen wieder getrennte Wege. Ob sich das wirklich nur auf die Bühne bezieht, wissen wir nicht. Aber Francine bringt ein neues Volksmusik-Schnulzen-Album raus, Flöru ein neues Mundart-Volksmusik-Album.
- Linda Fäh: Anders als die bestätigten Coaches ist Linda Bäääh nicht nur erfolgreiche Sängerin, sie ist auch noch Topmodel und begehrte Moderatorin für Sendungen von internationalem Format. Landauf, landab Autogramme in Einkaufscentern geben und gleichzeitig als Coach arbeiten liegt einfach nicht drin.
- Piero Esteriore: Er würde zu gerne mitmachen, aber es liegt zeitlich nicht drin. Wenn er nicht im Vorporgramm von österreichischen Polonaise-Artisten auftritt, versucht er seinen Schuldenberg tröpfchenweise als Figaro abzubauen. Er wäre u.E. eine perfekte Wahl gewesen! Kein anderer hätte seinen Zögligen überzeugender auf den Weg mitgeben können, was es heisst, nach dem medialen Rampenlicht jahrelang erfolglos an seiner Karriere zu basteln.
- Gunvor: Auch Gunvor wäre i.S. Erfolglosigkeits-Beratung prädestiniert für den Job als Coach. Da ihr Ölhandels-Geschäft derzeit jedoch unter Manipulationsverdacht steht, kommt die Doppelbelastung nicht in Frage.
- X.T. aus L.: Stimmt, Xenia ist gar keine Sängerin. Aber seit wann macht die nur Sachen, die sie auch kann? Oder anders gefragt, seit wann macht sie Sachen nicht, die sie nicht kann? Trotzdem musste sie aus zeitlichen Gründen absagen. Unternehmertum ist halt anstrengend.
Was wir nicht verstehen: die spargeplagten SF Verantwortlichen hätten sich kostengünstig in house bedienen können. Eine ihrer kamerageilsten Angestellten hat schliesslich mal Gesangsstunden bei der Gesangslehrerin von Rihanna genommen! Wenn das keine Referenz ist?






