Der grösste Cervelatsalat in der kleinen Niederdorfoper
Schon seit über einem Jahr läuft die Cervelat-Revue schlechthin in Zürich. «Ein Stück Zürich kommt zurück» haben sie gross angepriesen. Nun ja, um es vorweg zu nehmen: Manche Dinge sollte man lieber im Ruhm unberührt lassen oder im Rum ertränken. Die Niederdorfoper wird seit über einenem Jahr – mit einem Unterbruch von einem halben Jahr – im Zürcher «Fleischkäse» aufgeführt. Kürzlich hatte auch ich das «Vergnügen», mir dieses Stück anzutun.
Produziert wird das Ganze von der Produktionsfirma von Erich Vock, welcher sich – so bescheiden wie er ist – auch gleich die Hauptrolle als Heiri zugewiesen hat. Andere «Schauspieler» waren u.a. Fabienne Louves, die Frau von Roman Kilchsperger, Epilady himself, Myrto von Subzonic und Maja-ich-kann-nichtmal-playback-singen-Brunner. Fast der ganze Rest des Ensembles wurde dann noch mit Mitgliedern der «lustigen Friends» von Benissimo aufgefüllt.
Mir persönlich hat das Stück gar nicht gefallen. Gut, vielleicht lag es ja daran, dass ich gefühlte 80 Jahre unter dem Altersdurchschnitt lag und das Stück eher älteren Menschen zusagt. Die Stimmung im Theatersaal war übrigens ähnlich wie an einer Aufführung des Theatervereins Hinterpfupfigen. Die Schauspieler waren auch etwa auf dem selben Niveau. Was ich mir als Mitglied der klatschheftli.ch-Crew noch gewünscht hätte: mehr Cervelats im Cast, so dass es zu einem riesen Theaterspektakel avancieren würde. Ich hätte mir zum Beispiel Nella Martinetti als Lämmli-Wirtin gewünscht. Oder Sepp Blatter als Heiri. Das hätte die Sache noch amateurhafter erscheinen lassen und hätte bestimmt einige Highlights mehr geboten.
Der Sven Epilady ist im Stück übrigens von einer ganz anderen Seite zu sehen: Männlich mit Schnauz. Erotik pur!




