Im März kurz vor der Mister-Wahl wurde Luca de Nicola von der Veranstaltung ausgeschlossen. Grund: er erfüllte die Voraussetzungen nicht, weil er keinen Schweizer Pass hatte. Ob er diesen bis zur nächsten Mister-Bewerbung haben wird, wissen wir nicht, davon ist aber auszugehen.

Quelle: SI Online / © Fabienne Bührer
Eigentlich dürfte er erneut antreten, aber er will dies scheinbar nicht. Wie wir nämlich neulich im Blick lesen konnten, hat er seiner Freundin Marilena einen Heiratsantrag gemacht. Nachvollziehbar, schliesslich hat der Alte auch schon 20 Lenze auf dem Buckel, da wird es höchste Zeit. Und, was noch viel wichtiger ist, die Beziehung steht auf einem felsenfesten Fundament!
Kennengelernt haben sich die zwei nämlich schon vor 4 Jahren…äähmm…4 Monaten. Aber es waren vier ausserordentlich intensive Monate. Davon gehen wird aus, denn die zwei haben sich auf dem Rückflug aus dem Missencamp in Dubai kennengelernt. Doch was macht eine griechische Stewardess auf einem Flug von Dubai nach Zürich? Genau, sie arbeitet für Emirates, ihr Arbeitsort ist also Dubai. Klingelts?
Offenbar haben wir es hier mit einem neuen Phänomen zu tun: nach den weitherum beliebten Blinddates gibts jetzt neu Blindweddings.
So oder so ähnlich könnte ein Lied über den Ex-Mister-Schweiz-Kandidaten (ja, das ist auch noch ein Berufsbild, mit welchem man Auftritte im Cheers Club kriegt) Luca de Nicola zu Ende gehen. Zu Ende ist auch seine Mr. Schweiz Kandidatur, hat er doch die Regeln nicht so ganz erfüllt.

Luca hätte sowieso nicht gewonnen.
Nun, die Mister Schweiz Organisation gibt ja vor, dass man für den «Mister Schweiz»-Titel auch Schweizer sein muss (oh, welch Wunder!). Bei der «Mister Svizzera Italiana»-Wahl sieht man das alles nicht so eng. Da scheint es auch zu reichen, wenn man statt «Svizzero» einfach «Italiano» ist. Jedenfalls hat Nicola gehofft, dass die «Schweizermacher» sich ein bisschen sputen und ihm den Schweizer Pass noch vor der Wahl übergeben. Das war wohl nichts. Der italienisch-holländische Doppelbürger wartet immer noch und kann nicht mehr auf den Titel des Mr. Schweiz hoffen.
Der SI hat der Luca nun sein wahres Gesicht gezeigt. Er habe sowieso nie Mister werden wollen. Das sei alles nur PR. Na ja, da hat er aber gute Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Aber immerhin ist er dann doch nicht soweit gegangen, wie Miss Crook.
Dieser Fall ist der Beweis dafür, dass valable Kandidaten für die Wahl des Mr. Schweiz Mangelware sind. Wieso sonst sollten die Organisatoren einen Kandidaten weiterkommen lassen, der noch nicht mal die Anforderungen erfüllt?
Und hey, elf Kandidaten sind doch auch ganz gut. Das passt super zum aktuellen Jahr. Die Ausrede, man wolle mit zwölf Kandidaten das Augenmerk mehr auf die Kandidaten richten, kann nun sogar auf nächstes Jahr verschoben werden.
Wir befinden uns kurz vor der Mister Schweiz Wahl 2011. Alle Koffer der Kandidaten sind gleich gepackt… Ganz gleich? Nein! Ein unbeugsamer Gegenstand unterscheidet sich jeweils und macht die Kandidaten so einzigartig….

Auf die Frage, ‘welchen Traum möchtest du dir erfüllen’ antwortet Luca De Nicola in astreinem Tessinerdialekt: “Eines meiner Hobby als Arbeit zu haben”. Unter Hobbies gab er in seinem Steckbrief an: Car/Kart driving, Tanzen, Lesen.
Möchte Luca also tatsächlich als Tänzer, Taxifahrer oder Leser seine Brötchen verdienen? Vorsorglich packen wir ihm schon mal einige Brötchen in den Koffer. Man weiss ja nie, wann es für ihn das nächste Mal etwas zu futtern gibt.

Der 2. April ist unser Feiertag. Wir huldigen unserer Losung ‘Die Freude am Mister ist unsere Stärke (Bjh 23.2)’ und begehen den Tag mit einer Mister Schweiz Wahl. Nur noch 19 mal schlafen, dann ist es endlich wieder so weit. Und was die Missen können, das können die Mister noch lange. Also gibt es neu auch in dieser Konkurrenz nur noch 12 Kandidaten. Was natürlich nicht heissen will, dass durch diese Reduktion die Qualität gestiegen ist.

An diesem Tag wird der Traum eines, ja vielleicht zwei (die Vizes werden ja immer wichtiger) dieser jungen Männer in Erfüllung gehen – ein Jahr lang Auftritte in weiteren Einkaufszentren dieses Landes.
Damit die Burschen am 2. April aber auch sicher eine gute Falle machen, werden sie derzeit in Dubai auf Einkaufszentrum-Tauglichkeit getrimmt. Am 8. März sind sie abgeflogen, 12 stramme Kerle mit 12 identischen Koffern. Auch inhaltlich. Bis zum Rand mit PKZ Klamotten vollgestopft. Aber, einen ganz persönlichen Gegenstand möchten wir den Kandidaten mit auf die Reise geben und damit ihre Individualität unterstreichen.
In den kommenden Tagen werden wir die Titelaspiranten einzeln vorstellen und Ihnen unter der Rubrik ‘Soundso packt den Beauty-Case’ verraten, welchen persönlichen Gegenstand wir ihnen mit auf die Reise gegeben haben.
Dann bleibt uns nichts mehr, als zu hoffen und zu beten. Hoffen und beten, dass wir einen würdigen Nachfolger für Jan Bühlmann erhalten. Und mit würdig meinen wir nicht so einen wie Jan, sondern mehr einen wie dessen Vorgänger André Reithebuch. Wie gesagt, ‘Die Freude am Mister ist unsere Stärke (Bjh 23.2)’. Die Freude ist umso grösser, je weniger Fettnäpfchen ausgelassen werden. Jan hat uns ausgehungert.