Für Kerstin Cook sei ihr Berufswunsch in Erfüllung gegangen, schreibt 20min.ch. Aufmerksame Leser von z.B. klatschheftli.ch wissen aber, dass das gar nicht stimmt. Denn noch vor wenigen Wochen wollte Kerstin unbedingt Meeresbiologin werden. Und nun sagt sie über sich: «Ich bin jetzt ein Model!» und labert von täglich praktisch 24 Stunden Castings. Also, was nun?
Wir wissen es nicht, aber wir erfahren, dass für sie wieder mal ein Mädchentraum in Erfüllung gegangen ist. Nächste Woche darf sie nämlich in London auf den Laufsteg. Sehr ins Zeug legen musste sie sich dafür vermutlich nicht. Denn sie läuft für das Schweizer Label Rohmir, für das sie «Botschafterin» ist. Da liegt es quasi auf der Hand, dass sie laufen darf, schliesslich durfte auch Berufs-Gattin Monique Hollinger (40+?) die Rohmir-Klamotten schon mal vorzeigen.

Abspecken müsse sie für die Londoner Show übrigens nicht, meinte Kerstin. Die Kreationen Rohmirs würden die weiblichen Kurven durchaus vertragen. Also wir dachten bislang immer, dass sich «weibliche Rundungen» vor allem auf die Oberweite und die Arsch-Umgebung beziehen, jedoch nicht auf die Pinocchio-Nase und vor allem nicht auf die «Pfosten».


Im März darf sie dann auf Mozambique zu einem Bikini-Shooting antreten. So, jetzt sind wir wirklich verwirrt. Zuerst Laufsteg mit in Seide gehüllten Rundungen und danach Bikini? Ob das Bikinis von Ulla Popken sind? Oder werden die Pfosten «gephotoshöpplet»? Klar ist zumindest, dass sie das Shooting durch eine Hamburger Agentur ergattern konnte, die auch Angelina Jolie (!!) vertritt. Kerstin hat im Fall schon mal einen Film mit Angelina Jolie gesehen.
2009 hatten wir die vermutlich dümmste Miss aller Zeiten, 2010 die vermutlich unsympathischste Miss aller Zeiten und derzeit erfreut uns die vermutlich unsichtbarste Miss aller Zeiten. Von Alina Schubkarre haben wir wirklich noch nicht viel gehört oder gesehen. Ein bisschen Unterwäsche-Shootings, das war’s in etwa schon. Eigentlich lobenswert, finden wir.

Alles in allem ist ihr Missenjahr derart langweilig, dass sich unser bevorzugtes Satiremagazin schwer tut, über seine wichtigste Ingredienz zu berichten. Was dabei rauskommt, ist eine wahre Meisterleistung! Hier nur mal ein kleiner Auszug:

Es gibt natürlich noch weitere hochstehende Zitate zu lesen: «Auch die Reise nach Kapstadt war sehr eindrücklich.» «Die Unterwäsche war sehr schön.» «Alles was ich erlebt habe, war einzigartig.» Das sind Sätze, die bohren sich einem ins Gehirn, die regen zwangsweise zum Nachdenken an. Die Aussagen sind so ausdrucksstark, so klar formuliert, die könnten glatt von Xenia stammen!
Es lohnt sich aber, den ganzen Beitrag zu lesen. Er ist so schön abgerundet, so poetisch. Würde uns nicht erstaunen, wenn er es als Gastbeitrag in die gesammelten Schulaufsätze von Linda Gwerder schaffen würde.

Liebe Freunde der gehobenen Unterhaltung, willkommen im Jahr des Untergangs! Wie wir alle wissen, ist am 21.12.2012 Schluss – bye bye Welt. Wir wünschen Euch trotz diesen düsteren Aussichten auch im neuen Jahr viel Spass und Amusement mit unseren Selbstdarstellern. Aber weil es so kurz vor dem Ende ist, hauen wir gelegentlich noch mehr auf die Pauke. Will heissen, wir sind dann nicht einmal mehr in der Lage, die Fäh oder die Crook nieder zu machen. Während Ihr diese Zeilen lest, befinden wir uns beispielsweise immer noch im Delirium tremens.
Aber so viel Neues ist ja eh nicht zu erwarten. Der «Shooting Star» des vergangenen Jahres war ganz klar Xenia Tchoumitcheva, die offenbar noch viel mehr kann, als Shawne Fielding. Wir erwarten, dass dieser Trend auch im neuen Jahr anhält. Obwohl, von Shawne erhoffen wir uns dann schon wieder etwas mehr Dadaismus, v.a. in der Sauregurkenzeit, wenn sie überall als Notnagel herhalten muss. Ausserdem erwarten wir schlechte Werbung mit Fäh, schlechtes Englisch mit Vinzens, schlechte Sendungen mit Epilady, schlechte Musik mit Piero und schlechte Stimmung mit Sepp. Also alles wie gehabt.
Und wenn wir mal nicht für Euch da sein können, gibt’s ja immer noch das endgültige Stairemagazin «Schweizer Illustrierte», um Euch die Zeit zu vertreiben.
Prost!
Erinnern Sie sich noch an Ihre Berufswünsche, als Sie noch ein Kind waren? Zu unserer Zeit waren beispielsweise folgende Berufe der Renner bei den meisten Kindern: die Jungs wollten Pilot, Lokomotivführer oder Polizist werden, die Mädels Krankenschwester, Tierärztin oder Kindergärtnerin. Heute sieht es wohl etwas anders aus: auch Kinder sehnen sich früh nach medialer Präsenz und erklären zu ihrem Traumberuf Sänger/in, die besonders Unterbelichteten wollen gar Miss Schweiz werden!
Nur die wenigsten setzen diesen Kindheitswunsch später auch in die Tat um, obwohl die Unterbelichteten-Fraktion tatsächlich das Missen Krönchen anstrebt und z.T. dann auch gewinnt. Und mit dem Krönchen kommt Hochmut, masslose Selbstüberschätzung und arrogantes Divengehabe. Einen äusserst steilen Aufstieg in diesen Kategorien hatte im ablaufenden Jahr eine, die es seinerzeit nicht einmal zum Missenkrönchen geschafft hatte: Xenia Tchoumitcheva. Die kann überhaupt nichts, aber das kann sie sehr gut.
Und der Xenia eifert jetzt eine andere Ex-Miss nach, die es mit der Wahrheit auch nicht so genau nimmt:

Das ist doch mal eine Meldung! Kerstin will tatsächlich Meeresbiologin werden, wie wir 20 Minuten Online entnehmen durften. Wir erinnern uns: zu ihrem Amtsantritt studierte sie Biologie in Oxford. Vier Tage später deckte klatschheftli.ch den Skandal auf. Nix Studium, sondern irgend so ein Fernkurs, um den Mittelschulabschluss zu erlangen, damit später die Ausbildung zur Physiotherapeutin in Angriff genommen werden könnte.
Aber das ist jetzt alles Schnee von gestern. Die Kerstin ging vergangenen Sommer nämlich etwas «Schlauchbööteln» auf dem Mittelmeer. Sie durfte mit auf Delfinsuche, selbstverständlich begleitet vom Hoffotografen der «Schweizer Illustrierten», dem eindrückliche Schnappschüsse gelangen. Und dieser Bootsausflug hat Captain Crook dermassen beeindruckt, dass sie doch gleich beschloss, Meeresbiologin zu werden. Ich verstehe das gut: nach meinem ersten Flug als Achtjähriger wollte ich auch Pilot werden.
Um dieses Studium in Angriff zu nehmen, muss Kerstin jetzt offensichtlich einen anderen Kurs als Biologie belegen. «Ab Januar bildet sie sich per Fernstudium in Earth Sciences weiter», lässt uns 20 Minuten Online wissen. Sie haben richtig gelesen, Earth Sciences oder zu deutsch Erdwissenschaften. Per Fernstudium. Kennen Sie die Disziplinen, die zu diesem Fach gehören?
