Die beleidigte Leberwurst
Bis zu seinem Freispruch hat man nie was von ihm direkt gehört, doch jetzt wird Jörg Kachelmann erneut zum Stachelmann. Dieses Mal hat der Stachel aber nichts mit seiner Libido zu tun, sondern mit seinem verletzten Stolz. Er schiesst mit Giftpfeilen auf so ziemlich alles und jeden, teilt mit dem verbalen Zweihänder aus. Und wo darf er das ausgiebig tun? Selbstverständlich hier…
…also dort, wo auch anderen Ehrenmännern ausgiebig gehuldigt wird, gell Sepp. Das Interview ist ganze 10 Seiten lang. Ach, was heisst Interview, das ist eine Publireportage pro domo.
Und auch das vermeintliche Opfer geht in die Offensive – mit offenem Visier.

Ob Stachelmanns Ex – pardon, eine seiner vielen Exen – wirklich eine Lügnerin ist und er das arme Justizopfer, wissen wir nicht und werden wir vermutlich auch nie wissen. Dass seine Darstellungen aber mehr als beschönigend sind, haben wir an dieser Aussage in der Weltwoche Publireportage gesehen: «Ich bin kein pathologischer Womanizer. Es ist mir übrigens oft gelungen, erfolgreich nein zu sagen, aber es ist mir nicht häufig genug gelungen.»
Mit anderen Worten, er ist das Opfer. Immer wieder haben ihn die bösen Frauen angemacht. Der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach, wenn er von den Luusmaitli verführt wurde. Seine Aussage impliziert passives Verhalten seinerseits. Was für ein Quatsch! Wie wir schon im letzten Jahr berichtet hatten, kennen wir eines seiner ehemaligen Luusmaitli persönlich. Nicht nur das, wir waren dabei, als die beiden sich kennengelernt haben. Uns ist aber nicht aufgefallen, dass der Ärmste bedrängt worden wäre. Im Gegenteil. Und nur zwei Monate später hat er diesem Luusmaitli einen Heiratsantrag gemacht. Auch diesem Luusmaitli.





