Auf die letzte Ausgabe der Schweizer Illustrierten freuten wir uns schon seit der Wahl von Miss Crook: Die neuen Mister Schweiz-Kandidaten wurden vorgestellt.

Was fällt auf? Christoph Blocher würde wahrscheinlich sagen, dass die Personenfreizügigkeit die ersten Auswirkungen auf die Mister Schweiz-Wahl zeige. Nein, schöne Männer sind anscheinend Mangelware. Mal ehrlich: Diese Auswahl könnte genau so gut von einer Mister-Letzipark-Wahl sein.
Wenn diese Zwölf die Besten aus 400 Bewerbern sind, wer hat sich denn da alles beworben? Und wer hat sich die Finalisten ausgesucht? Vielleicht wurde bei diesen Mister-Wahlen mehr auf die inneren Werte geschaut. Denn nun werden alle Kandidaten in den Portraits mit einem Merkmal wie “Der Engagierte”, “der Soziale”, “Der Künstler” und “der Philosoph”, umschrieben. Hey, sooo schöööön. Intelligenztests wurden aber anscheinend mit den Kandidaten nicht gemacht: Wir werden schon auf der Titelseite der SI mit dem Vermerk “Die zwölf Schönsten oben ohne” vorgewarnt.
Möglich wäre auch, dass solche Miss- und Misterwahlen langsam an Glanz verlieren und das Berufsbild des Misters, Ex-Misters, Vize-Misters und Mister-Kandidaten nicht mehr so beliebt ist wie auch schon. Das würde auch erklären, wieso seit letztem Jahr nur noch 12 anstatt 16 Kandidaten ums Krönli buhlen.
Ich bin mir sicher, dass wir auch ein Jahr mit einem durchschnittlichen Mister überleben werden. Trotzdem sind wir auf alle Fälle schon auf die Kandidaten der Mister Gay 2011-Wahl gespannt, eventuell haben die ja mehr zu bieten. Wäre ja nicht schwierig.