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Jesse Rich

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Der Eurovision

Kurz vor Anmeldeschluss zum grössten Lachwettbewerb Europas (die Sendung mit zero points) sichtet klatschheftli.ch exklusiv für Euch die Schweizer Auswahl. Wir werden grosszügig unterstützt vom Blick, der uns schon im Voraus sagt, wer sich denn nun ‘zum Eurovision’ (eine Wortschöpfung der Blick-Redaktion) anmelden wird.

Rosa Mina Schärer war noch nie so jung. Das ist zwar biologisch unmöglich, aber der Blick sagt, es stimmt. Ja dann wirds wohl stimmen. Ein Wunder, ein Wunder!

Wir haben ja schon über Mineli’s Abenteuer mit den vier lustigen Berner Graffiti-Rap-Buben von ‘New Jack’ berichtet. Dazu noch ein Nachtrag vom website der Rapper:

Nein, bitte nicht durchstarten! Meine Ohren halten das nicht aus.

Maya Wirz geht auch an den Start (ob es beim ESC wohl finanziell was zu holen gibt?):

Das Foto ist so spontan, dass die Gute wohl nächstens in ihre monströse Anita-Buri-Stahl-Handtasche steigt.

Julia ‘Doppel-D’ Star ist mittlerweile fleissig am trainieren. Sie geht für die Angehrns bei den Misterwahlen an den Start (nicht als Kandidatin, sondern als Show-Act), und hat sich in einem Interview in den Oberland Nachrichten sehr bescheiden zu ihren Zielen geäussert:

Wie gesagt, nicht alle der Erwähnten haben sich bis jetzt offiziell angemeldet, aber wenn der Blick sagt es stimmt wirds wohl stimmen, oder?

Wer jedoch bedauerlicherweise unter den bislang 45 Anmeldungen figuriert ist das Männerchörli Steili Chressä mit dem Kanon “Sultan Hagavik”. Die 6 irregeleiteten Sänger glauben mit dem Rezitieren von IKEA Möbelnamen in Schweden mitmachen zu können. Nicht originell, nicht lustig, einfach nichts.

http://www.eurovisionplattform.sf.tv/videos/sultan_hagavik

Ebenfalls angemeldet hat sich Marcello Alexander. Sauglatt! Nette Frisur. Der Pfundsbrocken wirds richten.

Die Rechnung ist einfach: Doppelt so dick = doppelt so gut. Dann wird es ja wohl klappen, nicht?

Also müsste das Lied eigentlich “Hotel Schwiegermama”, heissen, aber darauf reimt sich halt nix. Schön blöd. Jedoch, wo er recht hat, hat er recht. Ich weine schon jetzt. Aus Verzweiflung.

Der Vollständigkeit halber sei hier auch Jesse Ritschratsch erwähnt (das ist der aus GZSZ, oder wars DSDS, oder IDGAS?).

Bisher nicht gesichtet bei SFTV oder im Blick (natürlich ohne Gewähr, es könnte immer noch zum Supergau kommen):

- Piero der Coiffeur (hat Teilnahme via Blick ausgeschlossen);
- Die Familie Oesch (aber da ist gerade eine Scheidung am laufen);
- Linda Mäh (verhindert. Am bergsteigen?);
- Francine J.;
- Flöru (Bundesratswahlen).

Also Leute, wenn ihr a) eine Grossmutter habt, die nicht singen kann, oder b) eine Tochter deren Busen gross genug ist, meldet sie an! Es kann eigentlich nur noch besser werden, oder? Wir bleiben dran…


Freitag, 05. Oktober 2012, 06:00
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Schwyzer Oski

«Die Nacht der Nächte im Schweizer Show-Biz! Jedes Jahr werden im Rahmen einer glamourösen Gala und TV-Live-Übertragung die erfolgreichsten «Stars» geehrt.» Das klingt wie der Goldene Bär von Berlin, die goldene Palme von Cannes oder gar die Oscar-Verleihung. Wir reden hier von einem Anlass, der mindestens so glamourös ist. Allein der professionelle Internetauftritt lässt keine Zweifel aufkommen.
Berlin, Cannes, L.A. und am letzten Sonntag also Schwyz. Im MythenForum. Es war Prix Walo Zeit, und die Wurstgilde lief auf. Natürlich haben wir diese glamouröse Gala und TV-Live-Übertragung nicht verfolgt. Dafür haben wir am Sonntag Morgen mit einem Schmunzeln den Artikel in der SonntagsZeitung gelesen, der anlässlich des Prix Walo das Phänomen «Cervelat-Promis» analysierte.

«Die Cervelatprominenz zeichnet sich durch drei Eigenschaften aus: Nähe, Offenheit, Konservatismus.», so die einfache Schlussfolgerung des Autors. Wir stimmen seinen Ausführungen weitgehend zu, möchten aber ein, zwei Ergänzungen anbringen.

Das Thema Offenheit veranschaulicht die SZ richtigerweise mit dem Satz «Ich bin da, ich sage euch alles, was ihr wissen wollt. Leidet mit mir, freut euch mit mir!». Dumm ist nur, dass diese Offenheit noch viel weiter geht: «Ich sage euch auch alles, was ihr nicht wissen wollt!». Virtuose Vorreiterin dieses Genres ist Shawne Fielding, die in der Zwischenzeit aber durch X.T. aus L. vom Anbiederungsthron gestossen worden ist.

Dann macht der Autor des Artikels eine besonders zutreffende Aussage, von der er selbst vermutlich gar nicht ahnt, dass sie noch viel weiter geht, als er es damit ausdrücken wollte: «Anders als beispielsweise die britischen Revolverblätter überlassen es die Schweizer Medien jedem selber, ob er prominent sein will oder nicht.» Gemeint ist hier, dass wirklich Prominente wie Tina Turner oder Michael Schumacher bei uns selbst bestimmen, wie viel von ihnen in die Öffentlichkeit kommen darf. Das ist an sich lobenswert, macht die ganzen Long Tail Promis für Ringier aber umso überlebensnotwendiger. Was u.E. mit der Aussage des Journalisten aber auch gemeint sein sollte, ist der Umstand, dass hierzulande die Selbstdarsteller weitgehend selbst bestimmen, ob und wie sie zur Cervelat werden wollen. Die Schweizer Medien nehmen sie mit offenen Armen auf, völlig unabhängig davon, ob sie einen auch nur minimalen Leistungsausweis vorzuweisen haben. Gute Beispiele von Self-Made-Cervelats sind etwa sie…
…die eigentlich an solchen Veranstaltungen arbeiten sollte, sich aber lieber selbst ablichten und interviewen lässt, oder er…
…der Gefahr lief, in der Anonymität des Ex-Mister-Kandidaten-Daseins zu verschwinden und deshalb eine Music Star Gewinnerin zum Gschpusi nahm.

Zu den drei in der SZ erwähnten Cervelat-Eigenschaften kommt u.E. allerdings eine ganz entscheidende dazu: Talentfreiheit. Die Eigenschaft kann absolut oder auch relativ zutreffen. In jedem Fall zu 100% talentfrei sind etwa die Missen und Mister, Moneygirls und dergleichen. Ausser peinlichen Auftritten kommt aus der Ecke gar nichts. Dafür sieht man die an Provinzanlässen am häufigsten. Es gibt also erwiesenermassen eine Korrelation zwischen Talentfreiheit und Geltungsdrang.

Und dann gibt es jene, welche zwar irgend einen Output haben, deren Talent jedoch zu gering ist, als dass sie der Qualität ihres Schaffens wegen berühmt wären und die sich auf diesen Veranstaltungen der Eitelkeiten immer wieder vor die Kameras drängen. Dazu gehören z.B. diese drei:

Doch zum Schluss möchten wir uns noch der Patin dieses Kasperli-Theaters widmen.
Das ist die reifere Dame in der Mitte, hier schön umrahmt von zwei 100% Talentfreien.

Der kometenhafte Aufstieg von Monika Kälin begann bekanntlicherweise mit Nacktbildern in einem Herrenmagazin und schauspielerischen Glanzleistungen in Filmen mit Namen wie «Frauen im Liebeslager» oder «Mädchen nach Mitternacht». Auf ihrer auch sehr professionellen Webseite wird das so beschrieben: «Monika Kaelin wirkte in diversen Lustspielfilmen, sowie in zahlreichen Film-Sketchen ihr Können unter Beweis.» Das müssen tolle Lustspielfilme sein, in denen man sein Können unter Beweis wirken kann.

Das scheint wirklich gewirkt zu haben. Denn ein enger Freund verrät der SZ: «An Festen ist sie berüchtigt. Sie wartet jeweils den richtigen Moment ab, dann steht sie auf und organisiert eine Polonaise.» Ob sie das am Sonntag Abend im MythenForum auch gemacht hat? Wir glauben schon, denn wenn wir uns so ein bisschen ihre Referenzen anschauen, kann sie gar nicht ohne…
Ein Besuch auf ihrer Seite lohnt sich durchaus, aber unbedingt Ton einschalten! «Ramba Zamba, Zamba Zamba, super super, die Party geht los; Ramba Zamba, Zamba Zamba, logo logo, was sind wir im Schuss.»

Ach ja, einen Neu-Cervelat dürfen wir auch noch begrüssen…


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