Oh boy. Oh boy, oh boy, oh boy….das scheint ja noch lustiger zu sein/werden, als wir uns das in den kühnsten Träumen hätten vorstellen können….Swiss Music Awards goes banana republic elections…
Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Hier geht’s zum Voting.
Um Trends oder gute Musik geht es bei dieser Veranstaltung nicht. Wie sollte es auch, wenn der Veranstalter im Web-0.5-Look unterwegs ist.
In Anbetracht einer derart verstaubten Website scheint es nur logisch, dass beispielsweise Kings of Leon in der Kategorie Best Newcomer nominiert sind. Das nur Insidern bekannte, ausschliesslich auf Indy-Musik spezialisierte Nischenmagazin Der Spiegel wählte das dritte Album der Kalifornier “Because of the Times” immerhin vor erst gerade mal 3 Jahren zu einem der bedeutendsten Alben des Jahres 2007.
Damit die Verbandlung von “Die grössten Schweizer Hits” mit den “Swiss Music Awards” nicht allzu offensichtlich wird, wurden Francine Jordi und all die anderen Süssholzraspler für einmal nicht nominiert. Dafür haben wir via 78s ein Gerücht aufgeschnappt, wonach der einstige SF-Music-Star-Kandidat Baschi für sein LEBENSWERK ausgezeichnet werden könnte! Das fänden wir eine gute Idee, denn Leute, die für ihr Lebenswerk geehrt werden, haben selbiges i.d.R. hinter sich.
Gestern Abend war klatschheftli.ch Gast in der Härterei zu Zürich. Blofeld Communications hatte zur Sunrise Preshow von Stress geladen. Mit von der Partie waren natürlich ganz viele Exponenten der CH-Promi-Szene. Für klatschheftli.ch ein wahres Festmahl.
Was uns am meisten amüsierte, war die Tatsache, dass im abgetrennten VIP-Bereich der eigentliche Grund für diesen Anlass, der Auftritt von Stress mit Band, aller höchstens als Beilage wahrgenommen wurde. Was wirklich zählte, war die Selbstinszenierung.
Ok, wenn Bligg Interviews gibt, können wir das nachvollziehen. Der Mann ist erfolgreich und hat seine Fangemeinde. Aber warum in aller Welt wirft sich die Heyne vor jede Linse? Als eine der ersten Anwesenden gab sie Interview um Interview. Was sie erzählt hat, wissen wir nicht. Interessiert uns auch nicht. Interessiert es überhaupt jemanden?
MvH dagegen wirkte eher gelangweilt. Wortlos stand er an der Balustrade und verköstigte sich mit den dargebotenen Häppchen, den Blick meist in die Runde gerichtet. Was uns auffiel: MvH schrieb mal, dass Mann über 40 abends einen Kragen und keine Turnschuhe mehr tragen sollte. Wenigstens hält er sich daran. Gleichwohl etwas peinlich, wenn der Kragen des Poloshirts im Nacken aufgestellt ist. Voll Eighties-Style, finden wir. Fehlt nur noch, dass er sich ein Paar College Loafer anzieht. Aber der Schein seiner Stimmungslage trügte nicht. MvH war der erste, der die Veranstaltung verliess. Der nächste war übrigens Bligg. Und dann schon wir von klatschheftli.ch. Sorry, Stress!
Auf dem Nachhauseweg stellten wir uns einmal mehr die Frage, was denn bei uns einen Promi ausmacht. Börni Höhn ein Promi? Ivo Sacchi ein Promi? Fabienne Heyne ein Promi? Stefan Büsser ein Promi? Oder eben doch nur Wurstsalat? Garniert mit dem neuen Album von Stress…
Was übrigens auch ganz lustig war: die ‘Promis’ und der anwesende Medienmob sind ja meistens ‘best buddies’. Man kennt sich, man schätzt sich, man schützt sich. Wo soll man also unbekannte Fremde (ja, wir sprechen von uns) einordnen? Sind das auch Viertelpromis, die man eigentlich erkennen müsste? Soll man einfach mal für ein Fotoshooting anfragen, oder gar um ein Interview bitten? Doch, doch, so ist es uns ergangen.
Ach, noch was: bei allen hier nicht Genannten, die gestern Abend auch zugegen waren, entschuldigen wir uns in aller Form. Wir werden Euch zu gegebener Zeit sicher gebührend berücksichtigen.
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