
Carl Hirschmann residiert nach seinem Rauswurf wieder im Dolder Grand hoch über dem Zürichsee. Es stimmt tatsächlich. Hildegard Schwaninger hat es bestätigt. In ihren Notizen schreibt sie: «Ich habe mich auch gewundert, als ich das zweifelhafte Vergnügen hatte, dort im Pool mit ihm zu schwimmen.»
Wir finden, dass hier unsere Cougar-Hildi keine falsche Bescheidenheit an den Tag legen sollte. Soll sie doch zugeben, dass sie wusste, dass sich Platinum-Stick unter dem Decknamen «Carl Kutchner» wieder ins Dolder schummelte.
Das Treffen der beiden Vögel im Pool war also nicht ganz zufällig, schliesslich war Cougar-Hildi der Nähe zu Klatschlieferanten bis anhin auch nicht sonderlich abgeneigt.

Uups.. das ist ja Vera Dillier im Badeanzug. Aber da das Bild eh nur symbolisch für ältere Dame im Badeanzug steht, lassen wir es gut sein.

Jesses, was Frauen sich in den 80er Jahren alles in Modeboutiquen andrehen liessen! Aber zuerst noch ein grosses Dankeschön an einen meiner Stammleser, der mir diesen Zeitungsbericht von 1983 zugeschickt hat.
Hildegard Schwaninger liess die “Züri-Woche” (oder hiess das Blatt damals noch “Züri-Leu”?) einen Blick in ihren proppenvollen Kleiderschrank werfen. “Ein Kleid muss man anziehen und dann vergessen,” schrieb Klatschtante Hildi, die heute für den “Tages-Anzeiger” Namen notiert. Stimmt, ihr türkisfarbener Dior-Fahnen ist wirklich zum Vergessen. Nur eine abgefahrenen Transe täte deswegen wohl heute noch ein Freudentänzli aufführen. Falsch, Hildi tat es auch! Sie jubelte: “Mein farbigstes Kleid und mein treuestes Kleid zugleich… Ich habe das Kleid rund um die Welt getragen, an Cocktails, Abendessen, Vernissagen und im Theater.” Ja, ja, die arme Welt soll den Fahnen sogar sehr bewundert haben!
Noch lieber als ihre Dior-Schlute mochte Hildi übrigens das schwarze Cocktail-Kleidchen von Fendi, in dem sie auf dem obigen Bild den Flügel liebkost: “Mein absolutes Lieblingskleid!” Ob Hildi sich damit als blonde Lola für das Casting des “Schulmädchen-Reports” bewerben wollte? Ich weiss es nicht.
Was die Hildi sonst in den 80ern gerne trug? “Ich liebe das Einfache und das Schlichte, das Zeitlose.” Und weiter: “Mein Kleiderschrank ist nicht übertrieben gross. Nur fürs abendliche Ausgehen, eine Berufspflicht, hängen da etwa zehn Varianten…” Na ja, zwei davon hätten wir also gesehen. Den Rest können wir uns, denke ich mal, schenken.
Übrigens wusste die Hildi schon damals, was sparen heisst: “Wenn man einen hochwertigen, sündteuren Cashmere-Blazer zehn Jahre lang trägt, hat er am Schluss praktisch nichts gekostet. Oder?”
Na ja, der Geschmack schlicht und im Rechnen einen Fensterplatz gehabt.
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