Weshalb präsentierte uns Bundesrat Merz einen so satten Haushaltsüberschuss? 
Merz wollte wohl auf keinen Fall so enden wie sein Ex-Finanzministerkollege aus Deutschland: 
Roswitha Merz freut das bestimmt auch.

Bild: Keystone
Sieben kleine Ministerlein,
Die standen auf den Decks;
Einer flog nach Libyen,
Da waren’s nur noch sechs.
Sechs kleine Ministerlein,
Die redeten viel Se(ü)nf,
Einen machte Béglé platt,
Da waren’s nur noch fünf.
Fünf kleine Ministerlein,
die fühlten sich als Alphatier;
Eine hüllte sich ins Kopftuch ein,
Da waren’s nur noch vier.
Vier kleine Ministerlein,
die suhlten sich im Einheitsbrei;
Einer frass das Gras der Macht,
Da waren’s nur noch drei.
Drei kleine Ministerlein,
die dachten sich nun heieiei;
Eine lochte Roman ein,
da waren’s nur noch zwei.
Zwei kleine Ministerlein,
Die warn’ allein wie keins;
Eine wurd’ zum Bauernopfer,
da waren’s nur noch eins.
Ein kleines Ministerlein,
Das fühlte sich so scheu;
Alle waren abgehaun’,
Und es war doch noch so neu.
Sieben kleine Ministerlein,
die wussten weder ein noch aus,
Wohin des Weges Helvetia?
Es ist und bleibt ein Graus.
Was uns derzeit zu Themen wie Bankgeheimnis, Bundesrat, UBS, Finma oder auch zur Post und dergleichen zu Gemüt geführt wird, erinnert mich an einen fruchtigen Titel der Boomtown Rats mit Bob Geldof (dannzumal noch nicht ‘Sir’) aus dem Jahre 1980.
Wir freuen uns schon heute auf das grosse Samstagabend-Spektakel “SwissAward” 2009. Wozu und weshalb es diese jährliche Veranstaltung gibt, ist uns schleierhaft. Ausser natürlich, dass die happigen Konzessionsgebühren ja irgendwie verpulvert werden müssen. Aber diese Preisverleihungen haben Hochkonjunktur. Es grassiert ein Award-Fieber in unserem Land, das schon bald an die Missen-Manie grenzt.
Nun denn, am Samstag sollen wieder Schweizer Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft, Show und Politik ausgezeichnet werden. Und als Höhepunkt gibt es dann auch noch eine Schweizerin oder einen Schweizer des Jahres. An dieser Wahl dürfen sogar Vertreter des Sports teilnehmen. Diese wurden ja bereits anlässlich einer eigenen Gala gekürt. Alles etwas kompliziert, finden wir.
Wie auch immer, das sind die Nominierten:

Bild: sf.tv
Keine Ahnung, weshalb gerade diese Damen und Herren ausgewählt worden sind. Unsere Favoriten der jeweiligen Kategorie wären jedenfalls ganz andere:
Kultur: Piero Esteriore für sein unermüdliches Suchen nach seinem Platz in der Musikbranche. Mal lustige Schlager, mal rockige Clubbeats, tolle Videos, professionelle Videoinszenierungen, ein wahrer Kulturschaffender halt.
Gesellschaft: Carl Hirschmann für seinen unermüdlichen Einsatz für Recht und Gerechtigkeit. Seine Faust kennt keine Berührungsängste, ob das Näschen weiblich oder männlich ist. Mutig stellt er sich den Widersachern in den Weg, notfalls mit Hilfe seiner Bodyguards.
Wirtschaft: Shawne Fielding für ihren unermüdlichen Einsatz für den Aufbau einer Marke, einer Marke ohne Produkt, einer Marke, hinter der nichts steckt. Rein gar nichts.
Show: Linda Fäh für ihr unermüdliches ‘umerocke’. Ob mit Gesang, Schlagzeug oder Gummigitarre. Linda sorgt für Stimmung. Ausserdem besitzt sie das Show-off Bett par excellence.
Politik: Hans-Rudolf Merz für seinen unermüdlichen Einsatz im Bemühen um die Rückführung des Gepäcks der Libyen-Geiseln.
Freuen dürfen wir uns übrigens auch auf die Uraufführung der nächsten Eurovision-Song-Contest-Nullnummer: Michael von der Heide wird seinen Beitrag ‘Il pleut de l’or’ trällern. Goldene Nullen. Soo schööön!
Heute mit…
…Hans-Rudolf Merz
Der klatschheftli.ch-Adventskalender öffnet sein 4. Türchen: Heute mit dem Kantönlipromi aus Appenzell.

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Präsidiales Glanzjahr, politische Kabinettstückchen am laufenden Band. Höhepunkt: das Gepäck aus Tripolis ist zurück!
Wir nähern uns in Windeseile der heiligen Zeit. Was den homo sapiens naturgemäss zu guten Taten animiert. Wie z.B. dieser schönen Benefiz-Aktion auf ricardo.ch.

Da würde man am liebsten gleich bei allen sieben Angeboten mitsteigern. Das können Sie auch, nämlich hier. klatscheftli.ch möchte die Aktion auf seine Weise unterstützen. Wir haben uns ein paar weitere Benefiz-Auktionen ausgedacht, die beim Publikum sicher gut ankommen werden.
Benefiz-Auktion: Ein Abend im Platinum Room mit Carl Hirschmann
Benefiz-Auktion: Ein Tag in Tripolis mit Hans-Rudolf Merz
Benefiz-Auktion: Ein Tag im Schiesskeller mit Shawne Fielding
Benefiz-Auktion: Advanced English mit Nadine Vinzens und Moritz Leuenberger
Benefiz-Auktion: Den richtigen Partner finden mit Anna Maier
Benefiz-Auktion: Volkstümliches Singen mit Piero Esteriore
Gebote bitte an ().
Ich finde ja, auch Schweizer Prominente sollen ihre Zähne bleichen lassen. Nehmt euch ein Beispiel an Shawne Fielding. Die steht ja auch dazu: http://shawnefielding.blogspot.com
Eintrag vom 8. Juli:
«Conservatively — I spend about a billion dollars a year on iphone. I got hooked on their fancy dance moves a long time ago. I use a mac, have a University Degree and bleach my teeth. Everything about me SCREAMS — «THE IT FACTOR»…»
Meinsch nöd au, Hans-Ruedi? Bitzli IT-FACTOR würde auch deinen Beisserchen guttun.

Der auf peinlichstem Niveau geführte Steuerstreit zwischen Deutschland und der Schweiz – oder sollte man sagen, zwischen dem teutonischen Grossmaul und politischen Totalschaden-Fahrer Peer Steinbrück und den naiven 7 Zwergen hinter den 7 Bergen – hat einen neuen Höhepunkt erreicht.
Der Hans-Ruedi macht einen auf Schmoll-Macho und verweigert dem kläffenden Nordlicht das persönliche Gespräch. Dabei weiss man doch, dass Hunde, die bellen, nicht beissen. Der Peer hat eh bald nur noch zu jaulen mit seinem peinlichen und desolaten politischen Trackrecord. Aber Hans-Ruedi stülpt sich lieber den Schutzhelm auf und geht in Deckung vor dem Schaumschläger.

Noch besser macht’s der Ueli. Er gibt aus Protest seine Staatskarosse Marke Mercedes-Benz zurück und lässt sich nunmehr in einem Renault Espace herumkutschieren. Wie kindisch ist das denn? Und dann gleich noch der Griff zum Sturmgewehr – man muss schliesslich gewappnet sein vor dem bösen Feind.

Man stelle sich vor, wohin es führen würde, wenn dieses beleidigte-Leberwurst-Gehabe in der Schweiz Schule machen sollte. Sie beide z.B.

würden ihre Klamotten von Joop oder Karl Lagerfeld in die Altkleidersammlung geben und künftig tolles Bio-Design aus heimischem Schaffen zur Schau stellen.


Wollen wir das? Nein, wollen wir nicht. Also bitte Jungs, reisst Euch am Riemen und führt Euch auf wie Staatsmänner und nicht wie MusicStar-Teilnehmer.