Fräulein Sonnenschein durfte der versammelten Newsroom-Belegschaft mitteilen, was ihr am Blick gefällt. Es handelte sich also quasi um Feldforschung unter den Blick-Abonennten, mit dem Unterschied, dass Francine kein Wartezimmer bei Ärtzten, keine Chnellä und nicht 65+ ist.
Ihr Anliegen an den Blick, künftig mehr Schlager zu bringen, also mehr Francine (Anm. d. Red.), hat demnach seine Berechtigung. Solange wir online bei blick.ch von solchen Geschichten verschont bleiben. Dort gefällt uns der Dolder-Carli ganz klar besser als der Schlagersänger-Ruedi. Sogar die Fielding Shawne inszeniert sich bedeutend unterhaltsamer als die Jordi Francine. Wann Shawne-Darling wohl ihr Comeback gibt und wo?
Auf die Frage, ob Erfolg auch Gelegenheit zu Seitensprüngen biete, antwortet Baschi im Blick-Interview vom 3.1.2010, dass Vertrauen, insbesondere aber Treue über allem stehe. Er habe nicht das Bedürfnis, plötzlich «durezgheie». Er sei recht happy und jeder Tag, an dem er Katy sah, war super. Sie wissen voneinander, dass keiner von ihnen Seich mache. Nie würde er Francine Jordi an die Brüste fassen.
Also, ich weiss nicht so recht, lieber Baschi, aber die Steigerungsform für «happy», heisst «sehr» happy oder «mega» happy, von mir aus auch «uuhuärä» happy, aber auf jeden Fall nicht «recht» happy.
Und dein Versuch, eine mögliche Eifersucht zu beschwichtigen, indem du beteuerst, nie und nimmer Francine Jordi an die Brüste fassen zu wollen, macht nicht wirklich Eindruck, denn, wer würde das – ausser Roman Kilchsperger – überhaupt wollen?
Bild: kulturonline.ch
Vielmehr frage ich mich, ob du als baldiger Stargast bei Thomas Gottschalks «Wetten, dass?» auf der Couch sitzend den Reizen von «Belle Michelle» widerstehen kannst. Denn das, lieber Baschi, sind die wahren Gefahren!
So zumindest interpretieren wir ihre Aussage im Blick: “Ich bin unschlüssig, ob es weitergehen soll”. Sie fragt sich denn auch, “was man sich noch Neues einfallen lassen kann”. Dass der Francine angesichts ihrer musikalischen Schaffenskraft nichts Neues in den Sinn kommt, erstaunt uns nicht wirklich. Von Kindesbeinen an hat sie sich schliesslich exklusiv in Altem, sehr Altem getummelt.
Wir hätten da schon eine Idee: Francine und das Gesülze ihrer Gilde zurück ins Musikantenstadel. Einmal den Schlüssel umdrehen und wegschmeissen. Dann echte Highlights zeitgenössischen schweizerischen Musikschaffens an den Start schicken. Einen coolen Moderator – Marco Fritsche zum Beispiel oder Robin Rehmann – auf die Bühne und eine schlagkräftige, freche Jury. Ich hätte da so einige Vorschläge, angefangen bei Amber Steele…fertig ist die hippe Musiksendung für SF2, und SF1 bleibt frei für Gerontolgie-TV.
À propos Francine: Frühmorgens, meint sie, sollte man mit ihr nicht unbedingt eine intelligente Konversation führen wollen. Wir vermuten, dass dem zu jeder Tageszeit so sein wird.
Jetzt ist es also wieder so weit. SFs Sonntagabend-Quotenrenner “Die grössten Schweizer Hits” flimmert wieder in die guteidgenössischen Stuben. Jedenfalls in jene der Heimetli und Betagtenheime. Und die Tradition setzt sich fort.
Stefan Wer? Aha, Stefan Roos. Noch nie gehört. Ist aber auch kein Wunder bei diesem Titel: “Das Herz einer Mutter”. Mehr Schmalz geht nimmer. Und passend zum zuckersüssen Schnulzentext die Ohrenentzündung auslösende Zuckerwattemusik.
Und trotzdem, nichts da von Überraschung. Die angeblich grössten Schweizer Hits sind bekanntlich immer volkstümliche Ohrentorturen, von denen kein urbaner, zivilisierter und halbwegs kultivierter Zeitgenosse jemals gehört hat. Ku-Ku-Jodel lässt grüssen.
Fazit: SF sollte sich ernsthaft überlegen, den irreführenden Titel dieser Sendung zu ändern. Denn mit grossen Hits haben die jeweiligen Siegertitel etwa soviel zu tun, wie unsere Miss bzw. Mister Schweiz mit Bildung. Und doch, eine Vertreterin der jungen Generation hat sich riesig gefreut.
Nein, Francine, nicht der Schlager ist tot, nur seine Anhänger sind es fast. Ob es so etwas wie Progerie auch für die geistig-mentale Entwicklung gibt?
Da heiratete doch neulich der Rate-Fahrer Tony Romiingger seine Freundin Francine “jö härzig” Jordi. Fast in geheimer Mission. Und natürlich nur im allerengsten Kreis. Dazu gehörten nebst engen Freunde selbstverständlich auch enge Verwandte. Die nächsten Verwandten, die man sich vorstellen kann, sind ja wohl die eigenen Kinder. Nicht so im Falle unseres Rate-Fahrers. Wie wir heute blick.ch entnehmen können, waren Romingers Kinder Rahel und Robin aus erster Ehe nicht dabei. Nicht eingeladen. Basta. Das nennen wir mal echte Vaterliebe und Respekt dem Nachwuchs gegenüber! Hauptsache, der gemeinsame Vierbeiner war zugegen. So ein Köter ist ja auch viel wichtiger, als die eigenen Kinder. Übrigens, von der Hochzeit sollen die Kinder am Vortag erfahren haben. Kommentar des fürsorglichen Vaters: “Ja, es war vielleicht schon falsch, ich habe es Rahel etwas spät mitgeteilt.” Wir sind sprachlos. Und haben nunmehr die Gewissheit, dass Radrennfahrer nicht nur die Birne, sondern gleich auch noch das Herz in den Schenkeln tragen.
Ui, das freut uns aber schuurig. Das Schätzchen der Nation, Francine “Jodel” Jordi hat angeblich ihren “Tony Romiingger, der Rate-Fahrer” geehelicht. So berichtet es zumindest blick.ch. Wir werten das als gutes Omen in diesen schwierigen Zeiten. Denn wer heiratet, plant meistens auch eine Familie. Das stützt nicht nur unser angeschlagenes Sozialversicherungssystem, es hält auch exaltierte Schnulzen-Sängerinnen mit aufgesetzter “jö-härzig”-Attitüde von der Strasse bzw. Bühne fern. Bitte, bitte, lieber Tony, mach ihr ein Kind. Oder gleich mehrere. Oder noch lieber im Jahresrhythmus. Was auch immer es braucht, um die Francine von unserern Augen und Ohren fernzuhalten – unsere volle Unterstützung sei dir sicher. Aber mach schnell. Noch einmal eine zuckersüsse Weihnachtssause aus irgend einem mit Kunstschnee verzierten Heuschober verkraften unsere Nerven nur schwer.