Kopfloser Krieg um Topmodels!
Die Textilindustrie leidet besonders unter der aktuellen Krise. Wie “10vor10″ berichtete, pfeift auch dem Schweizer Wäschehersteller Calida ein eisiger Wind um die Ohren: Die Bilanz 2009 ist negativ, der Umsatz ist deutlich gesunken.
Seit jeher spricht der Wäschehersteller eine konservative und traditionsbewusste Kundschaft an. Nun will man mit neuen Kreationen und zeitgemässer, unverblümter Kommunikation neue Kundensegmente ansprechen und der Krise dadurch Paroli bieten.
David Krieg, Mister Schweiz Kandidat 2009, habe genau den Körper, um die entstaubte Botschaft zu übermitteln: Knackarsch, Sixpack – die neuste Unterwäschekollektion kann dank dem Beau prima zur Geltung gebracht werden. Auch ohne sein hübsches Köpfchen zeigen zu müssen.

Bild: blick.ch
Wir können da nur zustimmen und vermissen ehrlich gesagt auch keinen Kopf.
Das Problem ist nur, dass sich David Krieg als “Der Traum aller Schwiegermütter” positioniert hat. Und diese gehören wohl eher dem angestammten konservativen Zielpublikum des Wäscheherstellers an. Die neu eingeschlagene, doch recht phallusorientierte Kommunikationsstrategie könnte all diesen treuen Schwiegermüttern vor den Kopf stossen und möglicherweise einen Schuss nach hinten darstellen.
Sollten sich die Verkäufe also auf diese Tour nicht ankurbeln lassen, kann Calida nur noch versuchen, das Aushängeschild von Konkurrent Zimmerli abzuwerben
oder gänzlich auf Newcomer zu setzen.
In beiden Fällen würden wir allerdings empfehlen, statt des Kopfes etwas anderes wegzulassen.


