Im Tollhaus zu Bern
Was die SVP mit ihren sagenhaften Abstimmungsplakaten kann, das kann ich noch lange – so oder ähnlich wird sich Daniel Jositsch gesagt haben, als er seinem Regierungsratswahlkampf flugs mit einem Einzug bei der rezyklierten Lebensabschnittspartnerin Chantal Galladé einen kräftigen PR-Schub verlieh. Der Sonntagsblick berichtete gestern und schon ist die Geschichte in aller Munde.
So weit, so gut. Richtig spannend wird es aber, wenn man der erfahrenen Bundeshausjournalistin Eva Novak zuhört. Diese liess sich auf Radio1 vernehmen, die Liaison Jositsch/Galladé sei keinesfalls ein Einzelfall in Bundesbern. Da würde es unzählige andere Testosteron bzw. Östrogen gesteuerte Verbindungen geben. Als Beispiel nannte Frau Novak die Liaison einer Bundesrätin mit einem SP-Nationalrat. Volltreffer! Nur Namen wollte sie keine nennen, die integre Journalistin. Da bleibt uns nur eins – spekulieren, spekulieren, spekulieren. Zur Auswahl stehen derzeit drei mögliche Turteltauben: Micheline Calmy-Rey, Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard.
Erstere, denken wir, ist es nicht. Frau Calmy-Rey ist in erster Linie mit sich selbst liiert. Soviel Narzismus erfordert zu viel Energie, als dass noch Raum für einen Partner wäre. Finden wir. Auch Frau Widmer-Schlumpf können wir uns als Protagonistin einer ausserehelichen Liebschaft eher nicht vorstellen. Bleibt also nur noch Doris Leuthard übrig. Klar, sie ist die Augenweide unseres Komödiantenstadels. Aber wer ist er?
Liebe Frau Novak, ich wollte Sie doch schon lange mal zum Essen einladen. Jetzt wäre doch ein guter Zeitpunkt, meinen Sie nicht auch?
Anmerkung der Redaktion: Frau Novak legt wert darauf, dass wir ihre Aussage insofern korrekt widergeben, als sie ganz klar in der Vergangenheitsform gesprochen habe, weil besagte bundesrätliche Liaison schon Jahre zurückliege. Was wir hiermit machen. Und unsere kleine Spekulation ist natürlich – wie immer – nicht ganz ernst gemeint…

