Es ist schrecklich, was sich diese Woche im Wallis zugetragen hat. Aber noch viel schrecklicher ist die mediale Aufbereitung dieser Tragödie durch den Arbeitgeber unseres Qualitätsjournalismus-Apostels FAM.
So sah am 16. März 2012 die Seite von Blick.ch aus:
Geschmackloser geht es nicht mehr. Da kann nicht einmal die nicht als sonderlich zimperlich geltende Bild-Zeitung mithalten:

Während also der Blick Sensationshascherei auf tiefstem Niveau betreibt, erzählen uns die Kollegen von der SI von der einfühlsamen öffentlichen Trauerarbeit unserer Cervelat-Gilde.
Anna Maier und Co. sind also die Schweiz. Aha.
Und warum haben unsere Protagonisten immer so ein Mitteilungsbedürfnis? Haben sie etwa Angst, man könnte ihnen absprechen, dass sie das Unglück schlimm finden?

Und schauen Sie mal, wer sich noch zu Anna Maier und Co. zählen darf:

Der ist aber auch nicht schlecht:
Aus Respekt postet der gute DJ, er werde bis Montag nichts mehr posten. Hä? Zusammenhang, bitte? Aber wie wär’s z.B., aus Respekt die nächste Gage an ein Kinderhilfswerk zu spenden?
Und wie steht es so mit dem Mitgefühl für alle anderen Eltern, die irgendwo ein Kind durch ein Unglück verlieren? Zu geringer Eigen-PR Effekt?
Was haben Christa Rigozzi, Gilbert Gress, DJ Antoine und Ariella Käslin gemeinsam?




Jawoll, sie arbeiten nun allesamt für die SBB. Lächelnd entsorgen und recyceln sie den Müll in den Zügen. Natürlich ist dem nicht so, sie hängen nun einfach an jedem Schweizer Bahnhof auf Plakaten und werben dafür, dass sich auch die Kunden der SBB als Putzequippe engagiert. Mit einem grossen AHA-Effekt habe ich somit auch schon meine leeren Gameboy-Batterien in den Abfall geschmissen.
Bei genauerem Plakategucken ist mir aber noch etwas viel spannenderes aufgefallen. Miss Schweiz ist nicht mehr etwas, worauf man stolz ist:
Was woll Kerstin unter ihr Bildli beim Burgerkönig schreibt?
Heute mit…

Quelle: s. media / pixelio.de

…Christa Riboxxi.
Vor einem Jahr war es zwar nicht so kalt, aber die Cervelats waren die gleichen. Wir freuen uns, wiedermal gemeinsam mit euch zurückzublicken. Denn nur in der Vergangenheit liegt die Zukunft.

Wie erwähnt, waren vor einem Jahr die C-Promis in etwa die gleichen, so hört man doch vom einen oder anderen etwas weniger. So zB von unseren ersten beiden Protagonisten Stefan Tobler und Fabian Introvigne:


Und nun kommen wir zu einem, der uns während seines Mister-Schweiz-Jahres kaum Stoff lieferte und nach seinem Amtsjahr schliesslich ganz abtaucht, was sehr für ihn spricht. Liebe Ex-Missen und Ex-Mistern, ihr seht, es geht doch!

Natürlich bereitete uns auch unsere Shawne vor einem Jahr viel Spass. Offenbar hatte sie den auch:

Christa Rigozzi hat letztes Jahr öfters daneben gehauen. Auch dieses Jahr macht sie ihren Job bei den “Grössten Schweizer Talenten” bislang nicht viel anders.

Und dann stellten wir sinnigerweise vor einem Jahr fest, dass Ruedi Rymann im Gegensatz zu Christoph Blocher und Sepp Blatter den Abgang gemacht hat. So ist es auch noch heute.
