Die Stellvertreter
Was haben wir nicht schon Aufregendes durchgemacht in diesem noch jungen Jahr. Das Jahr begann mit einem Paukenschlag: dem Rücktritt des SNB-Präsidenten. Danach folgte die aufregende, von Xenia in Auftrag gegebene und bezahlte Bildstrecke von Xenias Liebesurlaub mit Alonso in Rom. Wir lachen heute noch Tränen, wenn wir uns die Bilder anschauen. Und nun bewegt unser Land – nebst der Kälte – die Babypause der g&g-Moderatorin Nicole Berchtold. Lange, traurige Wochen stehen uns bevor bis dieses SRF-Aushängeschild endlich wieder am Bildschirm zu sehen sein wird.
Damit sich die verbleibenden Moderatorinnen Sara Hildebrand und Annina Frey – letztere ist ja v.a. damit beschäftigt, sich überall selbst in Szene zu setzen – nicht überarbeiten, musste also für Ersatz gesorgt werden. Und da ist man doch gleich in dem Teich fündig geworden, in dem man selbst fischt. Eine Hand wäscht die andere, sozusagen.
Wir werden also in den kommenden Monaten das Vergnügen haben, uns von prominenten Ersatzmoderatorinnen und -moderatoren durch die vorabendliche Welt der Belanglosigkeit führen zu lassen. Und das sind die «Glücklichen»:
Wie auch immer, das Problem hätte man viel einfacher lösen können. Und v.a. viel kosteneffizienter. Aber sparen war bekanntlich noch nie eine Leutschenbach-Tugend. Aus unserer Sicht hätte man die sechs Wochen getrost auf zwei bestehende Mitarbeiter verteilen können: Roger Schawinski und Steffi Buchli.
Von Schawi weiss man ja, dass er seine Gegenüber nie ausreden lässt, regelmässig unter der Gürtellinie austeilt und dann fürchterlich eingeschnappt ist, wenn seine Opfer kontern. Und da er ja am liebsten über sich selbst spricht, ist das Sendekonzept sehr einfach. Als Eröffnungs- und als Schlussbeitrag gibt es in jeder Sendung ein Interview von Schawinski mit Schawinski. Da kann er seine grossen Errungenschaften und Erfindungen ausgiebig beschönigen. Dazwischen gibt es jeweils ein Interview mit einer Ex-Miss-Kandidatin, welche in Form eines lebensgrossen Pappkartons ins Studio gestellt wird. Die brauchen ja nicht zu reden, denn sie haben eh nichts zu sagen. Und Schawinski würde dem, was sie nicht zu sagen haben, auch gar nicht zuhören.
Mit Steffi Buchli würde sich das sehr ähnlich verhalten. Die liefert sich mit Annina Frey bekanntlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wer sich öfter in sehr speziellen Outfits auf roten Teppichen ablichten lässt. Doch in einer Disziplin hat sie Nase definitv vorn: sie lässt sich dann auch immer noch interviewen, vorzugsweise von den Kollegen von g&g. Trifft sich doch gut! Steffi Buchli tingelt mit Steffi Buchli von Cupli-Event zu Cupli-Event und führt Interviews mit Steffi Buchli. Dabei führt sie uns ihre gesamte Garderobe des Grauens vor und zeigt uns auch immer wieder das grässliche Tattoo auf ihrem Rücken.


So macht man das, liebes SRF.










