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Anna Rossinelli

Ein neuer Mister Schweiz, und der Arzt war nicht da

Gestern wurde praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf 3+ ein neuer Mister Schweiz gewählt. Wer dachte, eine langweiligere Show als die Missen uns immer geboten haben, ginge gar nicht, hat sich getäuscht. Einziger Unterschied: Bei den Mistern wurde der obligate, langweilige Zucchero (und täglich grüsst das Murmeltier!) mit Anna Rossinelli ersetzt. Wir wünschen ihr, dass sie für ihren Auftritt wenigstens nichts bezahlen musste.

Moderiert wurde das Theater von einer Drag Queen („Was ist das Grösste, das du mit deine Ende gebaut aast?“) und Max Loong („Sandro, ähh Sandra…“)..

Ja, die Wahl war so langweilig, dass wiedermal der Arzt, den keiner mehr kennt, die Kohle aus dem Feuer holen musste. Und das schon vor der eigentlichen Wahl!

Der Ex-Mister-Schweiz aus dem Jahre 1996, der seine Heldentaten gerne gleich selber dem Blick weiterleitet, empörte sich darüber, dass er keinen VIP-Platz für die Wahl im Maag-Areal erhielt. Die Flegel von der Mister Organisation beeindruckte es offenbar nicht, dass er bereits einen Kinderhütedienst organisiert hatte, damit seine Frau auch dabei sein konnte. Wieso sollten sie auch, die Teletubbies schauen sich die Eltern ja auch mit den Kindern an.

So kam es, dass Achmed Al Lattich wohl oder übel wieder bei Blick rätschen musste: «Ich habe mit meinem positiven Image immer sehr viel für die Mister-Organisation getan. Diese mangelnde Wertschätzung stinkt mir.» … und wir beginnen uns zu fragen, wo in den 16 Jahren, sein positives Image denn auf der Strecke blieb und ob es vielleicht gar nie wirklich da war?

Der neue Mister Schweiz heisst übrigens Sandro Cavegn. Das ist der, der sich die Stimmen gepöschtelet hat.

Wer denn die Champions League Tickets und das neue iPad gewonnen hat, würde uns schon interessieren…

Genau wie alle anderen Kandidaten ist er «jung, dynamisch, offen und zuverlässig» und seine Hobbys sind Musik hören, Freunde treffen und Sport treiben. Sein Lieblingsessen (als Dieci-Geschäftsführer) ist Pizza!

Ach, was freuen wir uns darauf, diesen spannenden Buben durch sein Amtsjahr zu begleiten.


Zurückziehen!

Alle Jahre wieder findet der Concours Eurovision de la Chanson (neu: Eurovision Song Contest) irgendwo in einem Land in Europa statt. Manchmal kann es sogar auch sein, dass er in Asien stattfindet. Nehmen doch auch Länder am Liederwettbewerb teil, die nicht mal in Europa sind. Wahrscheinlich um die Vielfalt zu verstärken. Und um mehr Geld einzutreiben. Am letzten Samstag hat sogar ein asiatisches Land den Song Contest gewonnen: Aserbaidschan.

Sie hat auch fast gewonnen: Anna Rossinelli belegte den letzten Platz.

Die Schweiz jubelte: Mit einem Punkt Vorsprung vor der Konkurrenz haben wir es ins Finale des ESC (wie man so unter Profis sagt) geschafft. «Jetzt ist alles möglich!» titelte beispielsweise «20 Minuten». Denkste: die Anna-Euphorie war nach dem Finale vorbei. Letzter Platz, aber satte 19 Punkte mehr als Gunvor und Piero zusammen. 10 Punkte kamen aus Grossbritanien und noch ein paar aus dem Balkan. Dafür waren die Übertragungen alle so schön, denn der Sven hat wieder kommentiert. Und zwar so, dass man die Moderatoren des eigentlichen Anlasses nie hören konnte. Gut gemacht Sven, stahsch au gern im Mittelpunkt, gäll! Zum Glück gab es Erlösung beim ersten Deutschen Fernsehen und Peter Urban.

Wie jedes Jahr wurde wieder getitelt:

Auch ich finde, dass wir uns wirklich wundern sollten, wieso wir mit dieser fesselnden Nummer der, vom SRF natürlich top-vermarkten, Anna nicht gewonnen haben? Ein Sieg wäre ja das mindeste! Schon nach DJ Bobo und Michael von der Heide habe ich mich schwer gewundert. Der Song-Contest hätte eigentlich ja jedes Jahr in der Schweiz stattfinden sollen, wenn es nur um die Musik ginge.

Deshalb fordere ich: Aufhören! Für was nehmen wir noch an diesem Wettbewerb teil? Was bringt es uns? Wir gewinnen sowieso nicht und ausserdem kostet uns die ganze Übertragung noch Geld. Nathalie Rickli kann ein Lied davon singen. Und wer übernimmt immer die Spesen? Natürlich auch der Staat und die Sponsoren! Nächstes Jahr, wenn diese Micky-Mouse-Veranstaltung in Polen und der Ukraine ist, werde ich selbstverständlich nicht einschalten! Vermutlich kommen wir ja eh nicht ins Finale, Othmar sei dank! Und wer soll in 3 Jahren den Zirkus in Brasilien bezahlen? Und das geht dann sogar noch vier Wochen! Also: Aussteigen aus diesen ganzen Veranstaltungen! Adios EM und WM!

P.S: Die wirkliche Ironie liegt ja darin, dass wir im Falle eines Gewinnes vom Eurovision Song Contest ein vielfaches des Geldes, welches wir nun bezahlen, ausgeben müssten.


Die beste Pasta der Welt

Bald ist es so weit. Am 14. Mai findet das Finale des Eurovision Song Contests in Düsseldorf statt. Die Halbfinals gehen schon am 10. und 12. Mai über die Bühne.

Unsere Hoffnungsträgerin, Anna Rossinelli, ist bereits vor einigen Tagen mit ihrer Band per Zug nach Düsseldorf gereist. Nun hat sie noch genügend Zeit, sich in Deutschland anzuklimatisieren und die Stadt zu erkunden.

Bereits hatte Anna in Düsseldorf auch ein persönliches Highlight erlebt: Anna ass nämlich in Düsseldorf «die beste Pasta der Welt!», wie sie Blick am Abend gegenüber vorschwärmte. Und zwar ass sie Ravioli con Carne im Restaurant Vapiano. Im einzigartigen Restaurant Vapiano, das nicht nur Zürcher und Basler sehr gut kennen!

Falls Anna Rossinelli also am ESC so gut abschneiden wird, wie von Google prognostiziert, dann können wir uns bald auf weitere kulinarische Tipps von Anna freuen: «Anna hat in Warschau gerade den besten Burger ihres Lebens gegessen. Im McDonalds!»


Freitag, 06. Mai 2011, 07:00
Kategorie: Frauen, Musik

Gut geklaut ist auch verloren

Die Schweiz möchte beim legendären Eurosongcontest dieses Jahr bekanntlicherweise mal mehr als null Punkte abräumen. Anna Rossinelli hat sich freiwillig dazu bereit erklärt, sich in Deutschland vor ganz Europa mit ihrem Liedchen zu blamieren. Wobei “ihr Liedchen” ja wohl ein wenig weit her geholt ist, hat doch “ihr Lied” eine gewisse Ähnlichkeit mit “Bubbly” der Amerikanerin Colbie Caillat. Eine klatschheftli.ch Leserin hat mich auf folgendes Video aufmerksam gemacht:

Anna gibt sich jedoch unschuldig und ahnungslos: Ich finde ‹Bubbly› sehr schön, aber ganz anders als meinen Titel. Stimmt, ein Schelm, wer anderes denkt! Annas Song hat aber auch gaaaaar nichts mit dem Bubbly-Song gemeinsam. Fazit: Egal ob Piero oder Plagiat, “zero points” liegen alleweil drin…


Dienstag, 04. Januar 2011, 08:27
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