“Stinkstiefel” mit Spitzknie
Können Sie sich erinnern, als Ciriaco Sforza noch in der Bundesliga spielte? D.h., wenn er nicht gerade suspendiert war. Ein äusserst kontroverser Spieler zu seiner Aktivzeit, dem der FC Bayern Vorstand Karl-Heinz Rumenigge den mässig schmeichelhaften Übernamen “Stinkstiefel” zudachte.
Auch “Stinkstiefel” wurde erwachsener und begann in der heimischen Superleague seine Sporen als Trainer abzuverdienen. Seit diesem Jahr im Dienste des arg gebeutelten GC. Weltmännisch gibt er sich und steht – in feines Tuch gehüllt – wild gestikulierend an der Seitenlinie. Nicht, dass diesem Treiben bis anhin allzu viel Erfolg beschieden gewesen wäre – ausser am letzten Sonntag mit dem Überraschungssieg gegen den souveränen Leader YB.
Und ausgerechnet am Tag des grossen Triumphs outet sich der feine Herr neuerlich als “Stinkstiefel” mit einer rüden Attacke gegen YB-Serien-Knipser Seydou Doumbia.
Wir sind über diesen Ausraster alles andere als erstaunt. Abgesehen von “Stinkstiefels” charakterlicher Prädisposition setzt dieser lediglich den Führungsstil und die Umgangsformen seines neuen Chefs um, dem geschassten ehemaligen FIFA Generalsekretär Urs “Nötzli” Linsi. Allen GC-Verantwortlichen, denen immer noch nicht klar ist, wen Sie sich da ins Boot geholt haben, sei die Lektüre eines äusserst aufschlussreichen Artikels der Weltwoche aus Linsis FIFA-Zeit wärmstens empfohlen (nebst vielen anderen aufschlussreichen Artikeln). Warm anziehen, Leute, nicht nur des nahenden Winters wegen.


