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Schwyzer Oski

«Die Nacht der Nächte im Schweizer Show-Biz! Jedes Jahr werden im Rahmen einer glamourösen Gala und TV-Live-Übertragung die erfolgreichsten «Stars» geehrt.» Das klingt wie der Goldene Bär von Berlin, die goldene Palme von Cannes oder gar die Oscar-Verleihung. Wir reden hier von einem Anlass, der mindestens so glamourös ist. Allein der professionelle Internetauftritt lässt keine Zweifel aufkommen.
Berlin, Cannes, L.A. und am letzten Sonntag also Schwyz. Im MythenForum. Es war Prix Walo Zeit, und die Wurstgilde lief auf. Natürlich haben wir diese glamouröse Gala und TV-Live-Übertragung nicht verfolgt. Dafür haben wir am Sonntag Morgen mit einem Schmunzeln den Artikel in der SonntagsZeitung gelesen, der anlässlich des Prix Walo das Phänomen «Cervelat-Promis» analysierte.

«Die Cervelatprominenz zeichnet sich durch drei Eigenschaften aus: Nähe, Offenheit, Konservatismus.», so die einfache Schlussfolgerung des Autors. Wir stimmen seinen Ausführungen weitgehend zu, möchten aber ein, zwei Ergänzungen anbringen.

Das Thema Offenheit veranschaulicht die SZ richtigerweise mit dem Satz «Ich bin da, ich sage euch alles, was ihr wissen wollt. Leidet mit mir, freut euch mit mir!». Dumm ist nur, dass diese Offenheit noch viel weiter geht: «Ich sage euch auch alles, was ihr nicht wissen wollt!». Virtuose Vorreiterin dieses Genres ist Shawne Fielding, die in der Zwischenzeit aber durch X.T. aus L. vom Anbiederungsthron gestossen worden ist.

Dann macht der Autor des Artikels eine besonders zutreffende Aussage, von der er selbst vermutlich gar nicht ahnt, dass sie noch viel weiter geht, als er es damit ausdrücken wollte: «Anders als beispielsweise die britischen Revolverblätter überlassen es die Schweizer Medien jedem selber, ob er prominent sein will oder nicht.» Gemeint ist hier, dass wirklich Prominente wie Tina Turner oder Michael Schumacher bei uns selbst bestimmen, wie viel von ihnen in die Öffentlichkeit kommen darf. Das ist an sich lobenswert, macht die ganzen Long Tail Promis für Ringier aber umso überlebensnotwendiger. Was u.E. mit der Aussage des Journalisten aber auch gemeint sein sollte, ist der Umstand, dass hierzulande die Selbstdarsteller weitgehend selbst bestimmen, ob und wie sie zur Cervelat werden wollen. Die Schweizer Medien nehmen sie mit offenen Armen auf, völlig unabhängig davon, ob sie einen auch nur minimalen Leistungsausweis vorzuweisen haben. Gute Beispiele von Self-Made-Cervelats sind etwa sie…
…die eigentlich an solchen Veranstaltungen arbeiten sollte, sich aber lieber selbst ablichten und interviewen lässt, oder er…
…der Gefahr lief, in der Anonymität des Ex-Mister-Kandidaten-Daseins zu verschwinden und deshalb eine Music Star Gewinnerin zum Gschpusi nahm.

Zu den drei in der SZ erwähnten Cervelat-Eigenschaften kommt u.E. allerdings eine ganz entscheidende dazu: Talentfreiheit. Die Eigenschaft kann absolut oder auch relativ zutreffen. In jedem Fall zu 100% talentfrei sind etwa die Missen und Mister, Moneygirls und dergleichen. Ausser peinlichen Auftritten kommt aus der Ecke gar nichts. Dafür sieht man die an Provinzanlässen am häufigsten. Es gibt also erwiesenermassen eine Korrelation zwischen Talentfreiheit und Geltungsdrang.

Und dann gibt es jene, welche zwar irgend einen Output haben, deren Talent jedoch zu gering ist, als dass sie der Qualität ihres Schaffens wegen berühmt wären und die sich auf diesen Veranstaltungen der Eitelkeiten immer wieder vor die Kameras drängen. Dazu gehören z.B. diese drei:

Doch zum Schluss möchten wir uns noch der Patin dieses Kasperli-Theaters widmen.
Das ist die reifere Dame in der Mitte, hier schön umrahmt von zwei 100% Talentfreien.

Der kometenhafte Aufstieg von Monika Kälin begann bekanntlicherweise mit Nacktbildern in einem Herrenmagazin und schauspielerischen Glanzleistungen in Filmen mit Namen wie «Frauen im Liebeslager» oder «Mädchen nach Mitternacht». Auf ihrer auch sehr professionellen Webseite wird das so beschrieben: «Monika Kaelin wirkte in diversen Lustspielfilmen, sowie in zahlreichen Film-Sketchen ihr Können unter Beweis.» Das müssen tolle Lustspielfilme sein, in denen man sein Können unter Beweis wirken kann.

Das scheint wirklich gewirkt zu haben. Denn ein enger Freund verrät der SZ: «An Festen ist sie berüchtigt. Sie wartet jeweils den richtigen Moment ab, dann steht sie auf und organisiert eine Polonaise.» Ob sie das am Sonntag Abend im MythenForum auch gemacht hat? Wir glauben schon, denn wenn wir uns so ein bisschen ihre Referenzen anschauen, kann sie gar nicht ohne…
Ein Besuch auf ihrer Seite lohnt sich durchaus, aber unbedingt Ton einschalten! «Ramba Zamba, Zamba Zamba, super super, die Party geht los; Ramba Zamba, Zamba Zamba, logo logo, was sind wir im Schuss.»

Ach ja, einen Neu-Cervelat dürfen wir auch noch begrüssen…


  1. ted

    15. Mai 2012, 09:06

    Noch mehr Cervelat ist gar nicht mehr zu schaffen. Wobei, die Polonaise hätte ich zu gerne gesehen :-). Noch grössere Verarsche als die ganzen Casting-Shows, denn die nehmen wenigstens noch ein paar Leute zur Kenntnis.

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  2. Mephisto

    15. Mai 2012, 10:23

    Was ich mich schon lange frage: In der Migros liegen die Cervelats doch vakuumiert herum. Warum wird dies bei diesen Promi-Cervelats nicht gemacht? Rein damit in den Plastik, Luft raus und Ruhe ist.

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  3. Diego

    15. Mai 2012, 11:43

    Ich kann das Gesicht von Rafael Beutl nicht mehr sehen! Bin ich denn der Einzige dem eine innerliche Wut aufkommt wenn man dieses “always- same- smile” sieht? Eine gut temperierte 36,5 C° Ohrfeige würde vielleicht Wirkung bringen. Pfui

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  4. Diego

    15. Mai 2012, 11:45

    - bringen + zeigen, tschuldigung…

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  5. Biene Maja

    15. Mai 2012, 12:42

    Wer ist die im Turnkleid ganz oben?

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  6. dani2

    15. Mai 2012, 13:02

    …Fehlermeldung: Jesse Ritch ist n i c h t talentfrei. Da er den Castingwettbewerb nicht gewonnen hat, muss er auch keine Gagavideos drehen und keine Alben in zwei Tagen produzieren. Er könnte sich also eine gute Band zulegen und es mal ganz ernsthaft im Stil z.Bsp. von Vintage Trouble (youtubed euch das mal Leute!) versuchen. Wie es dann mit eigener Musik und eigenem Stil klappt würde man sehen aber singen und sich bewegen k a n n der Typ! Luca dagegen wird in Zwergkaninchenressort bleiben (müssen).

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  7. Boris M.

    15. Mai 2012, 15:28

    @Biene Maja: Diejenige im “Turndress” ist eine Baslerin mit langen Beinen die am TV immer lacht als hätte sie… Trinkt gerne Champagner an VIP-Anlässen und kommt dann in Polizei-Kontrollen. Worüber sie sich dann tierisch aufregt. Wenigstens besitzt sie noch einen Unterhaltungswert, was man vom Beuteltier (männliches “Supermodel”) und ähnlichen Langweilern nicht behaupten kann.

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  8. Linda

    15. Mai 2012, 18:37

    @dani2: Da stimm ich dir zu. Er macht das gut und hat auch ein Talent. Er erscheint natürlich und happy mit seiner Freundin nicht sowie dieser DJ Antoine mit seiner Freundin die eine NEUE Cervelat ist und die da zusammen total unangemessen an einem eigentlich unprotzigen Anlass den ober Promi raushängen mit Style und ober artogantem Getue. Seine “Chèrie” kommt mir vor wie Luca Ruch’s Freundin. Sowas von peinlich!!

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  9. Linda

    15. Mai 2012, 18:44

  10. Sgt Klinger

    16. Mai 2012, 07:49

    Also wenn ich so die Fotos durchsehe (danke @Linda), kommt mir fast was rauf. Der Jesse mit seiner Freundin sind noch wirklich einer der normalsten Paare. Bombay Street sehen aus wie die 3 Murmeli aus ewigi liebe. Sorry Helmi, ich weis ihr seid die schönsten Murmeli aber die 3 machen schon unverkleidet Euch als Murmeli grosse Konkurrenz. Zum Teil erschreckend entlarvend die Fotos, die Gesichtsaudrücke, brrrrrrr.

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  11. Major Gowen

    16. Mai 2012, 11:09

    Ein Bonmot des Plattenauflegers Anton (das ist Der mit der grauen Brille) zum Tod von WR: Mit Walter fuehrte ich oft typische Maennergespraeche… Ganzer Artikel im Elektroblick:
    http://www.blick.ch/people-tv/schweiz/rodi-liebte-schoene-autos-frauen-und-feines-essen-id1875838.html
    Was fuer ein egozentrisches Bubi: Ich, ich, ich. Get a life, idiot!
    Und dann noch ein Tipp: Wenn man ueber Verstorbene redet, spricht man nicht von sich. Bad form! Typisch…

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  12. Andrew Dantes

    16. Mai 2012, 13:29

    Ist das links auf dem zweiten Foto von oben Jean-Claude Van Damme??? Wenn ja passt er prima zu unseren Schweizer Star-Akteuren und -Aktrissen: Jean-Claude und Chuck Norris besitzen nämlich einen Gesichtsausdruck mehr als unsere Wurstgilde.

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  13. Andrew Dantes

    16. Mai 2012, 13:30

    @Major Gowen: Du meinst den, der den ganzen Abend “Macht endlich mal das Licht an, ich höre nichts” gerufen hat?

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  14. lish

    16. Mai 2012, 13:38

    Lustig, dass gerade Patricia Boshaft zum Publikumsliebling gewählt wurde. Wahrscheinlich haben da DJ A. und Fabienne L. ganz fest mitgestimmt..

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  15. A.P. aus Z.

    16. Mai 2012, 18:16

    Ach, immer auf die Kleinen! Dabei gäbs ja noch die Riesencervalats am Swiss Music Award!
    http://www.20min.ch/life/musik/story/25842322

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  16. oje mine

    17. Mai 2012, 16:11

    huch… die website von ramba-zamba-möneli ist wirklich ein erlebnis! ich bin sonst kein experte im fremdschämen, aber das hat sich soeben geändert. ist ja voll krass! und im fall, unter 3500.- gibts kein ramba-zamba, damit ihr’s nur wisst!!!!

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  17. Boris M.

    18. Mai 2012, 00:56

    Fabienne “es chunnnt wi es muesss” ist ja noch hübsch anzuschauen (man erinnert sich an die letzten Karbik-Ferien). Die Abmagerungs-Kur hat ihr gut getan (optisch). Aber die Beutel-Ratte ist übel, müsste nicht sein. Und zu dem Anton aus Fast-Tirol sage ich nichts, man hofft nur dass im Ausland nicht gedacht wird das sei ein typischer Schweizer “DJ”… Plumper geht es fast nicht mehr (sowohl Sound wie auch sein “Style”).

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  18. Frau Mok

    21. Mai 2012, 08:03

    Bin ich die einzige, die Monika Kälin und Maja Brunner nicht auseinander halten kann? Ich vermute, das ist eine einzelne Person, die sich jeweils ohne Spiegel schminkt und blind in den Kleiderschrank greift.

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  19. Bartli

    21. Mai 2012, 08:54

    Liebe Frau Mok,

    nein, sie sind nicht die einzige! Die jodelt schlimmer als die andere singt – sozusagen die Olsen-Twins der Belanglosigkeit und des schlechten Geschmacks!

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  20. Loris K.

    21. Mai 2012, 18:00

    Na ja s Möneli und s Meieli sind halt modisch (und so) “ein wenig” in den 80ern stehengeblieben, wie viele andere Grillwurst-Promis auch, man könnte in diesem Zusammenhang z.Bsp. den “Olympiasieger & (Neureich-) Millionär!” aus dem Thurgau, die Susli Klee, Klybi (der mit der Sprechpuppe) u.v.a. aus dieser Alters-Sparte erwähnen. Zu erkennen ist diese Spezie auch an der Wohnungseinrichtung aus den 80ern, weisse Teppiche, viel Kitsch und Tand usw. sowie einer Vorliebe für farbige Pullover und skurrile Frisuren, alles 80er Style eben (wobei es sehr viel Goodwill braucht das noch Stil zu nennen). Die absolute Krönung ist in dieser Beziehung s Vreneli M. (früher noch mit Hund, jetzt seit kurzem auf “modern” aufgepimpt). In der Volksmusik-Schlagerszene gehört dieser Stil u. Look zum guten Ton, warum ist mir nicht bekannt. Wobei übermässiger Alkoholkonsum allenfalls eine Rolle spielen könnte u.a.

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  21. Anonymous

    12. Juli 2012, 18:51

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