Schlatters Erleuchtung
Ich mag Beat Schlatter eigentlich sehr gut. In letzter Zeit fällt mir aber auf, wie viele Werbeaufträge der Mann annimmt. Die Pandemievorsorge war ja nur eines der vielen kommerziellen Engagements, wenn auch sicherlich eines der bestbezahlten. Letztes Jahr hat er noch für eine Versicherung geworben und jetzt sieht man ihn in Werbeclips fürs EWZ – als Energiesparlampe.
Scheint so, als hätte Schlatter gemerkt, dass sich mit Werbung eben doch viel mehr Geld verdienen lässt, als mit Bingoshows und Bühnenauftritten. Dagegen ist ja grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Wenn er aber nur noch Auftritte mit Verkaufscharakter absolviert, könnte schnell mal der Eindruck entstehen, er sei eine Leuchte.


Marianne Weissberg
3. März 2010, 09:50
In einem Land, in dem das Komikniveau dermassen niedrig und unlustig ist, passt doch Beat Schlatter sehr gut auch in die Werbung. Allerdings erhält diese durch ihn eine eher unfreiwillige Komik.
Hugo Remund
3. März 2010, 10:48
Das Komikniveau der Schweiz war nicht immer niedrig und unlustig: Scheinbar brauchen Schweizer Komiker einfach eine Bedrohungssituation wie im 2. Weltkrieg um sich in “Cornichon”-Höhen zu katapultieren, sonst müssen sie nach dem Brotkorb schielen und in der Enge blödeln um möglichst viele Füdlebürger zum Lachen zu bringen.
Naja, böse Zungen behaupten, dass die CH-Kabarett-Blüte der dreissiger und vierziger Jahre darauf zurückzuführen ist, dass alle anderen deutschsprachigen Komiker Schwein hatten, wenn sie nur mundtot gemacht wurden. (Oder selbst zum Schwein wurden). Grosse Hoffnungen setze ich überigens in Andreas Thiel. – Wenn er sich nicht vollends koeppeln lässt.
sergio galli
3. März 2010, 12:15
Ich finde Marianne’s Komentar sehr treffend, und habe dem nichts hinzuzufügen als das die Werbung in diesem Lande meistens sehr peinlich ist, so das man denkt, das die Werbeleute es extra peinlich kleinkariert produzieren, weil die Schweizer ach so bescheiden sind, und so die produckte besser verstehen, autsch.
Olmabratwurst
3. März 2010, 16:18
Der Katzendieb klaut nun eine Gluehbirne.
Bea
3. März 2010, 19:13
Pssst … nicht weitersagen: Schlatter soll eine konkrete Anfrage als Werbeträger für die Kinderkondome bekommen haben. Er spritzt jetzt zur Verjüngung Boxtox und geht täglich ins Fitnesstudio zum abnehmen!
Beat
3. März 2010, 22:34
ich dachte zuerst, das sei ein Minarett.
Laura Maria MArtini
4. März 2010, 00:08
Er bruucht Stütz, drumm nimmt er allä Scheiss aa – Leider händ mir kei Gripp me.
Peter
4. März 2010, 07:00
@ja Beat, das Foto ist alt. Schlatter macht Werbung für die Minarettabstimmung und spielt gleich auch noch den Iman: “Oh beim heiligen Sack – gebt mir doch zwei Stutz”!