Klatschheftli.ch

Keine Venedig-Ferien für Bich-Tien Ton

Roger Köppel, selbsternannter Elfjähriger (siehe Bildlegende), positioniert sich in der aktuellen Weltwoche wieder marktstrategisch als Chauvinist. Seine Empörung richtet sich auf die ABB-Chefin Jasmin Staiblin, die ausgerechnet mitten in Finanzkrisen ein Kind gebar. Frauen mit Kinderwunsch gehören nicht in Chefsessel, will uns Köppel weismachen. Ihre Rolle sei es, zu Hause zu bleiben und Klatschheftlis zu lesen.


WeWo, 27/09

Steckt in diesem Artikel nicht auch eine Botschaft an Köppels Gattin, die ebenfalls demnächst gebären wird (klatschheftli.ch berichtete)? Will er etwa schon jetzt klarmachen, dass er als verantwortungvoller Chef unmöglich regelmässig zu Hause beim kleinen Schreihals sein kann, vor allem jetzt nicht, mitten in der Finanzkrise?

Besonders ein Abschnitt deutet stark auf die versteckte Botschaft hin:

Geben wir uns keinen Illusionen hin: Kein Mann in vergleichbarer Stellung könnte es sich erlauben, in einer ähnlich heiklen wirtschaftlichen Situation seine Firma aus persönlichen Gründen zu verlassen. Der Chef will mit seiner Frau für zwei Monate nach Venedig verreisen, um die angeschlagene, scheidungsgefährdete Beziehung romantisch aufzurüsten? Seine Vorgesetzten würden ihn für verrückt erklären.

Bich-Tien Ton, vergiss den gemeinsamen Urlaub in Venedig. Aber Kopf hoch: Vielleicht organisieren wir ja mal ein klatschheftli.ch-Reisli dorthin.



Freitag, 03. Juli 2009, 12:31
Kategorie: Männer, Politik
  1. Mändu

    4. Juli 2009, 13:52

    Mischt da bei R.K. nicht auch die Eifersucht mit, dass der Vaterschaftsurlauib noch nicht zur Normalität gehört, denn das gäbe eine Willkommene Gelegenheit, (eine WW-)Arbeitspause einzulegen!

  2. Cassy

    5. Juli 2009, 16:12

    Interessant, was Obermacho Köppel da von sich gibt. Noch interessanter wäre zu erfahren, wie er es im Fall von NR- und Partikelfilterlady Jasmin Hutter hält. Zürück an den Herd und Windeln waschen oder weiterhin allen nicht SVP-Linientreuen den Kopf waschen?

  3. Annina Frey

    24. August 2009, 14:22

    Gott, Roger Köppel ist so peinlich! Wäre es nicht vielleicht angebracht, die Unternehmenskultur zu verbessern und zu vermenschlichen, wenn nicht mal Zeit für ein_E Freund_In bleibt? Sowieso, wissen wir nicht alle, dass (v.a. männliche) Manager ihre Zeit in Striplokalen und Edelbordellen verplämpern? Peinlich, dieses Schein-katholische Gesülze, Herr K.!
    Nun, seine Frau wird nun wohl Hausfrau, gelangweilt, frustriert aber (ökonomisch) völlig abhängig von ihrem Mann…und dieser wird sie wohl früher oder später mit jüngeren sexy Girls betrügen…DAS und nur DAS verstehe ich unter der “klassichen” offenbar “Heilen Welt” der Familie! Aber die Leute müssen ja selber wissen, auf was sie sich einlassen!

  4. Anna

    24. August 2009, 15:11

    @AnninaFrey: gut geschrieben! Köppel ist ein Heuchler der Sonderklasse, schlau wie ein Fuchs, denkt aber, er wär der Alleinige im Walde. Doch solange die Weltwoche von Herren wie Blocher & co. mitfinaziert werden, solange weigere ich mich – mein stiller Protest – auch nur einen Hauch von Aufmerksamkeit dieser Gilde zu verschenken. Doch Annina, bedenkt, seine Frau ist von asiatischer Natur (auch bekannt für ihre stille Unterwürfigkeit). Bis die wegrennt, muss er schon mit der Armeewaffe daherzischen; was dann ja wieder in das Bild des Erz-Konservatismus passen würde.

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