Gölä will’s anpacken
Heute erklärt uns im Blick der Büezer der Nation, Gülä, äh, Gölä, wie er die Schweiz am liebsten hätte.
In bester NRA-Manier findet er, Waffen dürfe jeder besitzen und anwenden, wenn sein Hab und Gut angegriffen werde, Kinder dürfe man hauen (wieso wird er eigentlich nicht müde, dies in j-e-d-e-m Interview erwähnen zu müssen?) und dass man die Todesstrafe wieder einführen soll. Ein waschechter Redneck, unser Herr Pfeuti. Bhüeti Gott.
Nun, das alles für sich ist ja schon recht übel. Was aber noch schlimmer ist, sind die Leserkommentare. Sind bei einem Thema, was die Schweizer Bevölkerung interessiert, nur zwei Kommentar-Seiten gefüllt mit Lesermeinungen, sind es bei Göla deren sechs. Okay, der Mann bewegt die Gemüter. Sollte man meinen. Nicht doch. Die circa 30 Blick-Online-Leser teilen alle des Berners Meinung. Das beunruhigt dann doch schon eher. Sie fordern quasi den Bauarbeiter in den Bundesrat. Ausländer raus und mehr Anstand für die Jugend. Ja. Weil Anstand Kinder kloppen, Engstirnigkeit und Waffenrecht für jeden bedeutet.
Over my cold dead voting hands.



Herr Murer
9. August 2010, 19:32
“Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit einem Wähler von der Straße.”
Ursli
9. August 2010, 23:58
Und der Puure-Toni möchte mit dem Gölä durch die Schweiz ziehen. Hat den niemand Toni gesagt, dass der Gölä wenn schon thematisch eher zur PNOS gehören würde?