Der Totengräber?
Das ist Urs Linsi, der neue CEO der Neuen Grasshopper Fussball AG (für die, die ihn nicht kennen – und das dürften die meisten sein). Dieser treuherzige Blick, dieses unschuldige Lächeln, diese vertrauensvolle Ausstrahlung. Die Zukunft des gebeutelten Clubs scheint gesichert.
Um den GC soll es ja noch schlimmer stehen, als bisher angenommen. Aber eben, zur Abwendung des fussballerischen Armageddon haben die Heuschrecken das ultimative Ass aus dem Ärmel gezaubert – den gefeuerten ehemaligen FIFA Generalsekretär Urs Linsi. Und der erzählt uns im Interview mit dem Vereinsmagazin ‘GC life’, wie er die Probleme angehen will.
Nebst klassischen Management-Allgemeinplätzen wie “Die Werte, die mit GC verbunden werden, müssen wieder gestärkt werden” oder “Letztlich braucht es für den nachhaltigen Erfolg beides: eine gesunde wirtschaftliche Grundlage und eine starke Mannschaft” sind uns in besagtem Interview auch ein paar wahre Perlen ins Auge gestochen.
So werden Urs Linsis grosse Management- und Führungserfahrung und seine profunde Kenntnis des Fussballgeschäfts betont. Klar doch. “Management by spying” oder auch “Management by eliminating competent opponents”. So viel zur Führungserfahrung. Wer’s nicht glaubt, frage doch einfach mal nach. Und was die profunde Kenntnis des Fussballgeschäfts betrifft – Bundesrat Merz versteht wohl mehr vom Umgang mit geistesgestörten Despoten.
Aber Herr Linsi beruhigt uns mit seinen differenzierten Aussagen. “In erster Linie müssen wir die Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.” Stimmt, nur funktioniert eben gerade dieses mit ihm nicht. Wer den Mann einmal öffentlich reden (oder besser gesagt ablesen) sah, weiss, wovon wir sprechen.
Weiter geht’s. “Aber trotz meiner Herkunft habe ich viele Freunde im GC.” Urs Linsi und Freunde…my ass…
Und zum Schluss die ultimative Untergangsmeldung: “Hier sind motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Werk.” Lieber GC-Vorstand, ihr habt die Bedeutung des Wortes “Schweinegrippe” immer noch nicht verstanden.


