Klatschheftli.ch

Von BJ Hyatt

Der grösste Schweizer Schrott

Jetzt ist es also wieder so weit. SFs Sonntagabend-Quotenrenner “Die grössten Schweizer Hits” flimmert wieder in die guteidgenössischen Stuben. Jedenfalls in jene der Heimetli und Betagtenheime. Und die Tradition setzt sich fort.

Stefan Wer? Aha, Stefan Roos. Noch nie gehört. Ist aber auch kein Wunder bei diesem Titel: “Das Herz einer Mutter”. Mehr Schmalz geht nimmer. Und passend zum zuckersüssen Schnulzentext die Ohrenentzündung auslösende Zuckerwattemusik.

Und trotzdem, nichts da von Überraschung. Die angeblich grössten Schweizer Hits sind bekanntlich immer volkstümliche Ohrentorturen, von denen kein urbaner, zivilisierter und halbwegs kultivierter Zeitgenosse jemals gehört hat. Ku-Ku-Jodel lässt grüssen.

Fazit: SF sollte sich ernsthaft überlegen, den irreführenden Titel dieser Sendung zu ändern. Denn mit grossen Hits haben die jeweiligen Siegertitel etwa soviel zu tun, wie unsere Miss bzw. Mister Schweiz mit Bildung. Und doch, eine Vertreterin der jungen Generation hat sich riesig gefreut.

Nein, Francine, nicht der Schlager ist tot, nur seine Anhänger sind es fast. Ob es so etwas wie Progerie auch für die geistig-mentale Entwicklung gibt?

Dienstag, 20. Oktober 2009, 14:02
Kategorie: Musik, TV
  1. Kocha

    20. Oktober 2009, 15:56

    Das war böse. Weiter so! :D

  2. Laura Maria Martini

    20. Oktober 2009, 15:59

    Ich reg mi doch au scho wider uf, dass immer wider so Hudigäägeler Musig gwählt wird. Sölläd doch grad ä Leutschäbach-Volksmusigsändig machä, dänn weiss I wenischtens, dass I nöd mu luägä.

  3. Naja

    20. Oktober 2009, 16:10

    “kuh” schreibt man mit “h” und das ganze nennt sich tv-demokratie. damit werden ganze länder (z.b. italien) regiert.

  4. Mike

    20. Oktober 2009, 16:12

    Ich glaub, unter dem Deckmantel “Grösste-CH-Hits” müsst man dann eben Kategorien aufstellen. Man schmeisst ja auch keine Schokolade in`s Spaghettiwasser, oder? Passt alles nicht zusammen und dies liegt am schlechten Management! (Wer war denn dafür wieder zuständig??)

  5. Brige

    21. Oktober 2009, 08:29

    gotthard war schon eine zumutung, dann diese kukluxklan-jodler und jetzt auch noch das herz einer mutter. (und ich bin eine mutter, und das lied geht mir direkt am arsch vorbei).
    grässlich sowas.
    nur den kilchsperger, den kann man lassen!

  6. miguel

    21. Oktober 2009, 08:57

    also meine lieben, das ist leider fast logisch das ein volksdümmlicher titel gewinnt, da sich die anderen interpreten gegenseitig die stimmen wegschnappen. wird auch nächsten sonntag so sein, da nur ein hudigägeler dabei ist. nicht doof, sondern leider fast logisch.

  7. dani

    21. Oktober 2009, 11:13

    Also meine Lieben ich habe mir diese Sendung vom Anfgang bis zum Schluss angetan. Hehe hehe aber eine Neuerung gegenueber den alten Staffeln ist mir aufgefallen. Habt ihr dem Sven seine glaenzigen Backen und sein straffes Gesicht gesehen welches am Schluss im Scheinwerferlicht so schoen glaenzte? Vieleicht ein Spuerchen zu viel Botox? oder gar geliftet? der Roman und der liebe Sven sind ja etwa im gleichen Alter und ich finde der Roman hat ein bischen mehr Faeltchen. Vieleicht ein neues Klatschthema das ich endeckt habe???

  8. Aya

    21. Oktober 2009, 12:50

    Ach, soll doch jeder Botox in sich reinjagen so viel wie er möchte(!!!), denn obwohl es am Anfang zu einer leichten Besserung führt, ist das Langzeitergebniss zum schreien! Da steht doch tatsächlich nach kürzester Zeit eine andere Person vor Dir und dass dies dann nur abstossend ist, scheint diesen Menschen in keinster Weise bewusst zu sein. Sie wollen ja nur eines: Geliebt und bewundert werden. Äh. Wofür nochmals?

  9. Anna

    21. Oktober 2009, 12:52

    Ja, Botox vergiftet wirklich die ganze Ausstrahlung ……

  10. Markus

    21. Oktober 2009, 17:33

    Tja meine Lieben, das sind Schweizerhits! Ich freue mich jedes Mal wenn nach einem solchen Wettbewerb die “moderne Seite” wieder jammert und vor Selbstmitleid fast im Erdboden versinkt! Warum gewinnt denn nicht Bligg, Stress und Co? Wo sind denn die Anhänger sog. Fans von diesen? Vielleicht gibt’s diese in der Schweiz gar nicht, weil sie nicht die Schweizermusikszene vertreten sondern alles andere kommerzielle von draussen. Mit so „Tsching-Bäng-Tönen“ gewinnt man keinen Blumentopf wenn’s um Schweizerhits geht. Also bringt wieder etwas Schweizerisches wie bei der ersten Staffel mit „Alperosa und em Polo“.

  11. Tina

    21. Oktober 2009, 19:15

    Sorry, aber nein! Was aber sicher ist, dass die meisten Jungen am Samstag-Abend nicht faul wie Kautschpotatoes vor dem TV rumlungern und sich die “Welt” reinziehen und diese Stimmen fehlen dann eben den “newcomer” Bligg, Stress, etc. – man kann so eine Show nicht 1:1 werten. Aber es zeigt den Geschmack der alten Garde und damit identifiziere ich mich tatsächlich nicht! (und fangen wir hier nun jeden Satz mir “tja … , ach… + also meinen Lieben” an oder versteckt sich dahinter wohl nur 1 netter Schrieberling??)

  12. Sop

    22. Oktober 2009, 13:40

    Die Jordi sollte sich doch mal ausziehen. Wäre doch nett.

  13. B. Schafs-Eckel

    23. Oktober 2009, 00:18

    Yessss! We wanna see some pink!

  14. [...] aller Voraussicht nach die vier Quotenrocktitel überflügeln. Und unser Schätzchen der Nation, Francine Jordi, wird sich wieder wahnsinnig freuen, dass ‘ihre Heimat’ erneut oben ausschwang. Und [...]

  15. [...] Ausgabe der diesjährigen Schweizer-Hits-Staffel hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, welche Abgründe sich auftun, wenn das gemeine Volk zum Hörer [...]

  16. [...] hofft. Sehr sogar. Und das mit Göläs Unterstützung. Nämlich auf den Sieg im Finale der grössten Schweizer Hits von heute Sonntag. Und dann will sie in die Geschichte eingehen. Als letzte Siegerin dieses [...]

  17. Sop

    3. Dezember 2009, 15:54

    Für dieses Verbrechen schäme ich mich mehr, als diejenigen, die sich jetzt für unsere Demokratie schämen.

  18. [...] sie eben schon bei uns, die richtig guten Spitzenmusiker, auch wenn sie nicht in der Trauersendung “Die grössten Schweizer Hits” auftreten – oder wohl gerade [...]

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