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Archiv von August 2011

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Desperate Housewive

Seit Monaten versucht sie uns weiszumachen, sie sei die beste Mutter auf diesem Planeten. Madame Fielding ist blond genug, um zu glauben, dass sie mit haufenweise Facebook-Bildern von sich und den Kindern Justitia milde stimmen könnte.

Mit dem Supermommy-Act hat sie es kürzlich allerdings etwas gar happig übertrieben, als sie in aller Öffentlichkeit behauptete, sie ziehe den kleinen Halbbruder ihrer Kinder bei sich gross. Die Kindesmutter war alles andere als erbaut ob dieser Dreistigkeit und und schlug mit Madames Waffen zurück: öffentliches Massregeln via Facebook und andere Medien.

Supermommy hatte derweil alle ihre peinlichen Sommerloch-TV-Auftritte auf ihrer “Fanpage” geteilt und konnte nun nicht einfach so zurück rudern. Was tun in dieser verzwickten Situation? Ganz einfach: die als Fanpage getarnte, mit Unwahrheiten gespickte Selbstbeweihräucherung deaktivieren und eine andere Egoseite reaktivieren. Die Taktik leuchtet ein: wann immer Frau es zu bunt treibt, werden die Blüten unter den Teppich gekehrt und dem Betrachter neuer Sand in die Augen gestreut. So erfreut uns derzeit nicht die «Nachrichtensprecherin», sondern die «Person des öffentlichen Lebens» mit ihren Belanglosigkeiten zwischen Dichtung und Wahrheit. «Person des öffentlichen Lebens» trifft es insofern ganz gut, als dass sie ihre Profilierungsneurose öffentlich lebt. Leider.

Nun denn, nach dem exzessiven Mommy-Trip kommt jetzt die «ich bin eine gute Schweizerin»-Schiene.

Vor zehn Jahren haben die Béliers – so nannte sich die jurassische separatistische Jugendbewegung – den im Jahr 1984 entwendeten Unspunnenstein an Shawne als Botschafterin der Expo 0.2 übergeben. Die bildet sich natürlich mächtig was darauf ein und realisiert nicht, dass ihre schon damals ausgeprägte Mediengeilheit den Béliers nur recht sein konnte, um sich selbst wieder mal ein Bisschen im medialen Blitzlichtgewitter zu sonnen. Frau Fielding war Mittel zum Zweck, mehr nicht. Trotzdem muss die alte Geschichte mit SF in unwichtiger Nebenrolle auf dem tollen Blog von Madame zum Grossereignis hoch stilisiert werden. Und auf der Seite der «Person des öffentlichen Lebens» lässt sie uns an ihren fundierten Kenntnissen der Schweizer Geschichte teilhaben. Wahnsinn, nicht wahr? Der Unspunnenstein ist ein Symbol der Freiheit für den Kanton Jura. Aha.

Der Jura wurde durch Volksabstimmung von 1979 zum eigenständigen Kanton. 1984 wurde der Unspunnenstein gestohlen. Da hatte der Jura seine «Freiheit» schon seit fünf Jahren. Die Tat von 1984 war ein Jungendstreich einer doch so gerne immer noch aufmüpfigen Bande. Und der Unspunnenstein ist v.a. ein Symbol für Brauchtum und Volkskultur. Aber eben, das ist so eine Sache, wenn man der hiesigen Sprache auch nach zig Jahren Anwesenheit nicht mächtig ist.

Auch ganz schön übrigens das bescheidene Statement «I’m going to see if I can find an old unglamorous photo of me and the stone for you…». Sagte es und öffnete den Ordner “Me, myself and stone”.

Hier noch ein kleiner Tip: falls künftige Blogeinträge zum Sorgerechtsstreit mit Lokalkolorit verschönert werden sollen, wäre der Berner Gerrechtigkeitsbrunnen ein dankbares Sujet. Aber Achtung: ja nicht mit dem Kindlifresserbrunnen verwechseln!


Mittwoch, 31. August 2011, 07:00
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Es ist eine Katastrophe!

Wenn Miss Crook das sagt, ist es so. Ja, es ist ganz schlimm! Es ist schlicht fürchterlich, entsetzlich! Es ist unverzeihlich! Da sitzen 89 (oder so) Missen in einem Hotel in Sao Paulo und haben nicht einmal Wifi im Zimmer. Man stelle sich diese Tragödie vor: 89 (in Worten: neunundachtzig) Missen – nicht irgendwer, nein Missen – müssen sich acht (in Zahlen: 8) Computer mit Internetanschluss teilen. Was fällt diesem Hotel eigentlich ein? W(m)issen die nicht, mit wem sie es zu tun haben?

Dieses Bild des Grauens hat uns die Sprache verschlagen. Wir sind uns dieser Tage ja einiges gewohnt: verkohlte Leichen in Libyen, vom Bund verordneter Weltuntergang in der Schweiz, verhungernde Kinder in Afrika, Verwüstung und Tod durch Hurrikan Irene. Aber Missen zusammengepfercht in einem Computerraum, das strapaziert die stärksten Nerven. Man darf nicht vergessen, es geht hier um die Übermittlung von zentralen um nicht zu sagen lebensnotwendigen Botschaften, z.B. messerscharfe Selbstporträts……oder dokumentierte Rudelbildung am Futtertrog… Und immer schön den Bändel umgebunden wie man das mit Lumpis, Waldis et al macht. Mitzuteilen haben die übrigens mindestens gleich viel.


Dienstag, 30. August 2011, 07:00

Von New York nach Zürich

Ist euch auch aufgefallen, dass die Begriffe «Miss» und «Botschafterin» vermehrt synonym eingesetzt werden? Eben erst durfte die Reihe der Botschafter ein neues Aushängeschild begrüssen. Miss würde aber auch sehr gut passen:

Nadine Strittmatter

Nadine Strittmatter (sie mit dem «einzigartigen Gesicht», wie Blick schreibt) wird nämlich Botschafterin für Myclimate. Es sei ihr ein besonderes Anliegen, sich für die Umwelt einzusetzen. Denn als Model reise man dauernd mit dem Flugzeug in der Welt herum und verbrauche sehr viel CO2.

Da hat sie natürlich Recht. Insbesondere, wenn man für jeden After-Work-Apéro in einem Zürcher Schuhladen von New York an die Limmat jettet.

Für die Klimaschutz-Organisation Myclimate möchte sie Konsumenten und Unternehmen nun zu einem freiwilligen Ablass für ihre Fürze bewegen bzw., wie es euphemisiert heisst, für ihren verursachten CO2-Ausstoss. Zumindest wäre das die Idee. Wir nehmen daher an, dass Nadine nicht nur ihr Gesicht hergibt, sondern mit gutem Beispiel vorangeht und ihre Botschafterinnen-Gage gleich wieder an Myclimate retourniert. Oder, die andere Vermutung ist, damit es für Nadine kein Nullsummenspiel wird, dass sie sich vom Modeln verabschiedet und künftig zu Hause bliebt (wo immer das auch ist). Damit könnten wohl alle ganz gut leben und Nadine hätte echten Vorbildcharakter bewiesen.


Montag, 29. August 2011, 07:00
Kategorie: Frauen

Simone powered by

Ganz klar. Fujifilm würde sich am meisten freuen, wenn Simone Casanova die Miss-Schweiz-Krone 2011 gewinnen würde.

Bild: facebook.com/fujifilmch

Keine posiert so locker mit der Fuji Cam wie Simone. Sie denkt sogar daran, den kleinen Finger etwas anzuheben, so dass die winzige Kamera voll zur Geltung kommen kann. Hier ist ein kleiner Fujifilm-Profi am Werk.


Sonntag, 28. August 2011, 08:00
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