Sepp und Moritz
Sepp macht Unterhaltung. Der Unterhaltungs-Sepp veranstaltet nicht nur die Fussball WM, er unterhält uns auch immer wieder mit seinen pathetischen Statements. Von einer besseren Welt und so. Erst neulich hat er sein visionäres Talent einmal mehr unter Beweis gestellt, als er den Südafrikanern Zürich als “boring, boring, boring” schilderte. Wie recht er damit haben sollte, hat Zürich letzte Woche eindrücklich bewiesen: tonlose WM-Spiele am TV sind verfügt worden. Das ist doch mal eine weltstädtische Ansage!
Doch jetzt zu Moritz. Moritz macht auch Unterhaltung (nicht nur pantomimische, wie auf diesem Bild), ungewollt und mindestens so bizarr, wie jene von Unterhaltungs-Sepp. Seit Jahren rührt er uns als Hofnarr unseres bundesrätlichen Komödiantenstadels zu Tränen – nicht solchen der Freude, wohlverstanden.
Einmal mehr hat Unterhaltungs-Moritz zugeschlagen: “SRG hat SVP stark gemacht”, so der Unterhaltungsminister gemäss SonntagsZeitung vom 30. Mai 2010. Die ach so bösen Medien würden aktiv ins politische Geschehen eingreifen. Und die noch bösere SRG habe stets die SVP in die Arena eingeladen und ihr so zum Erfolg verholfen.
So, jetzt wissen wir es. Oder anders gesagt: jetzt weiss der von Unterhaltungs-Moritz’ Gnaden gewählte neue SRG-Generaldirektor, was zu tun ist. Wir frönen der demokratisch pluralistischen Gesellschaft i.S. unseres Unterhaltungsministers.
Womit wir wieder bei Unterhaltungs-Sepp wären. Der hat neulich irgend so eine Genfer Ehrung entgegengenommen. In der dazugehörigen Pressemitteilung erweisen sich Sepp und seine FIFA einmal mehr als visionäre Propheten:
It’s time to say goodbye, Moritz!





