Er ist und bleibt der Grösste, unser Roger Federer. Einmal mehr hat er uns Tennis von einem anderen Stern gezeigt. Wir verneigen uns. Und bedanken uns. Dafür, dass Ausnahmepersönlichkeiten wie Roger wie Oasen in unserer ansonsten wirklich tristen “Promi”-Wüste sind.
Heute huldigen wir der ultimativen Cervelat-Metapher: dem Nichts. Genau, Sie haben richtig gelesen, nichts. Denn genau das präsentieren uns unsere Nationalwurst-Exponenten immer wieder von Neuem. Nichts, rein gar nichts. Der 31. Januar ist ja auch der Welt-Lepra-Tag oder der Nationalfeiertag von Nauru. Aber eben, der Tag des Nichts, den gab es bis anhin nicht(s) wirklich. Doch was die Schweizer “Promi”-Szene betrifft, ist es höchste Zeit, selbigen einzuführen. Nomen est omen! Und für alle, die jetzt denken, dies sei bloss ein billiger Füller, kann ich nur sagen: stimmt. Denn von nichts kommt nichts.
Das Key West direkt am Zürisee in Oberrieden feierte Eröffnung. Nicht weil es endlich wieder Frühling wird, sondern weil mit Andy Knecht ein neuer Herr drauf ist. Dieser lud zum Apéro und Cervelat-Promis schafften die Anreise trotz Schnee. So kamen einige FCZ-Spieler, die ich leider nicht erkannte (Johan Vonlanthen hätte ich bestimmt erkannt), sowie die Exmissschweiz Jennifer Ann Gerber. Weder Jenny, noch das Restaurant waren neu gemacht. Zumindest beim Restaurant ist die Restauration aber nur noch eine Frage der Zeit… Wir sind gespannt, wie das Key West im nächsten Sommer seine exklusive Lage direkt am See ausnutzt. The next big Cervelat-Mekka des Linken Züriseeufers?
Die Stimmung im “The Dolder Grand” soll ziemlich nervös gewesen sein gestern Freitagabend: Angekündigt war ein Duell zwischen Italo-Sänger Piero Esteriore und Schriftsteller Gion Mathias Cavelty. Cavelty hatte einst mit einem Text im “Blick” dafür gesorgt, das Esteriore danach todesmutig mit Mamis Mercedes die gläserne Eingangstür des Ringier Medienhauses im Zürcher Seefeld zerdepperte.
Bild: Marcel Sauder/Foto-Shootings.ch
Dass die beiden Buben Amok-Auftritte lieben, ist schon einige Zeit bekannt. Und nun also die Versöhnung während der Alfa MiTo Challenge, einem Mini-Autöli-Rennen. Doch was passiert, wenn der frisierende Trällerbub Piero nach einer Niederlage ausrastet und droht, die Hoteleinrichtung zu Kleinholz zu machen? Oder was, wenn Griesgram Cavelty einen seiner Ausbrüche inszenieren würde? Verraten sei: Es blieb gesittet. Aus Spass wurde nicht Ernst. Obwohl Cavelty gewann. Verlierer Esteriore meinte danach nur: “Ich habe mit meinem Auto bei Ringier gewonnen, dafür gewinnt nun Cavelty beim Alfa MiTo Challenge – wir sind quitt.”
Der Pokal der Alfa MiTo Challenge ging schlussendlich an das Team “Urban Bohemians”, welches die Gewinnsumme von 2500 Franken an die Fachstelle Behinderung & Sexualität spendet.
Wie waren die Medien doch entsetzt über die Äusserung des Zürcher Stadtratskandidaten Karl Zweifel, als dieser meinte, die fahnenflüchtige BDP Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf wäre im Mittelalter gevierteilt worden. Aber woher die Aufregung? Wer freiwillig aussieht wie Prinz Eisenherz, der denkt vermutlich auch so. Oder hält er sich doch eher für einen König?
Die Kommerzialisierung macht bekanntlich vor nichts Halt. Die einen versilbern ihre Babyfotos mit dem Verkauf an Magazine, die anderen vergolden ihre Kinder als Werbeträger der Babyindustrie.
Wenn aber Werber und Musiker gemeinsame Sache machen und Nachwuchs produzieren (genannt Ayleen, Anm. der Red.), sind sie nicht auf Dritte angewiesen. Denn diese Berufsgattungen können sich nicht nur wunderbar gegenseitig befruchten, sondern aus eigener Kraft eine ganzheitliche Promotions- und Kommunikationskampagne für ihr Produkt lancieren, die seinesgleichen sucht!
Bild: blick.ch
Deshalb benötigt das jüngste Produkt des helvetischen Showbiz auch keine profanen Sponsoren, denn das Projekt finanziert sich gleich selber – aus dem Erlös von Emels baldiger Hitsingle: „Come on Ayleen“, einer Coverversion des Evergreens „Come on Eileen“ der Dexys Midnight Runners.
Sollte die Single nicht wie gewünscht einschlagen, können die beide den Refrain wenigstens zum Windelwechseln oder Einschlafen trällern:
Unter Kollegen ist man solidarisch, v.a. wenn es darum geht, solidarisch zu sein. Wenn also der George Clooney kurzerhand zu einem Spenden-Marathon für die Erdbebenopfer in Haiti aufruft und dann flugs mal schlappe 57 Millionen Dollar zusammenbringt, dann muss selbiges auch anderen Grössen aus dem Showbiz möglich sein. Also wird sich unser Schlager-Porno-Exponent J.P. Love gesagt haben: “was Kollege Clooney kann, das kann ich noch lange”. Gesagt, getan. Während die Benefiz Gala von Clooney bereits erfolgreich über die Bühne gegangen ist, steigt die J.P. Love’sche Sause heute abend. Parallelen gibt es einige.
Clooney moderierte im provinziellen LA. Love empfängt im mondänen Menziken. Ausserdem darf sich J.P. mit absoluten Topstars des Showgeschäfts umgeben. Ex-Mister Stephan Weiler hat z.B. zugesagt. Viele Mega-Stars wie Melanie Oesch, Paloma Würth, Piero Esteriore oder auch Mike Shiva sind angefragt. Aber es ist natürlich schwierig, solche ‘Headliners’ so kurzfristig verpflichten zu können.
Da hatte es Clooney wesentlich einfacher. Leute wie Meg Ryan, Julia Roberts, Brad Pitt, Mel Gibson und und und an ein und demselben Abend an die Strippe zu setzen, um Zaster zu sammeln, ist ja wirklich nicht schwierig.
Also 57 Millionen Dollar dürften es in Menziken eher nicht werden. Wohl auch nicht 57 Millionen Rappen.