Chez Monika
Die NZZ erachte ich seit je als hochseriöses Blatt. Umso erstaunter war ich heute, als ich einen wahrlich realsatirischen Beitrag las: “Alt-Stadträtin Monika Stocker gründet Beratungsbüro”. Unter der sinnigen Firmierung “Atelier Monika Stocker” will sich die ehemalige Sozial-Politikerin als Coach für Führungsleute in sozialen Institutionen und für Träger politischer Mandate engagieren. Sie habe viel Erfahrung mit Macht, mit Strukturen, mit den Medien, soll die Alt-Politikerin gemäss NZZ in ihren Werbeunterlagen zum Besten geben.
Wir könnten uns als mögliches Beratungsangebot so einige Module vorstellen, wie z.B:
“Farbenwohlfühllehre: Wie nimmt man sein eigenes Schaffen ohne getönte Brille in leuchtendem Rosa wahr?”; oder
“Mediencoaching für Fortgeschrittene: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”; oder
“Transzendentale Negierungs-Meditation”; oder
“(Alex) Baur sucht Frau (Stocker): mit Renitenz erfolgreich am Sessel kleben”; und und und….
The sky is the limit!
Als Leitmotiv dient ihr angeblich eine Definition des Zukunfstforschers Robert Jungk: “Vision ist die andere Möglichkeit zu sehen”. Das gefällt uns, das ist gut. Immerhin schien sich die ehemalige Zürcher Sozialvorsteherin während Jahren an einem anderen Leitmotiv zu orientieren…


Jean-Hans
8. Juli 2009, 18:07
Besteht nun offiziell eine Zusammenarbeit zwischen Weltwoche und Klatschheftli?