Ich mag Beat Schlatter eigentlich sehr gut. In letzter Zeit fällt mir aber auf, wie viele Werbeaufträge der Mann annimmt. Die Pandemievorsorge war ja nur eines der vielen kommerziellen Engagements, wenn auch sicherlich eines der bestbezahlten. Letztes Jahr hat er noch für eine Versicherung geworben und jetzt sieht man ihn in Werbeclips fürs EWZ – als Energiesparlampe.
EWZ/Youtube
Scheint so, als hätte Schlatter gemerkt, dass sich mit Werbung eben doch viel mehr Geld verdienen lässt, als mit Bingoshows und Bühnenauftritten. Dagegen ist ja grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Wenn er aber nur noch Auftritte mit Verkaufscharakter absolviert, könnte schnell mal der Eindruck entstehen, er sei eine Leuchte.
Anfangs Dezember 09 wurde in den Kommentaren von substanz.skroll.ch, das Gerücht verbreitet, im Rheintal munkle man, der Ehemann von Jasmin Hutter (alt Nationalrätin) sei gar nicht der Vater ihres Sohnes Jon. Der wahre Vater sei Nöldi Forrer, der Schwingerkönig, meinte ein Frechdachs in besagtem Blog. Das Gerücht machte die Runde und bescherte Jasmin Hutter (neu Mutter) einen Ausschlag. Nicht im Gesicht, aber in der in der Google-Suchstatistik. Die Statistik zeigt auch, in welcher Region das Gerücht verbreitet wurde – nicht im Rheintal, sondern im Kanton Zürich.
Einen Monat später schlägt Mutter Hutter, mit einem Kommentar in eben jenem Blog zurück, vorausgesetzt sie war das wirklich. Die Argumentation tönt jedenfalls ganz so, wie man das von einer (alt Nationalrätin) der SVP gewohnt ist. Der Kommentar könnte also tatsächlich von ihr sein:
Ok. Das war dann offenbar wirklich nur ein Gerücht. Irgendwie schade. Wir Klatschbasen haben da natürlich schon einen ganzen Miststock dampfen gesehen. Aber nichts da. Bei Hutters gehts seriös zu und her. Windeln wechseln und Stillen. Aber Obacht, Frau Hutter: Stillen kann ihren Busen gefährden!
Sie ist immerhin die bekannteste Frau der Schweiz, die früher mal ein Mann war. Ihre Medienpräsenz war auch schon besser, aber sie ist immer noch da.
Für alle Interessierten führt Nadia Brönimann jetzt einen Videoblog. Dort erzählt sie dann, was sie den lieben Tag lang tut:
Also ehrlich Nadia, wenn man einen Videoblog führt, muss man nicht jeden Tag ein Video einstellen und man muss auch nicht immer die Wahrheit erzählen. Manchmal passiert einfach nichts, auch in Deinem Leben. Das ist nicht weiter tragisch, aber auch nicht weiter interessant. Erzähl doch bitte was Spannenderes. Zum Beispiel wie eine Frau wie Du mit Haarausfall umgeht oder gib Schminktipps oder sowas in der Art…
Bai dä wäi, ju kud visit än inglisch körs wis Neidin änd Moritz. Dätt wudd pimp öp jur laif, biliif me. Or simpli du somm exerseises on ä pauerpleit!
Karin wills wirklich wissen. Nachdem Karin Lanz sich im Auftrag der Axpo ein Wasserkraftwerk anschaute und ihre Nase in ein Kompogaskraftwerk gesteckt hat, traut sich die Axpo nun auch das Werbevideo für Atomkraftwerke aufzuschalten.
Karin will dabei herausfinden, ob Kernkraftwerke ihren schlechten Ruf auch tatsächlich verdienen. Dazu fragt sie erst mal im Einkaufszentrum ein paar Leute. Die Antworten der AKW-Fanboys und -girls lassen darauf schliessen, dass sie sich gleich in der Region um Beznau umgefragt hat. Da haben die Leute ein lockeres Verhältnis zur Atomkraft.
Nun gut. Ansonsten ist das Video ziemlich dröge. Wir hätten da noch ein paar andere Themen, über die Karin mit ihrer unverkrampften Haltung berichten könnte:
- Pelzernte in China
- Ölsandabbau in Fort McMurray, Kanada
- Schiffsrecycling in Chittagong, Bangladesch - Saatgutproduktion bei Monsanto - Gemüseanbau in Südspanien
Die Beiträge wären mindestens so spannend und aufklärend wie die Axpo-Spots. Und für Karin würden da sicher auch ein paar hübsche Sümmchen rüberkommen.
Die SI brachte schon vor einigen Tagen ein gephotoshoptes (…welch schönes Schriftbild!) Uncle-Sam-Plakat in Umlauf. Statt Uncle Sam zeigt uns Linda Fäh den nackten Zeigfinger („Miss Linda wants you“).
Wer jetzt aber glaubt, Linda Fäh wolle ihn wirklich, hat sich geschnitten. Hintergrund des Inserats ist ein geplantes Online-VIP-Lexikon der Schweizer Illustrierten. Studis sollen die Inhalte zusammentragen und können sich bei Interesse direkt bei der SI melden. Ein Stelldichein mit Linda wird’s wohl nie geben.
Im Inserat steht dann weiter, dass sobald die Bewerbung für gut befunden wurde, der Bewerber den ersten Test-Promi zur Bearbeitung erhält.
Was, liebe SI, ist ein Test-Promi? Ist das eine Gummipuppe mit dem Gesicht von z.B. Beatrice Tschanz. Die Gesichtsvorlage liegt da ja eh noch bei irgendeinem Arzt rum.
Oder ist ein Test-Promi so etwas wie ein Test-Fahrer; bevor die Grossen kommen dürfen die Kleinen ran, und plötzlich steht Sepp Blatter vor der WG-Tür.
Oder sind Test-Promis Gewinner aus Casting-Shows, Promis auf Zeit sozusagen. Wir erinnern uns an Carmen Fenk oder Salome Clausen. Anders als Piero Esteriore, der immer wieder mit aufregenden Proutschekts von sich reden macht, sind diese beiden ja völlig in der Versenkung verschwunden.
Jedenfalls dürfen diese Test-Promis dann mit einem Manual bearbeitet werden…. immer gleichmässig klopfen, dann drehen, klopfen und drehen.
Was macht man eigentlich nach einer Tenniskarriere? Martina hat es vorgemacht. Man tingelt von Fernsehshow zu Fernsehshow und wirft mit Bohnen oder man tanzt herum, hauptsache jemand sieht noch zu.
Auch Patty Schnyder, die ja immer noch im Schatten von Martina steht, hat sich mit der Frage beschäftigt.
Sie trainiert bereits für künftige Auftritte bei “5 gegen 5″ oder beim kleinen Prix Walo. Dort tritt sie dann vielleicht mal eines Tages als Tennisballschonglöse im knallengen Glitzerkleid von Anna Maier auf. Yeah!
Sie kann das schon ganz gut. In einem nächsten Schritt kommen dann noch die Rackets dazu.
Während es andere in Hollywood versuchen, flimmert Tennis-Heidi Martina Hingis über die Bildschirme Grossbritanniens. Dieses Jahr war die ehemalige Tenniskönigin schon in einer drögen Gameshow names “Beat the Star” zu sehen. Dort ging es unter anderem darum, im schlabbrigen Sportdress eine Bohne in eine Flasche fallen zu lassen. Wie spannend, das muss man einfach sehen!
Nein. Ihr müsst das nicht in voller Länge ansehen. Jedenfalls verliert Martina und wirkt dann etwas pissed.
Ihr nächster Auftritt wird allerdings glamouröser sein. Sie tritt ab 18. September in der BBC Sendung “Strictly Come Dancing” auf. Ihren Tanzpartner hat sie schon erkoren. Matthew Cutler, ein professioneller Tänzer wird sie über das Parkett wirbeln.
Martina scheint also tatsächlich auch andere Talente zu besitzen, als nur Filzbälle über das Netz zu hauen und ihr Pferd zu schinden. Und dass sie ein angenehmeres Englisch als Deutsch spricht, beweist sie im Interview-Trailer zur Tanzshow:
Oh la la! Da könnte sich so manche Ex-Miss ein Stück abschneiden, Very british! Wir sind gespannt auf den ersten Tanzauftritt, wenn Martina versuchen wird, das “Drama” rüberzubringen.
Karin Lanz, Moderatorin und Schauspielerin, bekannt aus Filmen wie “Handyman”, “Quantum of Solace” oder “Flanke ins All” und weiteren, lässt sich vom grössten Schweizer Stromanbieter vor den Karren spannen und erklärt dem unwissenden Publikum in Youtube-Filmchen, wie der Strom in die Steckdose kommt.
Im ersten Teil besucht sie dazu eine Kompogasanlage, wo Gas und Strom aus verfaultem Zeugs gewonnen wird. War sicher ein Heidenspass so ganz ohne Wäscheklammer auf der Nase. Um uns den Vorgang etwas transparenter zu machen, drückt sie zu Beginn des Films einigen Passanten eine faule Bananenschale auf die Nase.
Im zweiten Teil besucht sie ein Wasserkraftwerk und hört sich dort vom Leiter das einstudierte Vorträglein an. Sie wirkt dabei etwas angespannt. Vielleicht weil das Thema so spannend ist, oder weil der Mann eben nicht bezahlt wird, um Sprüche in Kameras zu sagen, sondern um Strom zu machen.
Klatschheftli freut sich schon jetzt auf den dritten Teil von “Karin wills wissen”. Da wird uns die Strahlefrau dann hoffentlich endlich das Atomkraftwerk näherbringen.